Achtsamkeit

Wenn mir die Weisheiten ausgehen

10/22/2014

JakeGivens/unsplah

Wenn jemand stirbt, dann ist das schon ein einschneidendes Erlebnis.

Einfach weg.

Gestern noch da, heute weg.

Das muss man mal begreifen.

Vor einiger Zeit ist ein Freund von mir gestorben, das hat die ganze Familie bewegt. Sogar das Glückskind. Beim Dinospielen hat er ganz unvermittelt gefragt:

Sterben Menschen auch?

Ja, sie sterben auch. Aber erst wenn sie sehr alt sind, hab ich zu ihm gesagt.

Und nur, wenn sie einen ganz dicken Bauch haben, hat er gesagt.

Die Wahrheit ist aber, dass Menschen auch jung sterben können, zu jung, und auch wenn sie keinen Bauch haben. Menschen, die eigentlich erst sterben sollten, wenn sie ganz alt sind.

Das hab ich aber für mich behalten, denn dann bekomme ich irgendwie Panik:

Lebe ich wirklich jeden Tag, als wäre es mein Letzter?

Nein.

Würde ich mich an mein Leben klammern?

Ja.

Gibt es bei diesem Beitrag ein Happy End, eine Pointe, einen Ablacher?

Diesmal leider nicht.

Es bleibt nur die Hoffnung, dass im Leben alles einen Sinn hat.

Es muss ihn geben, den großen Plan und wir sind ein klitzekleiner Teil davon.

Alles Liebe,

Birgit aka Fräulein im Glück

PS: Ich habe bei Lieblingsgören einen Gastbeitrag zum Thema wie erklärt man einem Kind den Tod geschrieben: „Was ist das?“ fragt der Frosch.

 

Fotocredit: JakeGivens/unsplash

2 Comments

  • Reply Sonja 10/22/2014 at 17:14

    Ich glaube, ich fühle mich bei diesem Thema etwas bevorzugt. Unsere Große wurde mit dem Thema Tod konfrontiert als ihre Schwester krank zur Welt kam und mit vier Monaten gestorben ist. Wir haben ihr immer das gesagt, was gerade passierte, dass wir traurig sind, dass nicht jeder Körper für ein Leben auf dieser Welt geschaffen ist bzw. zu krank ist, um hier zu leben, dass ihre Schwester nun bei Gott ist und er nun auf sie aufpasst. Für unsere Große ist es das Natürlichste auf der Welt und sie erzählt ab und zu davon – für manche, die das nicht wissen, ist es etwas verwunderlich, wie offen und fröhlich sie mit dem Thema umgeht. Während der Schwangerschaft haben wir Bücher über „Geschwisterchen“ gelesen und das Froschbuch von der gestorbenen Amsel. Ich habe verschiedene Bücher zum Thema Tod angeschaut und die meisten waren mir zu abgehoben und philosophisch, ich brauchte etwas handfestes. Für uns war es perfekt.
    Liebe Grüße, Sonja

  • Reply Fräulein im Glück 10/23/2014 at 10:36

    Liebe Sonja,

    Ich selbst habe vor dem Thema Tod großen Respekt bzw. auch Angst, bin eine gute Verdrängerin, wie wahrscheinlich die meisten, schließlich verhalten wir uns fast immer, als würden wir ewig leben.
    Ich habe aber deine Geschichte schon vor einiger Zeit gelesen und war damals total berührt und auch überrascht wie positiv man mit einem schweren Schicksalsschlag wie eurem umgehen kann, wundert mich also nicht, dass deine Tochter diese Einstellung hat. Das ist sicher etwas, das sie für ihr ganzes Leben gut brauchen wird können.
    Ich habe mich unter anderem auch für das Froschbuch entschieden weil du es auch schon einmal auf deinem Blog erwähnt hattest und es ist wirklich schwierig da die richtige Wahl zu treffen.

    Alles liebe für dich und deine Familie,

    Birgit

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