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Weniger verschwenden, mehr genießen: Tipps für bewusstes Essen

06/05/2013
(c)captain.orange

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Heute ist Weltumwelttag. Das Thema im heurigen Jahr: „Think. Eat. Save“. Wir sollten wieder bewusster mit unserer Nahrung umgehen, weniger verschwenden. Ich habe dafür Tipps aus meinem Selbstversuch zusammengestellt.

Wertschätzen statt wegwerfen

In einem Furche-Artikel stand neulich, dass heute die Konsumenten viel weniger für ihr Essen ausgeben als früher. So gehen wir auch mit dem Essen um, es ist nichts mehr Wert, jährlich landen in Österreich 157.000 Tonnen Lebensmittel im Müll.

Ich habe einige Anti-Verschwendungstipps gesammelt und sie natürlich gleich selbst ausprobiert.

Wieder bewusst und genussvoll Essen & vielleicht sogar Geld sparen- Tipps vom Fräulein.

1) Planen, planen und nochmals planen

Ich bin ja eher der chaotische Typ, aber in letzter Zeit versuche ich wirklich konsequent zu planen, was ich esse und dann auch nicht mehr zu kaufen. Von Sonderangeboten halte ich Abstand, die verleiten nur und man benötigt es nicht wirklich. Wenn ich noch etwas im Kühlschrank habe – auch wenn mich das Gefühl beschleicht, das könnte nicht reichen – versuche ich zuerst alles zu verbrauchen, bevor ich wieder einkaufen gehe.

2) Regional und frisch einkaufen

Ich kaufe das Gemüse auf Märkten und alle zwei Wochen bekomme ich ein Bio-Kisterl zu geschickt. Ich versuche auf Qualität zu achten, auf (so weit überprüfbar artgerechte Tierhaltung bei tierischen Produkten) dafür fahre ich auch gern mal weiter (mit den Öffis versteht sich), meistens findet man diese Dinge nicht im normalen Supermarkt.

3) Glaube niemals dem Ablaufdatum

Wer braucht das Ablaufdatum? Eine einfache Regel: Sieht es gut aus, riecht es gut und schmeckt es gut, dann ist es gut!

4) Grow it yourself – wie wertvoll ist mein Essen?

Wer denkt schon daran, wie viel Zeit und Arbeit hinter einer Erdbeere steckt? Wieder mehr Bezug zum Essen herstellen, will das Fräulein. Wie gelingt das? Selbst produzieren. Da ich da weder Erfahrung habe, noch besonderes Talent, scheitere ich schon an den einfachen Dingen: Von meinen Kräutern sprießt derzeit eigentlich nur der Basilikum auf der Fensterbank.

Basilikum wächst, Schnittlauch ist leider nicht aufgetaucht und Petersilie - naja, aber ein Anfang.

Basilikum wächst, Schnittlauch ist leider nicht aufgetaucht und Petersilie – naja, aber ein Anfang.

Aber es warten noch einige Pflanzen auf ihren Platz im Gemüsebeet (was ich zugegeben noch anlegen muss) und so schnell gibt das Fräulein nicht auf.

5) Jedes Essen zu einem Fest machen

Zu guter Letzt versuche ich Essen frisch, genussvoll und in Gemeinschaft zuzubereiten (wenn es die Zeit erlaubt). Glückspilz Junior ist beispielsweise begeisterter Gugelhupf-Bäcker. Mit 2,5 Jahren ist er mir wirklich eine große Hilfe, besonders dabei, die Küche komplett zu verunstalten.

Habt ihr noch Tipps wie man besser mit seinem Essen umgehen kann?

Links zum Thema

Der Weltumwelttag

Die Umweltberatung

Essen und die Umwelt schonen

Und eine App gibt es auch http://www.zugutfuerdietonne.de/

3 Comments

  • Reply Einfach bewusst 07/28/2014 at 07:44

    Hallo Birgit,

    bin gerade durch Zufall auf Deinen Blog gestoßen. Gefällt mir gut, da Du sehr ansprechend über Themen schreibst, mit denen ich mich auch beschäftige. Bist schon in meinem Feedreader 😉

    Habe noch eine Ergänzung zu diesem Artikel:

    6. Möglichst oft rein pflanzlich kochen. Tierliche Produkte verursachen extrem hohe CO2-Emissionen (auch Bio- oder Fleisch aus sogenannter artgerechter Haltung schneiden da nicht besser ab). Ein Kilogramm Kartoffeln verursachen zum Beispiel 200 g CO2-Emissionen, ein Kilogramm Rindfleisch hingegen 6430 g CO2-Emissionen und ein Kilogramm Käse gar 8340 g CO2-Emissionen.

    Viele Grüße aus Franken

    Christof

    • Reply Fräulein im Glück 07/30/2014 at 18:33

      Lieber Christof,
      danke für das Kompliment. Ich verfolge deinen Blog ja schon länger und du gibst da ja immer sehr nützliche Tipps.
      Danke auch für die Ergänzung!
      Liebe Grüße,
      Birgit (das Fräulein)

  • Reply 12 Bücher in 12 Monaten: Der Selbstversorger {Buchempfehlung} - Fräulein im Glück 01/07/2016 at 15:36

    […] das Buch „Der Selbstversorger“ von Wolf-Dieter Storl (Gräfe und Unzer) besorgt. Zur kompletten Selbstversorgung reicht meine Motivation dann auch nicht, da gibt es andere, aber vielleicht hilft es mir ja, in […]

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