Familie

Nie mehr Privatsphäre oder Ode an den Lavendel

05/15/2014

Krank (3 von 3)Klein

Manchmal bin ich krank. Übrigens meistens dann, wenn die Kinder auch krank sind. Naja so stimmt’s nicht ganz. Zuerst werden die Kinder krank. Als Erster das große Glückskind. Er hat schon wieder eine Lungenentzündung. Er ist leider total anfällig, ist seine Schwachstelle. Und dann werde ich irgendwann auch krank. Weil ich mir Sorgen mache, schlecht oder kaum schlafe und weil ich trotzdem alles normal weiter machen will. Dabei geht das halt einfach nicht, aber da genügt kein Wink mit dem Zaunpfahl, da muss mein Körper schon mit dem Laternenmast winken. Dann kapier’s auch ich. Es gibt eben manchmal Zeiten, da muss man etwas hinten anstellen, vor allem mit zwei kleinen Kindern. Da sollte man reduzieren, und zwar nicht Zeug, sondern Ansprüche an sich selbst zum Beispiel oder Supermom-Wahnvorstellungen.

Supermom gibt es nämlich nicht.

(Ich wiederhole mich)

Neulich hat daslebenisteinfach in einem Kommentar geschrieben, dass Mütter wohl „vor dem Mama sein nicht annähernd ahnten, wie viel das Kinder-Haben einem wirklich abverlangt.“ (sich aber es heute trauen zuzugeben) Das kann ich nur unterschreiben und wenn ich krank bin, auch noch fett unterstreichen. Habt ihr schon mal einem dreijährigen Kranken versucht zu erklären, dass Mama auch krank ist? Die Antwort ist vielleicht noch ein scheinbar verständnisvolles Nicken, trotzdem soll die Mama gefälligst sofort aufstehen. Tja und vom Stillen bei Gliederschmerzen muss ich wahrscheinlich gar nichts erzählen, ich bin die totale Stillverfechterin, von mir aus bis das Glücksbaby hundert ist, aber wenn ich krank bin, dann hätte ich meine Reserven gerne für mich und dann möchte ich eigentlich nicht gefühlte 20 Stunden in der gleichen Position verharren.

Dann möchte ich eigentlich meine Ruhe, dann möchte ich schlafen, alleine, vielleicht auf dem Himalaya oder in einem Bunker, eben dort, wo ich wirklich meine Ruhe hab.

Amber Dusick hat den typischen Krankheitsverlauf mit Kind mal schön getroffen.

Da hab ich noch gelacht.

Jetzt lach ich grad nicht so viel.

Tja und was lern ich draus?

Wenig. Weil ich schon wieder hier sitze und tippe aber ich muss unbedingt einen Lobgesang an den Lavendelwickel loswerden und eigentlich auch an die Schulmedizin und ich bin wirklich eine Homöopathie- und Kräuterjüngerin der Sonderklasse. Aber manchmal bin ich einfach dankbar, dass es die Schulmedizin gibt, da möchte ich einfach nicht zuwarten und auf den eigenen Körper vertrauen, da möchte ich sicher sein, dass es bald besser geht, schnell.

Wunderbarer Lavendel

Trotzdem sollen auch die Hausmittelchen nicht zu kurz kommen: ich liebe Lavendel. Er riecht gut, hilft beim Entspannen, Einschlafen und er ist vor allem auch für Kinder geeignet, besonders gut für Kinder mit Husten.

Schon die Hildegard (von Bingen) hat das gewusst: „Lavendel in Wein oder mit Honig und Wasser kochen und lauwarm davon trinken mildert den Schmerz in Leber und Lunge.“ (Zitat aus dem Sonnentor-Buch)

Ich verwende Lavendelöl in einem Wickel damit bei Husten der kleine Patient besser schlafen kann (und auch die Mama), außerdem wirkt Lavendel auch schleimlösend.

Ein paar Tropfen Lavendelöl (ich hab eines von Weleda) auf ein dünnes Baumwolltuch auftröpfeln (mit einem Fön in einer Alufolie anwärmen) und auf die Brust auflegen und mit einem Wollschal umwickeln, ab ins Bett und (besser) schlafen.

(Wer es nach macht: Da man auf Lavendel allergisch sein kann, bitte mit dem Arzt besprechen, wann, wie, wo genau anwenden. Ich bin keine Ärztin)

Anscheinend sind ja auch grad wieder mehr Kinder krank. Zum Beispiel der Sohn von „Mama-mia“-Mama Mia. Sie hat eine nette Idee, wie man den Kindern das Kranksein ein bisschen verschönern kann. Mit einer kleinen „Kranken-Kiste“, die nur bei Krankheit hervorgeholt wird.

Derzeit werde ich aber so eine Kiste nicht basteln. Eigentlich brauch ich grad selber eine, als kleiner Trost, dass man als Mama nie mehr richtig krank sein kann, so mit selbst verwöhnt werden und so.

Und zum Schluss noch ein kleiner Einblick wies um meine Privatsphäre am Krankenbett steht:

Krank (1 von 3)klein

Alles Liebe

vom Fräulein

PS Leider musste krankheitsbedingt meine 12von12 Buchblogparade-Buchempfehlung im Mai ausfallen, trotzdem könnt ihr ja noch die anderen nachlesen und zwar hier.

 

 

 

10 Comments

  • Reply Fräulein Klick 05/15/2014 at 11:43

    Oh Gott Du sprichst mir aus der Seele.
    Ich liege auch krank im Bett und habe keine Ahnung wie ich den Tag überstehen soll.

    Wenn Du im Himalaya ein ruhiges Plätzchen für kranke Mamas findest.

    ICH BIN SOFORT DABEI!

    Grüße
    Dein Fräulein Klick

  • Reply Fräulein im Glück 05/15/2014 at 18:15

    Dann wünsch ich dir auf jeden Fall auch gute Besserung!

    Liebe Grüße

    vom Fräulein

  • Reply Sonja 05/17/2014 at 19:48

    Hey, ich versuche es noch mal!
    Neee, krank sein ist für Mamas nicht mehr! Ich hab immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich jemanden fragen muss, ob er sich mal kümmern kann, weil ich eben nciht mehr kann, verrückt…

  • Reply Sonja 05/17/2014 at 19:48

    Juhuuu! 😉

  • Reply Frieda 05/18/2014 at 18:16

    Liebes Fräulein,

    gerade heute sagte ich zu einer Freundin, dass ich mir manchmal irgendwo einen kleinen Zweitwohnsitz zum Verkrümeln wünsche.
    Ich bin auch gerade krank geschrieben, darf mich nicht anstrengen (ich lache Tränen, die Herzbuben sind 3 und 5). Die Herzbuben husten was das Zeug hält, an Kita nicht zu denken, Oma liegt auch flach, der Herzbubenpapa tut was er kann. Es bleibt die Hoffnung, dass ich später auftanken kann.
    Danke für die Erinnerung an das Lavendel-Öl, vielleicht rettet das heute meine Nacht.
    Ich ertappe mich dabei, Freundinnen mit erwachsenen Kindern zu beneiden, dass sie sich einfach so auskurieren können und sich nur um sich selbst kümmern müssen. Aber nur ganz kurz, denn dann denke ich, wie herrlich es ist, zwei kleine Zwerge um mich herum zu haben.
    Ich wünsche dir, dass du bald wieder gesund und voller Kraft und Tatendrang bist,
    mitfühlende Grüße,
    Frieda

  • Reply Fräulein im Glück 05/18/2014 at 20:38

    Liebe Frieda,

    vielen Dank für die Wünsche. Man bekommt zu den schönen Momenten mit Kids eben auch die anstrengenden dazu. Steht im Vertrag quasi so drinnen, aber du hast recht, ich möchte auch nicht tauschen 🙂

    Liebe Grüße.

  • Reply Katrin 05/21/2014 at 16:08

    Meine Liebe, ich teste das mit dem Kommentieren jetzt nur mal kurz – die Genesungswünsche haben Dich ja erreicht, und ich hoffe, es geht auch weiterhin steil bergauf!!!
    Hier kränkelt das Kind auch etwas, aber – gottlob – nicht so, daß ich mir jetzt Gedanken machen muß. Allerdings testet er in letzter Zeit immer öfter, wer wohl der „Stärkere“ von uns beiden ist. Sehr ermüdend. *seufz*
    Halte die Ohren steif!
    Katrin 🙂

  • Reply Warum weniger Spielzeug viel besser ist {weniger ist mehr im Kinderzimmer #4} - Fräulein im Glück 01/07/2016 at 15:48

    […] Glückshaus ist immer noch eine Krankenstation. Jetzt ist das Glücksbaby dran. Ich nenne das die Krankheitsspirale des Horrors. Einer nach dem […]

  • Reply Warum weniger Spielzeug viel besser ist | Aktuelle Nachrichten 07/29/2016 at 07:01

    […] Glückshaus ist immer noch eine Krankenstation. Jetzt ist das Glücksbaby dran. Ich nenne das die Krankheitsspirale des Horrors. Einer nach dem […]

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