Familie

Gemüsebrühe ohne Salz, Zucker und Geschmacksverstärker (im Vergleich)

03/13/2017

Gemüsebrühe ohne Salz, Zucker und Geschmacksverstärker im Vergleich plus Rezept - Fräulein im Glück - der nachhaltige Mamablog

Im Moment vergeht kein Tag an dem ich nicht zumindest einmal eine Suppe esse und die Basis ist fast immer Gemüsebrühe. Und überhaupt: keine „Zutat“ kommt öfter in meinen Rezepten vor. Soßen, Suppen, Eintöpfe überall wird Gemüsebrühe gebraucht. Ich bin mit den Glutamat – Suppenwürfeln aufgewachsen, etwas anderes kannte ich nicht. Auch wenn Glutamat nicht so gefährlich wie sein Ruf sein soll, so finde ich es unnötig, jedes Essen dadurch geschmacklich total zu vereinheitlichen. Ich machte mich also auf die Suche nach einer Fertiggemüsebrühe, die ohne Geschmacksverstärker auskommt. Das war gar nicht so einfach, wird ja statt Glutamat meistens Hefe als „natürlicher“ Geschmacksverstärker verwendet. Irgendwann kam ich dann auf die Gemüsebrühe von Alnatura, die hefefrei ist. Erst als ich mich mit dem Thema zuckerfrei mehr beschäftigte, las ich die Zutatenliste genauer und stellte fest, dass Glukosesirup, eine Zuckerart, in meiner neuen Lieblingsbrühe enthalten war, außerdem stand als erste Zutat ganz oben „Meersalz“. Die Zutatenlisten sind ja so angeordnet, dass jene Zutat, die mengenmäßig am stärksten vertreten ist, als Erstes aufscheint. Und wir nehmen ja ohnehin viel zu viel Zucker und auch Salz zu uns, soviel, dass es sogar schon Werbekampagnen des Bundesministeriums für Gesundheit gibt, die fordern, den Salzgehalt z.B. in Brot und Gebäck zu reduzieren.
Ich habe mich also wieder auf die Suche nach einer neuen Gemüsebrühe gemacht, diesmal frei von Geschmacksverstärkern, Zusatzstoffen, Zucker und Salz. Und weil es auch manchmal schnell gehen muss, wollte ich auch andere Alternativen, als nur selbst kochen.

Gemüsebrühe ohne Geschmacksverstärker, Zusatzstoffe, Salz und Zucker

Ich habe also drei Alternativen getestet:

FreshBaby Green Magic Suppengewürz

Die salzfreie Gemüsebrühe von Freshbaby ist eigentlich eine Gewürzmischung aus Karotten, Liebstöckel, Petersilienwurzel, Selleriewurzel, Lauch, Petersilienblätter, Sellerieblätter, Schabziegerklee & Kurkuma und in dieser Verpackungsgröße ist sie auch erhältlich (80g). Das ist aber auch schon das einzige Manko, denn ich habe einen hohen Gemüsebrühenverbrauch und die Packung war deshalb sehr schnell leer, auch wenn man dank des intensiven Geschmacks ohnehin nur wenig braucht. Außerdem hat die „Brühe“ auch einen sehr speziellen Geschmack, der wahrscheinlich vom einen oder anderen Gewürz kommt (ich kann es leider nicht herausschmecken), die Suppen erhalten dadurch auf jeden Fall eine neue Note im Gegensatz zum „Suppenwürfeleinheitsgeschmack“, nur mein älterer Sohn war davon nicht zu überzeugen, denn der mag ja Neuerungen gar nicht. Allen anderen hat’s gut geschmeckt.

Suppito Gemüsepulver

Von Suppito gibt es ein Gemüsepulver, das ich als Ersatz für die fertige Gemüsebrühe einsetze. Zutaten: Pastinaken, Zwiebel, Sellerie, Kürbis, Karotten und Zucchini. Erhältlich in einem 250g Glas. Da es wirklich ein Gemüsepulver ist ohne Gewürze fällt natürlich der Geschmack sehr milde aus. Ist aber eine gute Basis für meine Suppen, die dann natürlich von mir noch kräftig gewürzt werden und eigentlich meine „Standardfertiggemüsebrühe“.

Hausgemachte Zerowaste-Gemüsebrühe

Immer wenn es irgendwie geht, stelle ich selbst salzfreie Gemüsebrühe her. Das ist natürlich nicht sehr platzsparend, denn ich fülle sie danach in Gläser ab, die im Eiskasten gelagert werden, aber ich kann dafür einfach Gemüse nehmen, das gerade da ist oder sogar nur Gemüsereste wie Stängel, Blätter oder Schalen.

Zutaten (diese verwende ich immer):
1 Zwiebel mit Schale vorher gebräunt
1 EL getrockneten Liebstöckel
2 Lorbeerblätter
1/2 TL Pfefferkörner
1/2 TL Kümmel
2-3 Scheiben Ingwer (wer für ganz kleine Kinder kocht, weniger Pfeffer und Ingwer verwenden)
2-3 in Stücke geschnittene Karotten
ein paar Stängel Petersilie

weitere Zutaten (variabel):
Die restlichen Zutaten variieren je nachdem, was an Gemüseresten da ist:

Zum Beispiel: Das Ende einer Lauchstange, Petersilienwurzeln, Pastinaken, Sellerie (Knolle oder Stange), diverse Rüben oder auch nur die Schalen, Champignons, Karottengrün sogar die eine oder andere Tomate schmeiß ich dazu, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich setzte je nach Menge der Zutaten dann 2 bis 4 Liter Wasser auf und koche das Gemüse mindestens eine halbe bis eine Stunde (probiere dazwischen, wie der Geschmack so ist).

Danach seihe ich die Suppe ab und gieße sie noch heiß in Flaschen, verschließe sie mit einem Deckel und kühle sie im Wasserbad ab. Gekühlt und ungeöffnet sind die Suppenflaschen bis zu 6 Wochen haltbar.

Gemüsebrühe ohne Salz, Zucker und Geschmacksverstärker im Vergleich plus Rezept - Fräulein im Glück - der nachhaltige Mamablog

So habe ich für einige Zeit wieder etwas Gemüsebrühe parat und meine Reste auch gleich verbraucht.

Welche Alternativen zum herkömmlichen Suppenwürfel hast du? Ich freue mich immer über Tipps.

Liebe Grüße,

Birgit

Fotos: Fräulein im Glück

Gemüsebrühe ohne Salz, Zucker und Geschmacksverstärker im Vergleich plus Rezept - Fräulein im Glück - der nachhaltige Mamablog

6 Comments

  • Reply Katjuschka 03/13/2017 at 16:38

    Vielen Dank für die Anregungen. Vor Jahren hatte ich mir dieses Rezept mit getrocknetem Gemüse mal gebookmarkt, aber noch nicht ausprobiert:-). Vielleicht ist das noch was für dich.

    https://langsamerleben.wordpress.com/2014/01/02/gekornte-gemusebruhe-selber-machen/

    • Reply Birgit 03/20/2017 at 12:56

      Liebe Katjuschka,

      vielen Dank für den Tipp!

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply sonja 03/13/2017 at 19:14

    hallo mal wieder 🙂 … ja danke für den beitrag/hinweis (auch an katjuschka) … ich befinde mich im stadium von bio-suppenpilver (ist aber halt hefe drin) … hab mich aber noch nicht mit hefe beschäftigt, obwohl ich mitbekommen hab, dass das auch nicht ideal ist … aber was spricht eigentlich gegen hefe? … hab da auch ein rezept in einem buch für trocken-suppengewürz selbst gemacht … walter winter „malerei-grafik-kulinarium“
    selbstgemachtes brühpulver:
    65 g knollensellerie, 85 g karotten, 150 g paradeiser, 10 g petersilie, 140 g zwiebel, 25 g lauch, 60 g grobes meersalz
    backofen auf 75 grad vorheizen – zutaten reinigen, kleinschneiden, pürieren/mixen – masse in einer auflaufform oder ähnlichem verteilen und über nacht im vorgeheizten ofen trocknen lassen – brühpulver nochmal fein mixen – im schraubglas mehrere wochen aufbewahrbar – (anmerkung: ich glaub, für die aufbewahrung/konservierung braucht es das salz!?) – ist ideal zum würzen, aber nicht geeignet als „klare suppe“ – dosierung: 1 gestrichener teelöffel auf 200 ml wasser
    liebe grüsse, s.

    • Reply Birgit 03/20/2017 at 13:01

      Liebe Sonja,

      hallo 🙂 ich freu mich, wenn du kommentierst! Zu Hefe: also ich glaube nicht, dass es super ungesund ist, ich meine es ist ja irgendwie noch „natürlich“ wenn auch industriell verändert. Was ich problematisch finde, ist dass unsere Geschmacksnerven halt schon so getrimmt sind auf Zusatzstoffe, da schmeckt es süßer, dort würziger, es dauert ewig lang bis der Körper wieder normal kalibriert ist und deshalb versuche ich jegliche Geschmacksverstärker zu vermeiden, auch wenn sie natürlichen Ursprungs sind 🙂
      Und vielen Dank für das tolle Rezept!! DAs werde ich sicher ausprobieren!

      Liebe Grüße,
      Birgit

  • Reply Maria Widerstand 03/17/2017 at 15:35

    Hallo Birgit!

    Mein Rezept ist mit Salz, das gleichzeitig auch Konservierungsmittel ist.

    https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2014/02/22/selbst-gemacht-statt-selbst-gekauft-suppengewurz/

    lg
    Maria

    • Reply Birgit 03/20/2017 at 13:03

      Liebe Maria,

      vielen Dank für das Rezept!

      Liebe Grüße,
      Birgit

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