Minimalismus

Ausmisten und Chaos beseitigen – so findest du deine Motivation

01/30/2017

S_aufräumen

Ahhhhh ich motiviere mich wieder. Die Weihnachtsblogpause ist endlich aus. Nicht schlecht, haben wir ja schon fast wieder Februar.  🙂
Aber ich war gerne weg, ich mach nämlich jetzt weniger. Ja, noch weniger (und es geht immer noch weniger).

Mein Leben ist immer noch zu stressig, ich fühle mich immer noch gehetzt und manchmal vom Familienleben und seinen Verpflichtungen und den Ansprüchen an mich selbst genervt. Ach ja und den Job hab ich ganz vergessen, den gibt es ja auch noch.

Auf den ganzen Stress habe ich jetzt keine Lust mehr. Ich werde mich jetzt besser um mich selbst kümmern. Jawohl! Wenn man so will, ist das mein einziger Vorsatz für 2017. Ich will lieb zu mir selbst sein.

Entrümpeln, um mehr Platz (für sich) zu haben

Ein erster Schritt dazu war, dass ich (noch einmal) dem Zucker den Kampf angesagt habe, der powert mich aus. Mit jeder Geburt und jeder Stillzeit habe ich meinen Zuckerkonsum stark gesteigert. Ein bis zwei Tafeln Schokolade waren bis vor Kurzem keine Seltenheit und da sind die ganzen versteckten Zucker im „richtigen“ Essen noch gar nicht mitgerechnet. Und solche schlechten Gewohnheiten wieder loszuwerden, wenn sie mal eingefahren sind, ist gar nicht so einfach. Also wenn man so will, entrümple ich gerade meinen Körper von all dem Müll, den ich über die Jahre mit dem schlechten Essen in mir drinnen angesammelt habe und der jetzt als Müdigkeit noch immer in mir drinnen steckt. Das mache ich mit ganz viel gutem Essen und frisch kochen (wobei ich ehrlich sagen muss, dass es sehr aufwendig ist und ich noch eindeutig einen Weg finden muss, das 3x täglich Kochen in meinen Alltag zu integrieren)

Und zu dem „zu mir lieb sein“ gehört auch, dass ich mehr Platz für mich will und brauche. Nicht dass ich nicht sehr gerne meinen Platz mit meinen Kindern teile, aber in den letzten Jahren, und weil ich eben so oft auf mich vergessen habe, hab ich anderen einfach meinen ganzen Platz überlassen. Ich bin ja so schlecht im „Nein“ sagen. Und das ändere ich jetzt auch. Ich schmeiß noch einmal ganz viel Zeug raus und frei nach dem Zitat

„In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt“

hoffe ich, dass ich da auch noch einmal einen ganz großen Schritt für mich machen kann.

So, aber jetzt braucht es noch eine Motivation, denn sich und sein Leben zu ändern, besser zu sich selbst zu sein, ist nicht so einfach. Man nimmt es sich nicht einfach vor und schwupps läuft alles super. Wenn man wirklich etwas ändern will, dann läuft das in Phasen ab: Zuerst zieht man es mal in Erwägung (ja, ich will definitiv weniger Chaos und muss aufräumen oder ja, ich will weniger Müll essen), dann denkt man immer intensiver darüber nach, dann bereitet man sich auf die Veränderung vor und nur dann geht man wirklich an die Sache ran.

Ausmisten & das Leben vereinfachen: Mit der richtigen Motivation zum Ziel

Also denken wir einmal gründlich nach, wieso wir es „einfacher“ wollen oder brauchen, wieso es sich auszahlt zu entrümpeln, auszumisten und motivieren wir uns, indem wir uns ein Ziel setzten.*
Gründe, um einmal richtig zu entrümpeln, um das Familienleben von Zeug zu befreien, gibt es genug, Stadtmama hat hier über ihre Gründe geschrieben.

Aber jetzt geht es nicht vorrangig um die allgemeinen Gründe, sondern unser ganz persönliches Ziel. Stellen wir uns vor, wie (gut) es uns geht, wenn wir etwas Ballast abwerfen, erst mal den Ballast, den wir so zu Hause rumliegen haben, den ganzen Kram, der uns eigentlich unglaublich nervt, aber den es so schwer ist los zu werden. Wie würden wir uns dann fühlen, leichter, befreiter? Was könnten wir denn dann nur alles machen. Die Welt niederreißen, wenns sein muss.

Damit du dir darunter besser etwas vorstellen kannst, habe ich hier alle meine Ziele/Gründe/Motive aufgeschrieben, die mit so einfallen (und glaubt mir, meine Motivation ist es sicher NICHT auszumisten, damit ich mir noch mehr Zeug kaufen kann ;-)).

Ich vereinfache mein Leben und entrümple unsere Wohnung, damit…

  • ich endlich mehr Platz habe
  • Platz für mich
  • Platz für mehr Selbstfürsorge
  • Platz für die Kinder, um sich auszutoben
  • Platz für die Dinge, die ich gerne machen möchte
  • Platz für schöne Gefühle
  • damit ich mich leichter fühle und nicht überfordert
  • damit die Familie mehr Raum hat zu atmen
  • damit ich nicht das Gefühl habe, total die Kontrolle zu verlieren und im Chaos zu versinken
  • damit wir mehr Zeit für uns haben und weniger Zeit für Aufräumen verschwenden müssen
  • damit es leichter wird, eine Struktur ins chaotische Familienleben zu bringen
  • damit ich ein bisschen mehr sparen kann, um mich einfach sicherer zu fühlen
  • damit wir mehr draußen sein können, anstatt drinnen zu hocken und Staub zu saugen
  • um ein gemütliches nicht zu überladenes zu Hause für uns zu haben
  • damit wir in unserer relativ kleinen Wohnung noch genug Freiraum für alle haben
  • damit wir einmal eine wirklich große und weite Reise machen können und nicht mehr so viel arbeiten müssen
  • damit die Welt ein bisschen weniger zugemüllt wird

Und was sind deine Ziele?

Kommentiere sie doch unter dem Blogpost oder kennst du schon unsere „chaosfreies Familienleben“-Facebookgruppe, komm doch dazu und teile dort mit uns deine Motivation.

Im März starte ich gemeinsam mit Judith von Stadtmama eine „Entrümpelchallenge“. Wir tüfteln gerade an den Kapiteln, wenn du die Info bekommen willst, wann es losgeht, trage dich doch (kostenfrei) für meinen Newsletter ein.

Alles Liebe,

Birgit

*die Idee mit dem Ziele setzen und formulieren habe ich von einer meiner liebsten Minimalismusseiten becoming minimalist.

10 Comments

  • Reply Maria Widerstand 01/31/2017 at 15:12

    Hallo Birgit!

    Schön wieder von Dir zu lesen und dann noch dazu ein Thema, das mich auch gerade bewegt. Voriges Jahr hatte ich auch so eine Entrümpelungsphase, jede Woche habe ich 7 Bücher verschenkt. Das habe ich ein halbes Jahr durchgezogen. Dann war es vorbei. Ich hatte dann leider auch wieder Stress in der Arbeit und plötzlich ging nix mehr.

    Und ich stelle fest, dass ich Phasen habe, wo ich mehr „raffe“ als sonst. Wenn es mir nicht so gut geht, dann kann ich nicht so gut loslassen. Und wenn es dann aufwärts geht, dann fühle ich mich davon eingeengt. Das ist gerade jetzt der Fall.

    Daher werde ich mich von Dir inspirieren lassen und freue mich schon auf weiter Beiträge!

    lg
    Maria

  • Reply Maria Widerstand 01/31/2017 at 15:14

    PS: Zucker – ja genau! Ich habe in den letzten beiden Jahren konsequent reduziert, liege meist bei ca. 10 gr pro Tag, max. 25 gr habe ich mir vorgenommen. Und ich merke inzwischen den Unterschied sooo stark, wenn ich doch mal mehr esse, dass ich sehr gerne darauf verzichte.

    • Reply Nanne 02/01/2017 at 20:09

      Liebe Maria,
      magst du darüber mal was auf deinem Blog schreiben. Zählt Obst noch in die 10 g?!?
      Liebe Grüße
      Nanne

  • Reply Tanja 02/01/2017 at 13:13

    Hallo Birgit,

    ich bin durch Zufall auf Deinen Blog aufmerksam geworden. Die Themen, über die Du schreibst, sprechen mich sehr an. Teils, weil ich mich derzeit selbst damit auseinandersetze (z.B. das Thema Aufräumen/Ausmisten, über das ich auch gerade auf meinem Blog schreibe), teils, weil die Themen noch auf meiner Liste “Damit möchte ich mich bald beschäftigen“ stehen.

    Ich bin schon sehr gespannt auf deine nächsten Beiträge.

    Herzliche Grüße von Tanja

  • Reply Nanne 02/01/2017 at 20:21

    Liebe Birgit!
    Ja, ich finde, dass ist ein total treffender Punkt: Warum will ich das? Das hat mir jetzt nochmal einen Schub gegeben. Danke für deine Email. Ich fand diesen Wechseln von zwei Erwachsenen Menschen zu einer Familie, die minimalistisch leben will, ein wenig durcheinander wirbelnd. Ums besorgen komme ich nicht herum. Aber ich kann das wie viel und das wie gestalten, und ich kann auch dafür sorgen, dass Dinge wieder die Wohnung verlassen. Habe heute endlich mal ein paar Sachen zum Kindersecondhand gebracht und 28 € bekommen. Wie bei allem ist der Wertverlust einfach unglaublich, aber ich hatte kaum Aufwand und die Dinge erfreuen jemand anderen.
    Ich finde es aber insgesamt aufwändig, als Paar ohne Kinder ist es echt viel entspannter und einfacher. Da hat man irgendwann das, was man braucht und fertig. Jetzt ist es halt anders, und das bleibt und darf auch so für die nächsten 20 bis 25 Jahre. Wir haben immerhin das Glück, dass wir ab Sommer mehr Platz haben – wobei ich trotzdem so wenig wie möglich haben möchte und vor dem Umzug nochmal alles durchgehe, aber Lagerplatz finde ich trotzdem ganz gut, und einfach Freiraum für uns, die dort wohnen.
    Liebe Grüße
    Nanne

  • Reply Heidi 02/03/2017 at 12:47

    Ich finde das mit kochen integrieren im Alltag mit Kindern auch wichtig und gleichzeitig herausfordernd. Dann habe ich mir eine (günstige Version des) Zaubertopfs gekauft, Mixer und kochen in einem – das machts leichter mit der besseren Ernährung, zumindest für Creme – Liebhaberinnen!

  • Reply sonja 02/26/2017 at 13:45

    hallo 🙂 …
    @ „Nicht dass ich nicht sehr gerne meinen Platz mit meinen Kindern teile, aber in den letzten Jahren, und weil ich eben so oft auf mich vergessen habe, hab ich anderen einfach meinen ganzen Platz überlassen.“: hmmm … ich weiß ja nicht, wie das wirklich bei euch „aussieht“, was du da beschreibst – aber ich weiß, daß es für mich immer wichtig war (mittlerweile alleinerziehende mutter eine fast neunjährigen tochter), meinen „erwachsenenraum“ zu erHALTEN, ich wusste, ich möchte nicht in einem kinderzimmer leben … und fand es immer irritierend, wenn ich wo zu gast war, wo der wohnbereich „ein kinderzimmer“ war – und die zugehörigen mütter waren nicht selten weit weg von sich selbst/hrer beziehung, sprich „hauptsächlich mutter“ … ich wollte immer in einem klar erkennbaren erwachsenen-wohnbereich leben, wo es halt auch dort und da (ein bisschen) kinderanteile gibt – und das „ein bisschen“ als Zielwert diente dazu, das es eben nur „kinderanteile“ blieben, weil mehr wird eh alles von selbst … als sie noch klein war, hatte sie eine ecke mit ihren sachen im raum, aber auch da wurde abends immer konsequent hin weggeräumt …
    @ kochen: dreimal am tag kochen??? niemals! mein zielwert ist EINMAL, und wenn ich das schaffe (weil oft ist es stattdessen nur eine schnellste einfachste kleinigkeit), dann bin ich schon sehr angetan von mir! irgendwann hab ich aufgehört, mir deswegen einen stress zu machen – was soll ich als alleinerziehende mama noch alles schaffen??? ich setze meine vorhandene mutter-energie in erster linie ein für eine lebensbegleitung, einen umgang mit meiner tochter, der so weit irgend möglich wirklich gut genug ist. (zu diesem thema frau + zu leistendes passt eine herrliche, gestern gesehene, sequenz von einem programm der kabarettistin monika gruber dazu – siehe min. 2:49 – 4:50: https://www.youtube.com/watch?v=tOy-sm69eE4)
    @ zucker: irgendwas scheine ich da verpasst zu haben, scheint an mir vorbei zu gehen … dauernd reden alle vom zucker, und davon, wie das die kinder hochpeitscht, usw. – ich kenn das nicht!?!, nicht von mir und nicht von meinem kind …
    NS: VIELES schaffe ich nicht oder nur schlecht, das sei an dieser stelle auch angemerkt …

  • Reply Ausmisten ganz einfach: ein praktischer Leitfaden - Fräulein im Glück 03/09/2017 at 16:04

    […] aus. Bist du noch motiviert? Oder motivierst du dich gerade erst? Hast du Vorher-Fotos gemacht? (Ausmist-)Ziele gesetzt? Vielleicht hast du sogar schon die Wäschekorbmethode angewandt und dir einen ersten […]

  • Reply Nicole 03/09/2017 at 20:15

    Hallo Birgit! Vielen Dank für Deinen Bericht! Das Thema Minimalismus beschäftigt auch mich. Gerade habe ich das Buch von Marie Kondo fertig gelesen. Jetzt gilt es, das Gelesene in der Praxis umzusetzen! 🙂 Bin gespannt – vor allem auch darauf, wie nachhaltig das Ganze sein wird. Liebe Grüsse, Nicole

  • Reply Beim Ausmisten am Ball bleiben - ich will, aber wie?

 #wirmistenaus - Fräulein im Glück 03/23/2017 at 12:00

    […] wichtig: Verliere dein „warum“ nicht aus den Augen, dann bist du ganz schnell wieder […]

  • Leave a Reply