Minimalismus

Soll ich dieses Buch behalten? – 6 Ideen, die das Bücherausmisten erleichtern

05/04/2017

Soll ich dieses Buch behalten? 6 Ideen, die das Bücherausmisten erleichtern - Fräulein im Glück - der nachhaltige Mamablog

Wir nähern uns langsam dem Ende der #wirmisten-Challenge und es gibt immer noch ein paar ganz große Brocken, zum Beispiel das Bücherregal.

Ich gehöre zu den Menschen, die sich den Himmel als eine Bibliothek vorstellen. Was für andere der Porsche ist, sind für mich meine Bücher. Ich schildere nur ein paar meiner Verhaltensweisen und Verknüpfungen im Bezug auf den Bücherbesitz.

  • Bücher kann man nie genug haben
  • Bücher machen schlau
  • Viele Bücher sind ein Zeichen von Intelligenz

Ergo viele Bücher zu besitzen ist gut.

Viele Bücher wirklich notwendig?

Nachdem ich schon vor einigen Jahren Karen Kingstons „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ gelesen hatte, kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass Bücher zu horten vielleicht nicht nur ein Zeichen von Intelligenz ist, sondern einfach ein Zeichen, dass man gerne Geld für etwas ausgibt, das man genauso gut einfach ausborgen könnte. Karen Kingston schreibt in dem Buch außerdem einen ganz interessanten Gedanken auf 

„Ihre Bücher symbolisieren Ihre Ideen und Überzeugungen, und wenn zu viele von Ihnen zu Hause im Bücherregal stehen, erstarren Sie in ihren alten Denkmustern“ 

Eigentlich eh logisch, wir entwickeln uns weiter, lassen alte Vorstellungen los, neue kommen dazu, wieso nicht auch die Bibliothek weiterentwickeln?

Trotzdem für mich war der Gedanke lange Zeit erträglicher ein Bücherregal zu kaufen, als ein Buch wegzugeben.

6 Ideen, die das Bücherausmisten erleichtern

Es hat also einige Schritte gegeben, durch die ich mich langsam mit den Gedanken angefreundet habe, dass eine kleinere Bibliothek zu haben, auch in Ordnung ist:

  1. nicht noch mehr Bücher anhäufen
    Ein Buch zu kaufen ist eigentlich ein finanzieller Wahnsinn, erwische ich nicht eine besondere Ausgabe, haben Bücher einen echt miserablen Wiederverkaufswert. Besonders die „Bestseller“, anscheinend werden von denen so viele verkauft, dass sie nicht mal mehr über diverse Verkaufplattformen wie momox weggehen.
  2. Lieber borgen statt kaufen


    Die Bibliothek ist eine tolle Erfindung. Es gibt kaum ein Buch, das die Bücherei nicht hat und wenn es doch einmal der Fall ist, dann kann ich zumindest bei unserer Bücherei in Wien einen Kauf vorschlagen, der fast immer auch getätigt wird. Und mit der Onleihe bekomme ich Bücher in der Sekunde auf mein iPad .
  3. Platz für Neues
    

Bücherregale verbrauchen viel Platz, aber alte Einstellungen & Vorstellungen darüber, welchen Eindruck ein gefülltes Bücherregal macht, stecken trief und machen das Reduzieren schwer. Dabei machen die meisten gefüllten Bücherregale ohnehin einen chaotischen Eindruck, vor allem wenn die Bücher in zwei Reihen und oben quer noch rein gequetscht werden.
  4. Gelesene Bücher – weg damit
    Für mich war es immer total normal gelesene Bücher gleich wieder in das Regal einzuordnen. Jetzt nehme ich mir immer vor, sie gleich wegzugeben, außer es ist ein Buch in dem ich wirklich öfter nachschlage. Es gibt auch Lieblingsbücher, die bleiben unangetastet, selbst wenn ich sie nie mehr lesen werde. Frei nach Marie Kondo: Sie machen mich glücklich.
  5. Ungelesene Bücher, die du nicht gleich liest, wirst du nicht lesen
    Marie Kondo sagt: „irgendwann kommt nie“. Bücher, die wir anschaffen und die wir nicht gleich lesen, werden wir nicht mehr lesen. Wobei ganz stimmt es nicht, unlängst habe ich erst ein Buch ( bis zur Hälfte) gelesen, das ich wahrscheinlich schon 10 Jahre oder länger von einer Wohnung in die andere schleppe. Aber vermutlich hätte ich es nie zu lesen begonnen wenn, wenn es mir nicht im Zuge des Entrümpelns in die Hände gefallen wäre. Also ja: „Irgendwann kommt nie“, da habe ich inzwischen schon 10 andere Bücher angeschafft, von denen ich nur 3 lese. By the way mit Kochbüchern zu starten ist ein heißer Tipp, auch Kinderbücher lassen sich recht gut ausmisten.
  6. wenn der Trennungsschmerz groß ist
    Wie es Marie Kondo beim Bücher ausmisten vorschlägt, nehme ich jedes Buch in die Hand, frage mich, ob es mich glücklich macht, wenn nein, dann bedanke ich mich innerlich und verabschiede mich von ihm. Manchmal hilft es mir auch, daran zu denken, dass ich mich nicht über meine Bücher definiere. Wenn ich mich von einem Buch gar nicht trennen kann, obwohl es nicht wirklich einen Grund gibt, es zu behalten, hilft es mir es in meine „weggegeben“ -Liste einzutragen. Ich weiß dann, ich hatte es einmal und bei Bedarf kann ich es oder ein ähnliches aus der Bücherei ausborgen.

Die Challenge-Aufgabe der Woche: Bücher & Papierkram

Die Challenge-Aufgabe der Woche ist heute zweiteilig. Sie heißt zum einen „Ran ans Bücherregal“ und zum anderen „Weg mit dem Zettelkram“ und diesen Teil der Aufgabe findet ihr bei Stadtama hier.

#wirmistenaus – die Challenge – so funktioniert’s

Die Challenge ist eine gemeinsame Aktion von Stadtmama Judith & mir. Du kannst jederzeit einsteigen (auch wenn sie schon bald zu Ende ist ;-)). Damit du keine Aufgabe verpasst, registriere dich doch für meinen Newsletter

und den von Stadtmama. Die Beiträge zur Challenge und die Aufgabenstellungen kommen dann direkt zu dir in die Mailbox.

Komm außerdem in die Facebookgruppe zur Challenge „Chaosfreies Familienleben“ , dort warten schon jede Menge Gleichgesinnte und es gibt regen Austausch. Ich zeige außerdem auch meine Vorher-/Nachher-Bilder & Videos in der Gruppe, falls es dich interessiert 🙂

Wenn du über unsere Challenge bloggen willst, dann freuen wir uns. Verlink dich in den Kommentaren oder poste deine Beiträge in der Facebookgruppe, wir sammeln alle Links auf einer Pinterestpinnwand und auf der Übersichtsseite zu Challenge hier.

Viel Erfolg beim Ausmisten!

Alles Liebe,

Birgit

Für später pinnen:

Soll ich dieses Buch behalten? 6 Ideen, die das Bücherausmisten erleichtern - Fräulein im Glück - der nachhaltige Mamablog

 

9 Comments

  • Reply Mit diesen vier Tipps mistet ihr eure Dokumente ordentlich aus 05/04/2017 at 18:46

    […] Teil 2: Bücher ausmisten  […]

  • Reply #wirmistenaus DIE CHALLENGE | mit Stadtmama und Fräulein im Glück 05/04/2017 at 18:58

    […] Aufgabe 2: Bücher Ausmisten (Birgit) […]

  • Reply Bettina Lippenberger 05/05/2017 at 04:05

    Liebe Birgit,
    das mit den Büchern ist ein guter Ansatz. Auch ich besitze eine Menge Bücher. Derzeit, eigentlich seit Januar, gebe ich die Bücher die ich gelesen habe weg. Die signierten die ich erhielt, natürlich nicht. Denn wie du schon sagtest, ich brauch sie um glücklich zu sein. Sie sind etwas Besonderes für mich. Auch vieles andere ist dem Ausmisten anheim gefallen. Kleidung habe ich kaum. Meist alte Tshirts für die Arbeit, ein paar um auch mal damit einkaufen oder raus zu gehen. Hosen habe ich derzeit nur wenige. Auch die Kilos miste ich aus. 😉 Bücher kaufe ich außer von Freunden kaum noch. Ich nutze hierfür den ständigen Flohmarkt in der Stadtteilbücherei Stuttgart – Freiberg. Da gibt es dann mal ein Buch auch für 20 ct oder 50 ct. Ich finde da immer wieder Schätze. Sie sind zwar älter, aber haben doch auch das Recht gelesen zu werden. Im November gibt es immer einen Hol-und Bringtag. So nach den Sommerferien sammeln wir alles was wir gelesen haben, bringen sie dorthin und können tauschen. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen. 🙂 Und man unterstützt den guten Zweck. Eine schöne Sache. In anderen Bereichen bin ich noch dabei loszulassen. Was ich eigentlich sagen will, das ich es bewundere was du da machst und Danke dir für die tollen Beiträge.
    Herzliche Grüße
    Bettina

  • Reply Maria Widerstand 05/05/2017 at 08:46

    Hallo Birgit!

    Das Thema Bücher ist auch meine Problemzone. Es fällt mir EXTREM schwer!

    Daher habe ich im letzten Jahr 7 Tage 7 Bücher gemacht, jede Woche 7 Bücher aussortieren. Das habe ich ein halbes Jahr durchgezogen, aber dann war Schluss. Inzwischen sind leider wieder einige mehr dazu gekommen 🙁

    Daher habe ich wieder angefangen, aber es ist nicht einfacher geworden.

    Zumindest habe ich mir nun vorgenommen für jedes Buch, das zu mir kommt, muss ein altes Buch gehen.

    In den letzten Wochen durften noch einmal so rund 100 Bücher neue Besitzer finden (offener Bücherschrank und Caritas)

    Danke für Deinen tollen Beitrag und die Anregungen!

    lg
    Maria

  • Reply Nanne 05/05/2017 at 19:32

    Bei mir halt mit Bücher aussortieren alles angefangen – damals zwischen 2009 und 2011. Erste kleine Schritte bzw. mehrere Rucksäcke voll Bücher für die Stadtbücherei in der Stadt in der ich damals gewohnt habe. Da ich zu Beginn nur ganz wenig aussortiert habe, fiel es mir nicht schwer. Heute besitze ich nur die Bücher, die mich aktuell wirklich bewegen. Alles andere leihe ich nur aus, oder lasse es irgendwann wieder los. Bücher sind nicht dafür da, im Regal zu stehen, sondern gelesen zu werden!
    Als Studentin hätte ich ordentlich Geld gespart, hätte ich mir gar keine Bücher gekauft. Das hat mich einiges an Geld gekostet (obwohl ich die Hauptteil schon immer über die Bücherei ausgeliehen habe).
    Eine schöne Aktion, die ihr hier auf die Beine stellt. Ich miste gerade noch ein paar kleine Teile aus, aber mittlerweile habe wir wirklich nur noch das, was wir wirklich brauchen oder gut finden. Und es ist so wenig, dass ich dem Umzug sehr entspannt entgegenblicke. Sehr angenehm! (Der Renovierung stehe ich nicht so entspannt gegenüber :o))
    Liebe Grüße aus Bremen,
    Nanne

  • Reply Barbara 05/15/2017 at 19:42

    Hallo, ich bin neu auf deinem Blog und finde ihn ganz klasse!
    Darf ich fragen was du mit deinen alten Büchern gemacht hast bzw. weisst du wo man sie in Wien verkaufen kann ?

    Lg Barbara

    • Reply Birgit 05/15/2017 at 19:56

      Liebe Barbara,
      Ich habe eine großen Teil über momox verkauft (andere sagen Rebuy ist besser) und den Rest habe ich auf dem kirchenflohmarkt in Hütteldorf abgegeben oder wenns mich überkommt dann gebe ich sie in einen bücherschrank (gibt’s z.b. einen beim Yppenmarkt). Kinderbücher verschenken wir bei Geburtstagspartys einfach weiter, die Kinder sind eh dauernd eingeladen. 🙂
      Hoffe das hilft dir weiter!
      Liebe Grüße,
      Birgit

  • Reply Anonymous 05/29/2017 at 09:20

    Hallo!
    Momox kann ich auch sehr empfehlen: 1. klappt es super, 2. hat man die Bücher gleich weg (ins Paket und ab zur Post), 3. das Porto ist gratis und 4. macht es total süchtig, durch die Wohnung zu gehen und alle Bücher einzuscannen (mittels Momox-App) und zu schauen, wieviel man dafür kriegt – ist der totale Anreiz zum Ausmisten!
    Liebe Grüße, Christiane aus Wien

  • Reply Lisa von EcoYou 09/12/2017 at 17:45

    Hallo Birgit,

    Vielen Dank für den Bericht. Vor ca. einem Jahr ging es für uns los in die weite Welt und seither leben und reisen wir im Ausland.
    Zuvor mussten auch noch einige Wohngegenstände verkauft, verschenkt oder gespendet werden.
    Bücher die mir besonders gut gefallen haben, habe ich an Freunde und Familie verteilt damit sie die Möglichkeit haben tolle Bücher zu lesen.

    Auf Reisen lasse ich mich immer überraschen welches Buch in einem Cafe oder einem Hostel so auf mich wartet. Ich lege mein gelesenes Buch ab und suche mir ein neues aus. Die meisten Bücher hätte ich so wahrscheinlich nie gelesen – daher eine tolle Möglichkeit. Zudem muss man nicht unbedingt ein neues Buch kaufen wenn das selbe gerade von einer Person fertig gelesen wurde 🙂

    viele Grüße

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