Achtsamkeit

Kindermassage: 5 einfache Handgriffe für Eltern und Kinder – fördert Entspannung & eine bessere Körperwahrnehmung

02/05/2018

Kindermassage: 5 einfache Handgriffe für Eltern und Kinder, fördert Entspannung & eine bessere Körperwahrnehmung - Achtsamkeit mit Kindern - Fräulein im Glück der nachhaltige Mamablog - Übungen für zu Hause, Kindergarten und Schule

Im Restaurant wünschen wir uns, dass unsere Kinder still sitzen, in der Schule sollen sie brav lernen, im Kindergarten aufmerksam zuhören, respektvoll mit anderen umgehen, viele Freundschaften schließen und bitte, bitte, möglichst keine Wutanfälle in der Öffentlichkeit bekommen.

Aber was ist das genau, was wir von unseren Kindern da “verlangen”?

All diese Dinge, sind keine Selbstverständlichkeit. Um diese „alltäglichen“ Fähigkeiten zu beherrschen, müssen Kinder (wie Erwachsene) gut mit ihren Gefühlen umgehen können. Sie müssen ihre Gefühle und die anderer erkennen können und auch handhaben können. Diese „Emotionale Intelligenz“ ist die Grundlage aller sozialen und „akademischen“ Fähigkeiten, aller (Fach-)Kompetenzen, die wir uns von unseren Kindern und für unsere Kinder wünschen.

Und nicht nur das, mit den eigenen Gefühlen sicher und gut umzugehen, macht unsere Kinder auch fit für die Höhen und Tiefen des Lebens.

Die eigenen Gefühle zu verstehen, macht Kinder stark

Damit ich Gefühle verstehen, ausdrücken und in schwierigen Situationen gut mit ihnen umgehen kann, muss ich meine Gefühle erst einmal erkennen.

Nicht selten ist das für uns Erwachsene noch sehr schwierig. Wir haben es nicht gelernt, vor allem unangenehme Gefühle wie Wut (anzu-)erkennen, zu integrieren und akzeptieren. Oft beachten wir nicht einmal, dass unsere Gefühle auch alle irgendwo in unserem Körper sitzen. Nehmen wir das Beispiel der Traurigkeit, bei jedem sitzt sie vielleicht woanders, bei manchen schnürt sich der Hals zu, bei anderen zieht sie im Bauch, aber immer sitzt die Traurigkeit an einem Punkt in unserem Körper. Das zu erkennen, ist ein erster Schritt sich seiner Gefühle bewusst zu werden.

Gefühle erkennen und verstehen gemeinsam mit den Kindern üben

Ein erster Anfang mit Kindern dieses „Gefühle erkennen und verstehen“ zu üben ist es, den Körper kennen zu lernen und zu lernen ihn besser wahrzunehmen.

Das lernen Kinder auf unzählige verschiedene Arten, eine davon, die wir auch unterstützen können und bei der vor allem drinnen etwas Ruhe einkehrt, ist eine Eltern-Kind oder Kindermassage. Sie ist außerdem eine schöne gemeinsame Erfahrung für Eltern und Kinder und macht einfach Spaß. Mit einfachen Handgriffen, können Eltern Kinder massieren, Kinder Kinder oder Kinder die Eltern.

Gemeinsame Massageübungen – stärkt die Körperwahrnehmung und Sozialkompetenz

Die Massagegriffe hat uns mein jüngster Sohn aus dem Kindergarten mitgebracht und uns gezeigt. Ich freue mich immer, wenn er uns erzählt, was sie alles im Kindergarten gemacht haben, die Pädagoginnen sind erfahrene Montessoripädagoginnen und bringen auch viele Elemente aus der Motopädagogik in den Kinderalltag mit ein und ich versuche sie dann Zuhause in unseren Alltag zu integrieren, eben besonders dann, wenn die Kinder davon so begeistert sind, dass sie sie auch Daheim umsetzen wollen. (habe ich schon gesagt, dass ich unseren Kindergarten liebe?)

Vorbereitung – Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung

Da meine Kinder immer sehr energiegeladen sind, versuche ich vor der Kindermassage immer ein bisschen entspannte Stimmung zu machen. Wir kuscheln uns zum Beispiel aufs Bett und ich übe dann gerne mit meinen Kindern den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung im Körper. Um ihnen bewusst zu machen, dass man sich in stressigen Situationen oder bei negativen Gefühlen oft auch sehr anspannt und das meistens gar nicht einmal so richtig bemerkt.

Ich bitte also meine Kinder ihre Arme und Beine ganz steif wegzustrecken und die Fäuste zu ballen und kurz angespannt zu bleiben. Danach bitte ich sie einmal tief Luft zu holen und ganz plötzlich alles “schlabbrig” fallen zu lassen und ganz locker und weich zu werden. Das machen wir zwei oder drei mal und dann frage ich sie, ob sie einen Unterschied merken. Und wie sich das erste, die Anspannung anfühlt und das zweite, die Entspannung.

Kindermassage – 5 einfache Handgriffe für mehr Entspannung & Körperwahrnehmung

Und dann geht’s zur Massage: Mit den Handgriffen, die ihr im Video seht (Schnecke, Ball, Krabbelkäfer, Grashüpfer & Hand auflegen), massiere zuerst ich meine beiden Jungs im Liegen am Rücken. Damit sie auch wirklich entspannt bleiben und nicht total „aufdrehen“ vor lauter Spaß, bitte ich sie ganz „weich“ zu werden und genau hinzufühlen, welchen Handgriff ich gerade mache und wie er sich anfühlt. Den Großen bitte ich zusätzlich noch zu sagen, wo er die Hand gerade spürt (am Schulterblatt, bei der Nieren, eher nahe an der Wirbelsäule oder weiter weg). Beim Kleinen sage ich es dazu und dann welchseln wir uns ab, die Kinder massieren sich gegenseitig und ich bin auch dran. Am Schluss sagt jeder, was ihm ganz besonders gut gefallen hat oder was vielleicht nicht so.

Es ist für alle eine schöne Erfahrung.

Probiert es doch zu Hause aus, ich denke ab 3 Jahren bis 99 werden alle gefallen daran finden.

Alles Liebe,

Birgit

PS:

Im Kindergarten haben sie die Massage in Form einer „Massagestraße“ gemacht, ein Kind liegt am Rollbrett und wird entlang der Reihe von den Kindern massiert.

Für später pinnen:

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