Minimalismus

#wirmistenaus – Wie man am besten mit dem Aufräumen und Ausmisten beginnt & Einladung zur Challenge

03/02/2017

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Mein innerer Schweinehund ist riesig, ich möchte fast sagen, es ist eine innere Schweinekuh oder so, vielleicht ein Elefant. Jedenfalls bin ich in vielem Oberprokrastiniererin. Gerade beim Aufräumen, gesünder Leben, Sport treiben, was immer. Wenn du eine Ausrede brauchst, frag mich, ich habe sie für dich parat. Aber jetzt wollen doch Judith von Stadtmama und ich, eigentlich schon ab heute kräftig ausmisten.
Ich habe ja schon sehr viel reduziert, aber es gibt immer noch Luft nach oben und oft merke ich, dass wir als Familie immer noch zu viel Zeug haben, das unser Leben erschwert. Aber dieses damit Anfangen, wenn man vor einem großen Haufen Zeug steht, wenn die Kästen bis an den Rand gefüllt sind, wenn man vor den ungeliebten Ecken steht, den ewig nicht erledigten Projekten, das ist so schwer.

Leben verändern geht, wenn auch nicht von heute auf morgen.

Das Tröstliche zuerst: Anfangen ist schwer. Leben ändern noch schwieriger und eigentlich geht es nicht. Man ändert das Leben nicht einfach so, man ist nicht von einem Tag auf den anderen ordentlich oder lebt auf einmal gesünder. Geht nicht. Menschen, die super gesund leben oder sehr ordentlich sind, die haben Gefallen daran, denen macht es Spaß, sie müssen sich nicht etwas angewöhnen oder gar abgewöhnen, sie machen es einfach gerne.

Tja, wie ist es jetzt mit dem Aufräumen, dem weniger Kaufen, Leben vereinfachen. Macht das wer gerne? Vielleicht nicht sofort, aber das Verrückte ist, wenn man einmal begonnen hat und mit dem Ergebnis sehr zufrieden ist, dann wird da ganz viel positive Energie freigesetzt, da bekommt man Lust auf mehr und es wird immer leichter und das Ergebnis immer besser und und und. Und auf einmal hat man ein ganz verändertes Leben, braucht nicht mehr so viel Zeug, will nicht mehr so viel Zeug, man hat mehr Luft zum Atmen, lebt sogar nachhaltiger, hat vielleicht mehr Zeit und mehr Geld und was sonst noch alles beim Minimalismus herausschauen kann.

Ausmisten: 6 Ideen, mit denen das Anfangen ganz einfach wird

Aber eben, dafür muss man erst beginnen und ich habe einige Ideen mitgebracht, die das Anfangen erleichtern:

Einfach beginnen. Es gibt quasi einen kleinen Trick für die erste Überwindung, den haben jetzt nicht die Minimalisten erfunden, sondern eigentlich die, die gerne effizient arbeiten wollen: Nimm dir vor, dass du einfach für 2 Minuten anfängst. Du wirst sehen, du machst dann weiter und wenn nicht, auch gut, du hast zumindest begonnen.
Lade jemanden zu dir nach Hause ein. Wir kennen alle das „Last-minute-Aufräumen“ bevor Besuch kommt. Ein guter Grund zu beginnen und dann gleich so richtig weiter zu machen, indem du nicht nur aufräumst, sondern beim Ausmisten gleich ordentlich Zeug reduzierst.
Fang an einem sehr kleinen, abgeschlossenen Ort an, an dem sich das Chaos in Grenzen hält, das überfordert nicht. Ich fange bei uns immer im Bad an. Wir haben ein winziges Bad, leicht zu machen und du siehst gleich Ergebnisse, außerdem ist absolut klar, was ins Bad gehört und was nicht, das macht es auch noch einmal einfacher. Das motiviert. Andere fangen im Auto an, wenn sie eines haben oder du nimmst dir einmal alle Fensterbretter vor oder eine einzige Schublade.
Starte mit der Wäschekorbmethode. Sie hilft dir dabei einen Überblick zu schaffen, was du alles hast, ob alles einen Platz hat und es gibt auch ein rasches (oberflächliches) Ergebnis.
Rede drüber! Erzähl allen was du vor hast. Erzähl davon, dass du dir dein Leben vereinfachen möchtest, dass dir das viele Zeug auf die Nerven geht, dass du es nicht mehr brauchst und deswegen ausmisten wirst. Setz dir ein Ziel und erzähle es allen.
Such dir eine Community 🙂 Entrümple gemeinsam mit uns, dann geht es einfacher. Komm in unsere Facebookgruppe und tausch dich mit uns aus.

#wirmistenaus – Die Challenge: so funktioniert’s

Die Challenge ist eine gemeinsame Aktion von Stadtmama Judith & mir. Wir werden bei uns zu Hause ausmisten und geben euch unser Wissen, unsere Erfahrungen, unsere Energie und Motivation weiter, damit wir gemeinsam mehr Platz für die Dinge, die wirklich zählen bekommen & ein entspannteres Familienleben genießen können. Und wer weiß, vielleicht ist es ja auch für einige von uns der Beginn für ein bewusst reduziertes Leben 🙂

Es wird acht Wochen lang abwechselnd Beiträge mit Tipps & Infos sowie jeden Donnerstag (passend vor den Wochenenden, an denen vielleicht mehr Zeit zum Ausmisten ist) Wochenaufgaben zur Challenge geben, sowohl bei Judith am Blog als auch bei mir. Wir werden alle Beiträge auch noch einmal in einer Linkliste sammeln.

#wirmistenaus! Gemeinsam! |  Newsletter & Facebookgruppe

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und den von Stadtmama (im Beitrag ganz unten). Die Beiträge zur Challenge und die Aufgabenstellungen kommen dann direkt zu dir in die Mailbox und du verpasst nichts.
Und noch einmal der Aufruf: Kommt in die Facebookgruppe „Chaosfreies Familienleben“ dort warten schon jede Menge Gleichgesinnte 🙂 Wenn ihr über unsere Challenge bloggen wollt, dann freuen wir uns. Verlinkt euch in den Kommentaren oder postet eure Beiträge in der Facebookgruppe, wir sammeln alle Links auf einer Pinterestpinnwand.

Erste (kleine) Aufgabe #1:

Und damit es heute auch schon eine kleine Aufgabe gibt:

Macht unbedingt Fotos, bevor ihr mit dem Ausmisten beginnt. Ich habe leider ganz wenige „Vorher“-Fotos gemacht, als ich die ersten Ausmistrunden gestartet habe und das finde ich jetzt noch sehr schade, denn es wird Momente geben, da braucht man etwas Motivation und man kann sich so immer vor Augen halten, was man schon alles geschafft hat.

Und falls ihr es noch nicht gemacht habt: Setzt euch ein Ziel. (Mehr dazu findet ihr in diesem Beitrag)

Ich freu mich, wenn ihr dabei seid!

Alles Liebe,

Birgit

PS hier geht es zum ersten Challenge-Beitrag von Stadtmama.

12 Comments

  • Reply #wirmistenaus DIE CHALLENGE | mit Stadtmama und Fräulein im Glück 03/02/2017 at 23:04

    […] erste oder letzte Zweifel zu beseitigen, zeigt euch Birgit auf Fräulein im Glück mit sechs einfachen Idee, wie das Anfangen ganz einfach wird. Als ich unbewusst ihre Ratschläge befolgt habe (die sie mir schon vorab gegeben hat), war ich […]

  • Reply Einer schreit immer 03/04/2017 at 07:06

    Ahhh – ich hab ihn auch, diesen inneren Elefanten. Aber bei uns herrscht leider wirklich das Chaos. Viel zu viel Kleidung. Viel zu viel Spielzeug! Ich bin dabei. Apropos Spielzeug: Wie finden es eigentlich deine Kinder, wenn du reduzierst? Kann mir ja schwer vorstellen, dass meine Kids auch nur ein einziges ihrer Autos hergeben würden….

    VLG

    • Reply Birgit 03/09/2017 at 11:21

      Juhuu juhuu ich freu mich wenn du mitmachst und Ausmisten ist wie ein Muskel. Das lernen wir und auch die Kinder mit jedem Durchgang ein bisschen besser.
      Liebe Grüße,
      Birgit

  • Reply Ulli 03/04/2017 at 10:30

    Ich bin dabei!! Muss soooo lachen über die innere Schweinekuh, hihi, du bist echt die Beste!! Und ich hab zwar das Gefühl ich miste eh dauernd aus und hab auch immer viel auf Willhaben, aber es geht besser, wie du sagst (und meinen Mann, den Schweine-Elefanten hier im Haus motivier ich auch noch mit euren Beiträgen!)

    • Reply Birgit 03/09/2017 at 11:23

      Liebe ulli,

      ich freu mich 😀 mein Mann hat so wenig Zeug und er regt sich immer auf, dass ich immer noch so viel habe (hab schon so viel weggeben) also er freut sich auch über die Challenge und über das Ergebnis freuen sich sowieso immer alle 😀

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Christina 03/04/2017 at 21:09

    Hallo ihr zwei Lieben! Ich mache auch mit! Der Entschluss endlich mal wieder Raum für Raum zu entrümpeln begleitet mich schon lange. Vor ca einer Woche haben wir auch schon gestartet… und zwar… Im Bad! Ich schließe mich eurem Tipp da an. Im Bad zu beginnen ist eine tolle Sache, denn obwohl wir dort wirklich nicht viel Staufläche haben, haben wir einen riesigen Sack Krimskrams entsorgt: Unzählige alte Seifen oder Kosmetikprodukte, die man irgendwann einmal geschenkt beikommen hat, aber eigentlich gar nicht braucht, vertrocknete Nagellackgläschen oder Wimperntusche, löchrige Handtücher, die seit Jahren nicht verwendet wurden,… Es war innerhalb einer Stunde erledigt und plötzlich haben wir so viel Platz und Übersicht geschaffen! 🙂 Die anderen Räume werden sicher umfangreicher, doch ich bin voll motiviert. 🙂
    Liebe Grüße, Christina

    • Reply Birgit 03/09/2017 at 11:24

      Liebe Christina,

      wir freuen uns! Dann bist du uns ja schon einen Raum voraus und du hast ganz recht man hat so viel Zeug was man lange nicht verwendet.

      Liebe Grüße,
      Birgit

  • Reply Wochenende ein Bildern | 20 Grad, Geburtstagsessen und Kuchen backen 03/05/2017 at 21:26

    […] mitzumachen? Hier geht es zum ersten Artikel mit allen Infos zur Challenge  und zu den ersten Tipps von Birgit, wie ihr ganz einfach mit dem Ausmisten anfangen […]

  • Reply Ich verrate dir, warum du noch nicht Ausgemistet hast | + 8 Tipps, die dabei helfen 03/06/2017 at 12:22

    […] auszumisten. Dafür gibt es Gründe und Birgit hat euch in ihrem letzten Beitrag schon ein paar gute Tipps gegeben, wie euch der Anfang leichter fällt, die auch mir geholfen […]

  • Reply #mehr in der Fastenzeit – MamaDenkt.de 03/06/2017 at 23:44

    […] Aber alte Kataloge haben wir in dem Zuge upgecycelt und uns Singvögel für die Fenster gebastelt. Birgit und Judith haben also zu einer Challenge aufgerufen, die genau unter diesem Motto […]

  • Reply Ausmisten ganz einfach: ein praktischer Leitfaden - Fräulein im Glück 03/09/2017 at 12:01

    […] ist, wir misten aus. Bist du noch motiviert? Oder motivierst du dich gerade erst? Hast du Vorher-Fotos gemacht? (Ausmist-)Ziele gesetzt? Vielleicht hast du sogar schon die Wäschekorbmethode angewandt […]

  • Reply Maren 04/03/2017 at 06:02

    Spannend und hilfreich, da könnte ich auch mal mit starten =)

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