Familie

Was in Scheidungskindern vorgeht und wie wir ihnen durch die Trennung helfen können

02/20/2017

Was in Scheidungskindern vorgeht und wie wir ihnen durch die Trennung helfen können - Scheidung - Trennung  - Kinder - Folgen - Fräulein im Glück der nachhaltige Mamablog

 

Ich habe ein Scheidungskind. Mein älterer Sohn lebt nicht mit Papa und Mama unter einem Dach. Er hat zwei Zuhause.

Ich wünschte, ich hätte ihm die Trennung ersparen können, ich wünschte, ich hätte viele Dinge anders gemacht.

Habe ich nicht, konnte ich nicht.

Und wenn ich jetzt so auf meine kleine Familie schaue, dann bin ich so, wie sie heute ist, mit der Patchworksituation und den vielen Mitgliedern glücklich, auch wenn es sicher nicht immer einfach ist. Für niemanden.

Wie es in Scheidungskindern aussieht

Aber wie geht es meinem Sohn damit? Oft frage ich mich, was in „meinem Scheidungskind“ wirklich vorgeht, was macht eine Trennung mit einem Kind? Die meiste Zeit ist er der durchschnittliche 6 Jährige. Ich muss mich auch davor hüten jedes Verhalten, das mir irgendwie gegen den Strich geht, auf die Trennung zu schieben: Hey! Kinder haben gute Phasen, Kinder haben schlechte Phasen, egal ob Trennung oder nicht.

Trotzdem habe ich mich irgendwann entschieden, ihn in eine Rainbows-Gruppe zu geben, eine „Spielgruppe“ in der Kinder bei der Verarbeitung von Trennungen unterstützt werden. Und es war eine gute Entscheidung, es macht ihm viel Spaß und auch ich habe von diesen Rainbows-Gruppen profitiert. Die Eltern sind zwar nicht in diesen Gruppen dabei, damit die Kinder, alles was sie bewegt offen aussprechen können, aber man lernt als Eltern doch andere Eltern kennen, die in der gleichen Situation sind. Und das ist irgendwie eine Erleichterung.
Zu wissen, dass man nicht alleine ist, ist immer eine Erleichterung.

Bei Rainbows habe ich L. kennen gelernt. Ich mag L., sie hat auch zwei Söhne von zwei verschiedenen Vätern, so wie ich. Einer ist ein Scheidungskind, der andere nicht, genau wie bei mir. Wenn L. und ich zusammen sind, fragen wir uns oft, was in unseren Kindern vorgeht, Kinder sind so wunderbare Wesen im Großen und Ganzen nehmen sie alles als gegeben hin und versuchen das Beste aus jeder Situation zu machen und so meistern viele der Scheidungskinder die meiste Zeit das Leben so, als ob sie die Trennung ihrer Eltern nie erlebt hätten. Aber Trennungen machen etwas innen drinnen, wie bei uns Eltern ist die Trennungssituation da und alle damit verbundenen Gefühle auch: die Traurigkeit, die Angst, die Unsicherheit, die Wut und die Schuldgefühle.

Sie sitzen tief drinnen. Hin und wieder kommen sie an die Oberfläche,  vielleicht dann, wenn wieder einmal ein „ich zieh aus, ich zieh zum Papa“ durch die Wohnung  gebrüllt wird oder die Bonuseltern ein „du hast mir gar nichts zu sagen!“ aushalten müssen.  Ansonsten geht das Leben ganz normal weiter. So normal, wie es eben ist, wenn man zwei Zuhause hat und plötzlich ein paar Familienmitglieder extra.

Wie man Kindern eine Trennung erklärt: eine Geschichte

L. hat bei einer Beratung den Rat bekommen, sie soll ihrem Sohn doch helfen, indem sie ihm die neue Familiensituation mit Halbgeschwistern und was zwischen Mama und Papa passiert ist, anhand eines Bildes erklärt. Gesagt, getan. Sie schnippelte Fotos von allen Familienmitgliedern aus und klebte Fotos ihres Sohnes, von sich selbst, vom Papa, dem Bonuspapa, den Bonusgeschwistern auf ein Blatt Papier. Und fing an, wie es die Therapeutin ihr erklärt hatte:  „Schau mal Schatz, heute machen wir gemeinsam ein Bild, damit du besser verstehst, warum Mama und Papa nicht mehr zusammen sind“.

Schon beim ersten Blick auf das Bild kämpfte ihr Sohn mit den Tränen.

„Wenn zwei Erwachsene sich sehr verlieben, dann teilen sie gemeinsam ein großes Herz und wenn das Herz sehr groß ist, dann bekommen sie auch manchmal Kinder.  Mama und Papa waren einmal sehr verliebt und deshalb bist du gekommen. Unser wunderbarer Schatz. Mama und Papa haben dich immer unendlich lieb“

Schon kullerten die ersten Tränen bei beiden.

„aber manchmal ist es so, dass das Herz auch wieder kleiner wird. Das kann einfach so passieren und vielleicht verstehst du das erst, wenn du einmal selbst erwachsen bist. Und dann sind Erwachsene nicht mehr so verliebt und können dann auch nicht mehr zusammenleben. Das ist uns passiert. Aber wir werden immer deine Eltern bleiben und haben dich immer unendlich lieb. Wir sind immer für dich da und werden dich nie verlassen.“

L. hatte auch Herzen für das Bild ausgeschnitten und tauschte das große Herz beim Bild vom Papa gegen ein kleines. Dann legte sie das große Herz zum Bild vom Bonuspapa. „Und irgendwann verliebt man sich dann wieder neu.“

Noch bevor sie weitersprechen konnte, brach ihr Sohn bitterlich in Tränen aus:

„Ich will, dass der Papa bei uns wohnt – ich will, dass ER das große Herz hat“

Aus Trauer wurde Wut und ihr Sohn schrie „das große Herz MUSS beim Papa bleiben“

„Wieso kann das Herz nicht beim Papa bleiben?“

Ja wieso?

Wenn wir es nicht verstehen, wie können wir es unseren Kindern erklären? In uns drinnen herrscht nach einer Trennung Chaos. Ein Wirrwarr der Gefühle und genauso sieht es in unseren Kindern aus. Innen Chaos – ein Chaos, das wir nicht sehen können, und manchmal mehr, manchmal weniger spiegelt sich das Innere in einem äußeren Chaos wieder. Bei allen Beteiligten.

„Ich bin auch unendlich traurig, wir sind alle traurig“

Eine Trennung zu überwinden ist nicht einfach, nicht für uns Eltern, nicht für unsere Kinder. Dass sie keine Wunden davon tragen, ist nicht garantiert. Aber wir können ihnen helfen, diesen schwierigen Prozess, der oft Jahre andauert, besser zu überstehen und ihn liebevoll begleiten.

Wie wir unsere Kinder unterstützen können, eine Trennung zu verarbeiten:

  • Reden wir mit unseren Kindern. Entweder sie bekommen es es ohnehin mit und müssen wissen, was los ist oder sie waren oder sind noch sehr klein (wie mein Sohn damals) und haben später viele Fragen. Wir Erwachsenen haben uns vielleicht schon lange vor der Entscheidung mit dem Trennungsgedanken beschäftigen können, die Kinder nicht. Erklären wir es ihnen, sie haben Antworten verdient, auch wenn wir Schuldgefühle unseren Kindern gegenüber haben. Sie wollen erfahren, wie es weiter gehen wird, und wollen auch ihre Wünsche äußern, auch wenn vieles, was sie sich wünschen, leider nicht mehr möglich sein wird (Kinder wünschen sich immer, dass Mama und Papa zusammen sind)
  • Erklären wir unseren Kindern in einfachen Worten, warum wir uns getrennt haben, auch wenn sie nicht alles verstehen. Bedenken wir auch das Alter unserer Kinder. Was kann unser Kind schon verstehen? (räumliches & zeitliches Vorstellungsvermögen, versteht es schon, was Liebe, Partnerschaft etc ist?). Ganz wichtig, nennt nie „Streiten“ als Grund, so bekommen sie Angst vor Auseinandersetzungen, waren sie ja der „Grund“ für die Trennung. Und wenn wir uns ehrlich sind, das Streiten ist ja auch nicht der Grund…sondern etwas, was schon vorher da war.
  • Sagen wir unseren Kindern, dass die Trennung nicht ihre Schuld ist, dass nichts, was sie tun unsere Entscheidung ändern kann.
  • Eine Veränderung nach der anderen. Muten wir unseren Kindern nicht zu viel zu. Wenn die Trennung mit einem Umzug verbunden ist, dann brauchen Kinder besonders viel Zuwendung.
  • Wir als Eltern haben in der Zeit der Trennung und noch lange danach mit unseren Gefühlen zu kämpfen, und auch wenn es nicht einfach ist, wir dürfen das Wohl unserer Kinder nicht aus den Augen verlieren. Das bedeutet: Streiten wir nicht vor unseren Kindern, denn diese negativen Gefühle erleben die Kinder selbst als Ablehnung. Versuchen wir den anderen Elternteil nicht vor den Kindern schlecht zu machen, die Kinder „auf unsere Seite“ zu ziehen, verwenden wir unsere Kinder nicht als Druckmittel und stellen sie nicht vor die Entscheidung „Mama oder Papa“, benutzen wir sie nicht als Spione, als Boten oder Partnerersatz, verwöhnen wir unsere Kindern nicht, aus reinen Schuldgefühlen.
  • Vermitteln wir unseren Kindern trotz allem eine optimistische Einstellung, geben wir ihnen Hoffnung und Zuversicht, dass wir gemeinsam diese schwierige Situation der Trennung oder Scheidung meistern werden. Zeigen wir ihnen, auch wenn die Liebe zwischen den Eltern endet, dass die Liebe zwischen Eltern und Kindern nie enden wird.
  • Haben wir Geduld mit uns selbst und unseren Kindern. Manchmal werden uns unsere Kinder ablehnen, lieber beim anderen Elternteil sein, grantig oder agressiv zu unseren neuen PartnerInnen sein oder sich nicht melden, wenn sie woanders schlafen. Versuchen wir das zu akzeptieren, wenn sie nach „Wechseln“ besonders anstrengend sind, es ist nicht leicht und kann noch lange schwierig bleiben. Versuchen wir an unseren Gefühlen zu arbeiten und unseren Kindern zu helfen, wie sie mit ihren besser umgehen können.

Werden die Kinder ihr Leben lang unter den Folgen der Scheidung leiden?

Auch ich stelle mir immer wieder diese Frage. Und jedes mal, wenn ich wieder darüber nachdenke, erinnere ich mich an einen Satz von Remo Largo aus dem Ratgeber „Glückliche Scheidungskinder“:

„Trennung und Scheidung sind für die Eltern sehr schmerzhafte Erfahrungen. Aber für das Kind muss eine Trennung keine unvermeidliche Katastrophe sein. Im besten Fall wird das Kind in seinem Wohlbefinden überhaupt nicht beeinträchtigt. Es erlebt eine Trennung nur dann als negativ, wenn es nicht mehr ausreichend betreut wird, seine Grundbedürfnisse nicht mehr wie bisher befriedigt werden, oder das Kind unter den negativen Gefühlen zwischen Eltern leidet.“

Es ist und bleibt schwierig, aber es geht.

Und das gibt Hoffnung.
Alles Liebe,

Birgit

Quellen:

Rainbowsmaterialien: „Apelle von Kindern an ihre Eltern“,
Remo Largo, Monika Czernin, Glückliche Scheidungskinder
Jesper Juul, Aus Stiefeltern werden Bonuseltern

Foto von freestocks.org

Für später pinnen:

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14 Comments

  • Reply Jeannine 02/20/2017 at 19:37

    Du hast mich sehr berührt, Birgit. Danke für diesen wundervollen Artikel, er hat gefehlt!

    • Reply Birgit 02/20/2017 at 20:04

      Mahhh danke dir du liebe. Ein so schöner Kommentar von dir <3

  • Reply Top of the Week KW 7 – D-Day mal anders 02/21/2017 at 20:45

    […] von Fräulein im Glück schrieb über Scheidungskinder und wie man ihnen helfen kann: „Ich habe ein Scheidungskind. Mein älterer Sohn lebt nicht […]

  • Reply Ulli 02/23/2017 at 19:14

    Toller Artikel!! Ich bin selbst ein Scheidungskind, ich war nicht ganz 6 und mein Bruder 3. Meinen Papa haben wir alle 14 Tage am Wochenende gesehen, und es gab leider oft Streit und vieles ist nicht ideal gelaufen – zB mussten wir immer „stille Post“ spielen für die Eltern, „sag der Mama das“, „sag dem Papa dies“ und Papa hat uns genau bis zum Lift gebracht und nicht weiter… und ja, was soll ich sagen, sicher haben wir unsere Macken, gar nicht so wenige :-p aber wir sind beide sehr harmoniebedürftige Menschen geworden. Ich bin in meiner Beziehung glücklich seit fast 16 Jahren (aaaah), ich denke ich hab auch viel gelernt, aus der Situation meiner Eltern. Es war sicher nicht immer einfach, auch mit wechselnden Freundinnen meines Papas etc., aber weißt du, jeder hat seine Geschichte, und ich kenn mittlerweile einige aus superintakten Familien, wo ich mich als Kind immer hingewünscht hab, die ihr Leben weit schlechter auf die Reihe bekommen als ich!
    Du machst das ganz toll mit deinen zweien, ich finds super, dass es so Gruppen gibt etc. und du dir so viel Gedanken machst!! lg Ulli

    • Reply Birgit 02/24/2017 at 21:01

      Liebe Ulli,

      vielen Dank! Das ist ein super schöner und auch tröstlicher Kommentar 🙂 Ich hoffe mein Sohn wird es auch mal so „positiv“ sehen, wie du heute, auch wenn es jetzt nicht einfach ist.

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply sonja 02/24/2017 at 11:41

    hy 🙂 … ich wollte auch das remo-largo-buch empfehlen, aber dann tauchte es eh in deinem text auf … (danke für deine text!) … ich bin gegen eine „ewige selbstzerfleischung rund um schuldgefühle und zukunft der kinder“ … klar werden sie mit störungen aus ihrer kindheit durchs leben gehen, das ist normal – abr wenn wir uns im heute bemühen, und MIT UNS SELBST und unseren kindern offen und reflektiert leben – dann wird da nichts dramatisches bei ihnen hängenbleiben … für mich ist haim omer sehr wichtig (v. a. „aufschub“ und „machtverzicht“ hat mir – alleinerziehende mama einer neunjährigen tochter – enorm geholfen), und jetzt ist gerade thomas gordons „familienkonferenz“ eine grossartiges, rettendes buch … es hat in den letzten monaten viel verändert bei uns, und die neue haltung, dass es „quasi keinen chef gibt“, und dass es dementsprechend in der pubertätszeit auch keine rebellion gegen einen solchen geben muss, ist sehr stimmig für mich … auserdem hilft mir noch das für mich neue wissen vom konstruktivismus sehr … ganz liebe sonjagrüsse! NS: ich schick dir da via mail noch was dazu

    • Reply Birgit 02/24/2017 at 21:03

      Liebe Sonja,

      danke für deinen ausführlichen Kommentar und auch die Empfehlungen. Die „Familienkonferenz“ steht eh schon lange auf meiner Liste. Und ich würde mich auf ein Mail von dir sehr freuen: fraeuleinimglueck ät gmail.com

      Danke 🙂

      Liebe Grüße,

      Birgit

      • Reply sonja 02/25/2017 at 19:46

        emailfürdich 🙂

  • Reply sonja 02/24/2017 at 11:57

    nochmal NS:
    hab keine emailadresse gefunden …
    aber ein fertiges email würd auf dich warten … 😉

  • Reply Einer schreit immer 02/27/2017 at 18:45

    Ach Schnuppi! Was ich an der ganzen Sache nicht verstehe ist: Wie kann man sich nur freiwilllig von dir trennen? Wenn sogar ich dich vom Fleck weg heiraten würde?? Ihr habt das jedenfalls bestimmt best-möglich gelöst.
    KUSS

  • Reply The Gunzlinger Mum 02/27/2017 at 21:02

    Hallo Birgit,
    durch „einer schreit immer“ bin ich durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und hatte ganz schnell Tränen in den Augen. Als ich ein Kleinkind war haben sich meine Eltern scheiden lassen. Leider gab es zahlreiche Gründe wieso ich meinen Vater damals nicht regelmäßig sehen konnte/durfte und das nagt bis heute an mir. Ich hab zwar vor einem Jahr aus freien Stücken ganz mit ihm gebrochen, aber an dieses vermissen kann ich mich heute noch gut erinnern.
    Letztes Jahr trennten sich mein noch Mann und ich uns dann auch, es sind einfach Dinge passiert die man nicht mehr gerade biegen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war unser Krümelmonster gerade mal zwei Jahre alt. Vor einem Monat zog er dann endlich aus und wir lebten bis dahin noch einige Monate zusammen. Dank großer Wohnung in getrennten Zimmern, aber leicht war das für keinen. Seit er ganz weg ist und sie nur noch alle zwei Wochen bei ihrem Papa ist, hat sie sich verändert, hat Probleme mit dem schlafen und fragt sehr sehr oft, wo denn der Papa ist. Manchmal musste sie dann sogar weinen. Es ist nicht leicht, für uns alle nicht, aber wir geben unser bestes.
    Ich fand deinen Artikel sehr schön und möchte dir dafür danken. Ich hoffe dass wir das in Zukunft auch weiterhin freundschaftlich lösen und sie sich nie so fühlen muss wie ich, als meine Eltern sich trennten.
    Ich wünsche dir, deinem Sohn und allen Beteiligten nur das Beste und dass dein Sohn das alles gut verarbeitet.
    Ganz liebe Grüße von Marika, The Gunzlinger Mum

  • Reply papillionis 02/28/2017 at 16:40

    Eine Trennung oder Scheidung ist für alle Beteiligten schwierig. Das erlebe ich täglich hautnah in meinem Beruf. Es komt vor, dass Kinder nach dem Wochenende weinen und sich den „alten“ Zustand zurückwünschen. Vielen Dank für das Ansprechen des Themas!

    LG
    papillionis

  • Reply Ex-Studentin 03/19/2017 at 11:12

    Die Erklärung mit dem Herzen ist selbst für Erwachsene gut. Ich stelle mir die Trennung für kleine Kinder sehr schwer vor. Man muss als Kind alt genug sein, um zu begreifen, dass Eltern nicht immer so stark sind wie sie wirken. Wenn die Mama weint oder sich die Eltern oft streiten, bekommt man das als Kind mit und versteht vielleicht auch eher, dass Mama und Papa nicht so glücklich miteinander sind. In meinem Freundeskreis gab es einige Scheidungskinder. Am besten haben es die verkraftet, wo die Eltern noch miteinander geredet haben und nahe beieinander wohnten (sodass die Kinder jederzeit zu Papa konnten, auch unter der Woche). Ich gestehe, dass ich zu wenig Erfahrung mit Trennungen habe, um verstehen zu können, warum man den Kindern zuliebe nicht normal miteinander reden kann. Nicht nur das Kind hat ein Trauma von der Trennung, sondern auch man selbst als Partner, wenn man die ganzen gemeinsamen Jahre plötzlich verteufelt (aus der doch auch tolle Kinder und Erlebnisse entstanden sind).

  • Reply Jetzt, und jetzt, und jetzt, jeden Augenblick - Fräulein im Glück 04/11/2017 at 08:00

    […] ist nicht immer leicht, auch das Patchworkfamilienleben ist nicht immer leicht. Oft wünschen wir uns als Eltern, dass es leichter wäre, dass unsere […]

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