Familie Minimalismus Weniger ist mehr

Raus aus dem Chaos {Den Alltag mit Kind vereinfachen #1}

09/19/2014

Freiraum

Das Leben mit kleinen Kindern ist manchmal dermaßen chaotisch, dass ich oft nicht weiß, wo ich genau anfangen soll.

Die Kinder zeigen mir gerade schonungslos auf, dass ich A) viel zu viel Zeug habe (sie zerren es überall vor) und B) dass ich jede Menge schlechter Gewohnheiten habe, die ich sonst immer versuche zu verleugnen und die mir jetzt manchmal das Leben richtig schwer machen.

Dazu gehört, dass ich kein sehr ordentlicher Mensch bin und auch nicht immer besonders organisiert. Das wäre eigentlich nicht problematisch, wenn ich alleine leben würde, aber als Familie bedarf es einfach guter Organisation und Ordnung, um nicht regelmäßig die Nerven komplett zu verlieren.

Da hab ich noch Nachholbedarf.

Ein kleines Beispiel dafür, wann sich Unordnung & auch zu viel Zeug rächen: Bei mir fängt es schon in der Früh an, räume ich nicht gleich alles vom Frühstückstisch ab, dann komme ich mittags in die (Mini-) Küche, um Essen zu richten und es ist einfach kein Platz etwas hinzustellen. Während dann noch mahnende Worte meiner Mutter und nervige Sprüche in meinen Erinnerungen auftauchen („Halte Ordnung liebe sie, denn sie kost dir Zeit und müh.“), steigt nicht nur mein Stresspegel, sondern auch der Geräuschpegel der schon hungrigen Kinder.

Schlechte Gewohnheiten ändern?

Der Herbst ist finde ich eine gute Zeit da etwas zu ändern. Herbst ist die Zeit des Loslassens, des Verabschiedens. Auch von alten Gewohnheiten & zu viel Zeug.
Es wird Zeit wieder einfacher zu leben.

Einfach zu leben.

Wurzelfrau hat das in einem Beitrag schön gesagt, sie schreibt vom Loslassen, weil es Raum schafft.

Und Raum brauch ich definitiv.

Überhaupt mit zwei Kindern.

Ganz praktisch, mehr Raum zum Leben und auch mehr Raum für mich.

Und dabei eben nicht Raum für Neues, sondern einfach mehr Raum und Punkt.

Entrümpeln & Vereinfachen

Ich möchte mich wieder mehr aufs Entrümpeln und Vereinfachen konzentrieren, ich hatte ein bisschen die Lust verloren, weil ich wiedermal alles auf einmal wollte und das war dann zu viel, schließlich muss man sich dafür auch Zeit nehmen.

Ich habe lange überlegt, wie ich es angehen soll, dass ich endlich raus aus dem Chaos komme, ohne mich dabei in noch mehr Chaos zu stürzen und inzwischen glaube ich, der Weg führt über ein paar einfache Schritte, über:

  • einen guten Start in den Tag (ohne Kinder)
  • weniger Zeug, aber in klitzeklitzekleinen Schritten
  • mehr Planung, aber dafür weniger To Dos
  • nicht alles alleine machen müssen, sondern gemeinsam tun
  • & alte Gewohnheiten aufspüren und ändern.

In den nächsten Wochen werde ich euch über meine Erfahrungen berichten. Aber nur soviel vorweg, ich hab schon das Bad entrümpelt und ich bin sehr zufrieden damit.

Vielleicht habt ihr ja auch gute Tipps, ist nicht ausgeschlossen, dass ich schon komplett „betriebsblind“ bin.

Liebe Grüße,

Birgit

PS. Ich finde „Raus aus dem Chaos“ könnte ein gutes (Monats-)Motto sein, das mich ja in den nächsten Wochen (oder im ganzen Leben) noch begleiten wird und deswegen verlinke ich mal zu Sonja, die immer sehr interessante Monatsthemen hat.

24 Comments

  • Reply Anita 09/19/2014 at 18:42

    Hy und das hast du so schön gesagt, die sprüche die von der Mutter mitgegeben werden auch bei mir sind die noch irgendwo hängig….. grusse anita

  • Reply Sonja 09/19/2014 at 19:15

    Ein tolles Motto! Aber mal im ernst: Ich bin strukturiert und wir haben nicht so viel Kram, finde ich, und trotzdem herrscht gefühlt ständig Chaos, wenn das kleine Mädchen durch den Raum fegt… puh!
    Liebe Grüße und schön, dass du dabei bist!
    Sonja

    • Reply Fräulein im Glück 09/20/2014 at 20:55

      Liebe Sonja,

      ich weiß nicht, ob mich das jetzt beruhigen soll oder nicht 😉

      Danke für die immer wieder interessanten Denkanstöße.

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Dina 09/19/2014 at 19:22

    Ich schreibe jetzt nicht wieder, dass der Text genauso von mir sein koennte, inklusive FruehstueckstischBeispiel.
    Mir hilft gerade die 1-Minute-Regel wirklich weiter, also alle Dinge, die weniger als eine Minute dauern (Tisch abwischen, Schuhe nicht nur ausziehen, sondern auch an den richtigen Platz zurueckstellen, bloede Newsletter abbestellen, etc) SOFORT machen, nicht verschieben oder auf die to do Liste setzen. Wirkt Wunder.

    • Reply Fräulein im Glück 09/20/2014 at 20:46

      Ja die 1 Minute Regel ist gut, die hilft mir auch oft (leider nicht immer) Probierst du auch am Zen-to-done herum?

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply rage 09/19/2014 at 19:42

    Vor ein paar Wochen hatte ich noch ein Gespräch mit einem lieben Menschen über Raum und Zeit. Außerdem lese ich gerade ein Buch, „Weniger ist mehr“, das ziemlich gut zur Thematik passte. U.a ging es eben um diese beiden Raum und Zeit Ressourcen. Und erst nach dem Gespräch wurde mir bewusst, dass das genau diese zwei Dinge sind, die ich in den vergangenen fünf Jahren zu schätzen gelernt habe.
    Durch das Entrümpeln und Verschenken, Reduzieren, habe ich nicht nur mehr Raum gewonnen, sondern auch mehr Zeit, die ich für Menschen und Dinge (Gemeinschaft mit anderen, Sport, Kreativität, Garten…) nutzen kann.

    Jetzt haben wir ein Haus gekauft, das total voll ist und für mich als jemand, der endlich endlich seinem WohlfühlStatus etwas näher gekommen war, ist das schon echt eine Herausforderung. Immer dieser Spagat zwischen entrümpeln, aber nicht alles gleich wegwerfen; sondern auch den jeweiligen Nutzen und Wert der Dinge sehen oder ihn solchen wiederzugeben.
    Gerade erhielt ich noch eine SMS, dass man „Omas Besteck, Geschirr und Gläser“ prima für Feste und PArtys nutzen kann. Besser als Pappe und Plaste. Wie Recht diese Freunde hat. Also werde ich morgen vor dem Hausflohmarkt doch nochmal durch den „Verkaufsraum“ gehen und mir die Sektgläser und das GoldrandGeschirr beiseite legen. Denn daran fehlte es in der Tat immer beim „Gemeinschaft teilen“.

    Ich bin gespannt auf deine Berichte. Hauptsache du stresst dich nicht. Familie ist doch geordnetes Chaos. Macht sie an vielen Stellen doch auch aus!

    • Reply Fräulein im Glück 09/20/2014 at 20:54

      Liebe Rage,

      danke. Ein ganzes Haus mit kleinen Kindern und Baby in spe, ist eine Herausforderung. Und du hast recht, eine Familie muss wahrscheinlich immer etwas chaotisch sein, find ich auch gut, wenn ich ein Ruhepol im Auge des Sturms wär 😉 Bin ich aber leider nicht.

      Mal sehen, ich mach jetzt mal kleine Schritte, selbst wenns nicht klappt, irgendwann sind sie ja groß 😉

  • Reply Angelika 09/20/2014 at 03:53

    Liebe Glücksfrau, danke für den Artikel. Das ist ein Monatsmotto, dem ich mich gleich anschliessen könnte. Viele Grüße, Angelika

    • Reply Fräulein im Glück 09/20/2014 at 20:57

      Liebe Angelika,

      je mehr umso besser 🙂 Da wird es ja in den Familien jetzt sehr ruhig werden, wenn als raus aus dem Chaos sind 😉

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Yvonne 09/20/2014 at 06:42

    „Weniger ist mehr“, loslassen, entrümpeln kommt immer wieder in meinen Kopf als Single hatte ich mich dem schon angenähert, aber als wachsende Patchwork Familie mit vielen unterschiedlichen Bedürfnissen eine große Herausforderung…. Da bin ich froh über den Film „weniger ist mehr“ auf deinen und die anderen tollen Blogs gestoßen zu sein, die sich auch damit beschäftigen und ich habe gerade Zeit geschenkt bekommen, die ich nutzen möchte zu sortieren, ordnen, weniger werden, Räum schaffen…. Deine Liste ist dafür sehr anregend… Auch ich will immer alles auf einmal 😉 Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht. Liebe Grüße Yvonne

    • Reply Fräulein im Glück 09/20/2014 at 21:04

      Liebe Yvonne,

      das sind sehr liebe Komplimente! Danke! Schön, dass du hergefunden hast.

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Katharina 09/20/2014 at 08:22

    Du schreibst mir aus der Seele. Wohin ich schaue: CHAOS. Und das obwohl ich ständig damit beschäftig bin, irgendwas aufzuräumen, wegzuräumen, zu entsorgen. Und dann ist da schon wieder was Neues, das irgendwer angeschleppt hat oder liegengelassen hat.

    Ich mach mit bei deinem Monatsmotto – aber da ich weiß, das der Monat für mich dafür zu kurz ist, mach ich ein Quartalsmotte draus!

    Liebe Grüße,

    Katharina

  • Reply Fräulein im Glück 09/20/2014 at 21:05

    Liebe Katharina,

    musste wirklich grad herzlich lachen, bei mir dürfte das wahrscheinlich auch eher ein Lebensmotto sein 🙂

    Liebe Grüße,

    Birgit

  • Reply Tanja Heller 09/21/2014 at 09:15

    Hallo Fräulein im Glück,

    jeder meiner kleinen Räume hat 2-3 Abläufe oder Handlungen. Entsprechend hab ich das eingerichtet/reduziert. In der Küche koche/spüle/esse ich oder räume Lebensmittel ein.

    Ich hab ein Arbeitszimmer. Ein Chillzimmer.
    Mir hat damals geholfen, mich in den Raum zu setzen und mir genau diese Abläufe zu überlegen, wie ich mich am effektivsten in dem Raum bewegen kann. Alles griffbereit und nix überflüssiges. Genauso mit den Schränken. Plänchen gemalt. Alles sinnvoll eingerichtet. Was brauche ich täglich/oft/nie. Das kostet erst mal Zeit, lohnt sich aber. Später spart das enorm viel Zeit. Dann ist alles gut organisiert. Das Lieblings-T-Shirt liegt immer oben im Schrank.

    Umschläge werfe ich im Garten in die Altpapiertonne. lese den Brief im Treppenhaus und lege die Rechnungen neben den Computer. Zahle ich, wenn ich ihn das nächste mal anmache. Also das sind dann immer so Abläufe, über die ich nie mehr nachdenken muss.

    Wie es zu viert geht, weiß ich natürlich nicht. 🙁 Für den Kleinen eine Ausräumschublade in der Küche machen und ein Bärchen draufkleben. Er muss ja nicht an alles gehen. Dann kannst du in Ruhe kochen. Und mach ihm eine 3-er-Steckdose rein. Süßes Bild im Nachbarthread von ihm. 🙂

    Liebe Grüße – Tanja

    • Reply Fräulein im Glück 09/26/2014 at 08:52

      Liebe Tanja,

      danke, das mit den Abläufen einüben ist eine gute Idee, ich versuche eh grad mein Leben ein bisschen konsequenter zu „verlisten“ da werd ich das gleich mitdenken.

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Clarissa 09/22/2014 at 09:36

    Hallo Fräulein im Glück!

    Ich kann dir gerade den „guten Start in den Tag“ nur empfehlen! Seit einiger Zeit stehe ich morgens etwas früher auf, um ganz allein für mich den Tag willkommen zu heißen. Wenn mein Schweinehund mich lässt (mal mehr, mal weniger…) meditiere ich eine halbe Stunde oder Stunde, danach hat der Tag eine ganz andere Qualität! Mittlerweile ist der Unterschied zu vorher wirklich spürbar. Ich bin gelassener, ruhiger, konzentrierter.. und habe mehr Energie (die man dann ja auch braucht, wenn der Rest der Familie aus den Federn steigt…).

    Die „kleinen Schritte“ finde ich auch gut, um einfach auch kleinere Etappenziele feiern zu können und das Gefühl zu haben, voranzukommen. Ich neige auch immer dazu, gleich viel zu viel auf einmal verändern zu wollen und bin dann gefrustet, weil ich meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werde…kleine Ziele (und ein großes irgendwo leise im Hinterkopf) bringen besser voran!

    Und ein wenig Chaos darf ja auch bleiben – weg vom Perfektionismus, es darf auch mal irgendwo im Familien-Haushalt chaotisch aussehen, unaufgeräumt.. ich sage immer, wir sind kein Museum, sondern wir wohnen und leben hier, und das mitunter halt sehr intensiv 😉

    Liebe Grüße und viel Spaß beim Entrümpeln und neu Organisieren!

    Clarissa

    • Reply Fräulein im Glück 09/26/2014 at 09:02

      Liebe Clarissa,

      trotz bester Vorsätze bin ich eine schreckliche alles auf einmal Macherin…

      und ja ich versuche jetzt immer früher aufzustehen nur leider steht mein kleiner meistens vor mir auf (heute 5:15) aber wenns dann einmal klappt ist es wirklich ein spitzen start in den tag.

      ich mag übrigens deinen Blog sehr gern!

      Liebe Grüße,
      Birgit

      • Reply Clarissa 09/26/2014 at 12:25

        Ja, das mit dem Alles-auf-einmal-machen-wollen kenne ich nur zu gut.. aber sich dessen bewusst zu werden, bietet ja schon mal eine gute Grundlage, um ab und zu mal etwas dabei zu verändern 🙂

        So früh wie dein Kleiner aufsteht, wird es wirklich arg früh, zuerst auf zu sein! Mir machen meine beiden Jungs auch gerne mal einen Strich durch die Rechnung..

        Freu mich sehr, dass dir mein Blog gefällt *rotwerd* 🙂 Ich kann das nur zurückgeben! 🙂

        Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende,
        Clarissa

  • Reply Maria 09/22/2014 at 16:24

    Hallo Birgit!

    Vielleicht findest Du ja in nächster Zeit ein paar Anregungen in meiner neuen Serie „einfach organisiert leben“

    Viele dieser Tipps sind meiner Zeit mit den Kindern entsprungen, wo ich wirklich zuschauen musste, dass ich alles auf die Reihe bekomme.

    lg
    Maria

    • Reply Fräulein im Glück 09/26/2014 at 09:03

      Liebe Maria,

      danke ich habs mir schon angeschaut, sind wirklich super Sachen dabei, werd ich mir sicher etwas abschauen!

      Danke!

      Liebe Grüße,
      Birgit

  • Reply Jutta von siebenVORsieben 09/23/2014 at 08:55

    Raus aus dem Chaos. Ja, ich versuche auch ein wenig diziplinierter zu werden. Ist aber verdammt schwierig.
    Schöne Grüße
    Jutta

    • Reply Fräulein im Glück 09/26/2014 at 09:03

      Liebe Jutta,

      ja sehr schwer, ich bin gespannt wies mit in nächster Zeit ergehen wird.
      Liebe Grüße,
      Birgit

  • Reply Willkommen werte Damen! {Es lebe die Veränderung} - Fräulein im Glück 01/07/2016 at 16:06

    […] Reduktion und so, ihr wisst schon. […]

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