Gärtnern

P wie Planen und Pikieren {Selbstversorgergarten #2}

04/29/2014

Zucchiniklein

Es geht was weiter in meinem Selbstversorgergarten für AnfängerInnen. Ist ganz schön viel Arbeit und ich hab mich natürlich nicht an meine eigenen Pläne gehalten und doch ein bisschen mehr vorgezogen, bin gespannt, ob die Pflänzchen im Garten alle Platz finden. 

Selbstversorgergarten planen

Laut Büchern sollte eine Gemüsebeetplanung idealerweise in vier Abschnitten erfolgen. In den kommenden Jahren kann man dann immer Beet wechseln. Hält man sich an den Fruchtwechsel , wird die Erde weniger ausgelaugt, da unterschiedliche Pflanzengruppen unterschiedliche Nährstoffe benötigen.

So könnte das aussehen:

Garten soll

So sieht es derzeit (noch) bei mir aus:

Garten ist

 Aussaat und Beetvorbereitung

Die Kinder haben dann Kohlrabi-, Tomaten- und Zucchinisamen zur Vorzucht (am Fensterbrett) ausgesät. Und schwups war die ganze Packung (Tomaten 30 Stück) in der Erde versenkt. Ich habe vermutlich bald Jungpflanzen zu vergeben.

einsetzen1

In einem nächsten Schritt haben wir die Beete vorbereitet, indem wir halb fertigen Kompost in die Erde eingearbeitet haben. Die Kompostsichtung war sehr abenteuerlich (und damit Zeitaufwändig), da allerhand Tiere im Kompost zu finden sind. Außerdem muss ich mir das mit dem Kompostieren noch einmal genauer anschauen, in den diversen Büchern hat der Kompost immer eine schöne Schichtung, von der ich bei unserem Kompost noch nichts gesehen habe.

Kompostsichtung

Nach ein paar Tagen kamen dann schon die ersten Pflänzchen. Die Zucchini haben sehr schnell eine schöne Größe erreicht, aber auch die anderen Gemüsekinder wachsen schon. Bis Mitte Mai (nach den Eisheiligen) bleiben sie noch auf unserem Fensterbrett.

Keinlinge 1

Pflänzchen pikieren

Nach einiger Zeit hab ich die Pflänzchen dann auseinandergesetzt, damit sie genug Nährstoffe bis zur endgültigen Auslagerung ins Beet bekommen. Tja, leider war das Aussäen recht turbulent und die Töpfe sind durcheinander gekommen. Wisst ihr vielleicht, sind auf dem Bild Kohlrabi zu sehen oder sind das die Paradeiser?

pikieren1

 

Pikiert hab ich übrigens nach dieser Anleitung:

Wie geht’s mit euren Gärten, Balkonkästen oder Fensterbrettkräutern voran? Hat noch jemand einen Selbstversorgerplan? Würde mich freuen über eure Erfahrungen zu lesen!

11 Comments

  • Reply Ines 04/29/2014 at 17:46

    Hallo!
    Deine Pflänzchen sind Kohlrabi, Tomaten haben spitzere, längere Keimblätter (wie im Video).
    Liebe Grüße
    Ines

    • Reply Fräulein im Glück 04/30/2014 at 09:36

      Das dachte ich mir schon. Ich war mir nicht ganz sicher, denn sie haben inzwischen auch ein paar spitzere Blättchen ausgebildet.

      Vielen Dank auf jeden Fall!

  • Reply Stadtmama 04/29/2014 at 18:54

    *g* Das Pikieren steht mir noch bevor. Ich hatte irgendwie gehofft, meine Pflänzchen schaffen es bis zum Aussetzten im Garten auch ohne … vor allem, weil sie wegen des bevorstehenden Geburtstermins vermutlich vor den Eisheiligen raus müssen. Daumen drücken, dass sie es überleben. Ich hoffe, es wird nicht mehr so kalt dieses Jahr. Meine Mama schwört ja auf die magische EIsheiligen-Grenze. Meine Nachbarin hat mir einen „Geheimtipp“ gegeben, wenn man doch früher Aussetzen will: halbe Plastikflaschen (zB 2 l Cola bei Gurkenpflänzchen) oder Plastikbehälter (zB vom Ribisel- oder Beeren-Einkauf) drüber und sie sind geschützt. Das funktioniert bei ihr immer super.
    Übrigens hab ich auch gute 60 Paradeispflänzchen … wird wohl viel Paradeissauce für das Gefrierfach dieses Jahr 😉
    Viel Glück mit den Pflänzchen!

    • Reply Fräulein im Glück 04/30/2014 at 09:37

      Ich bin auch schon kurz davor, die Pflänzchen einfach schon an ihren endgültigen Bestimmungsort zu versetzen. In der Blumenerde waren nämlich Trauerfliegen und die sind jetzt in der ganzen Wohnung (pfui)
      Ich denke ich werde einige meiner Pflänzchen abgeben, aber an wen?

  • Reply ruhrpottzwerge 04/29/2014 at 19:54

    Ui, ein schönes Projekt. Bisher habe ich in meinem Leben nur Kresse angepflanzt….ich befürchte, das wird wohl so bleiben 😀

    • Reply Fräulein im Glück 04/30/2014 at 09:39

      Vielen Dank 🙂
      Habt ihr nicht auch einen Garten? Ich finde Cocktailtomaten auch für Kinder toll, da können sie gleich abpflücken und essen was dran ist und die sind auch nicht viel mehr Arbeit als Kresse (glaub ich ;-))

  • Reply Anonymous 04/29/2014 at 21:40

    Im ersten „Selbstversorgerjahr“ gabs nen phantastischen Pflanzplan meines Gefährten (Beete, Starkzehrer, Schwachzehrer usw., sogar die Blüten-, Frucht- und Wurzeltage wurden berücksichtigt) mit eingeplanter jährlicher Rotation. Im Jahr darauf wurde rotiert und dann lief alles aus dem Ruder resp. wurde von Unkraut überwuchert. Alles gerodet, nochmals angesät, nochmals dem Unkraut überlassen. Bilder dazu hier: http://fraukraehe.blogspot.ch/2013/03/grune-traume.html
    Jetzt tendiere ich zum wilden Einpflanzen und vertraue auf natürliche, zufällige „Rotation“. Den Gefährten und Verantwortlichen fürs Gemüsebeet habe ich jedoch noch nicht überzeugen können.

    Auf meinem Fensterbrett recken Tomaten, Kürbis, Thymian, Kapuzinerkresse, Sonnenblumen und Mangold die Köpfe resp. Köpfchen. Ob ich sie bei Laune halten kann bis nach den Eisheiligen? Sie sind schon recht gross und etwas langstielig…
    Liebe Grüsse
    Martina

    • Reply Fräulein im Glück 04/30/2014 at 09:41

      Oh einen schönen Blog hast du. Ja, die Natur bahnt sich schon ihren weg. Hab ja schon paar kleinere Versuche hinter mir und die tauchen auch immer mal wieder auf. Hab mal Rucola und Oregano gepflanzt. Die überwuchern jedes Jahr sogar das Unkraut.

  • Reply Maria 04/30/2014 at 08:13

    Verfolge Deine Selbstversorger-Serie mit großem Interesse. Meine Schwiegereltern haben einen Garten, an dem ich nun schon mehrere Jahre partizipieren darf. Ich helfe natürlich auch immer wieder mit bei der Arbeit.

    Ist eine schöne Sache und ich finde vor allem, dass selbst gemacht bzw. halt selbst gezogen einfach besser schmeckt!

    lg
    Maria

    • Reply Fräulein im Glück 04/30/2014 at 09:43

      Liebe Maria,

      das finde ich auch. Es macht auch wirklich Spaß und die Kinder sind Feuer und Flamme beim Mithelfen (auch wenn sie unter Produktivität was anderes verstehen als ich ;-))
      Ich beteilige mich auch am Familiengarten meiner Eltern.

      Alles Liebe vom Fräulein

  • Reply Schon am Anfang das Ende? {Selbstversorgergarten für Anfänger #3} - Fräulein im Glück 06/10/2016 at 20:10

    […] Pikieren hat den Pflänzchen den Rest […]

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