Achtsamkeit Familie

Meditieren mit Kindern, ein Dokutipp und unser Wochenende in Bildern

02/29/2016

Unser Leben spielt sich derzeit auf dem Sofa ab, vielleicht noch rundherum, wenn’s gut geht. Wir plagen uns seit Wochen mit allen Erkältungskrankheiten, die der Spätwinter so hergibt.

In der ersten Zeit habe ich noch sehr mit mir gekämpft. Mit der Situation gekämpft.

Schon wieder krank. Suuuuper…

Zuerst das kleine Kind, dann das große und ich bin immer am Schluss dran, quasi als krönender Abschluss der Erkältungspyramide. Die Zeit vergeht dann ganz langsam, denn eigentlich….wenn die Kinder ja nur nicht schon wieder krank geworden wären…was hätte ich da nicht alles tun können und sollen und müssen.

Ich kämpfe. Nicht nur mit den Erkältungsviren, sondern vor allem mit mir selbst, die Erkältungen werden so zur mühsamen Last und zur vergeudeten Zeit.

Das braucht dann immer ein paar Tage und dann gebe ich auf, ich lasse endlich los.

Wir sind erkältet. Na und? Zeitverschwendung? Nein. Ich hab vielleicht nicht gebloggt, ich bin nicht rausgekommen, musste Termine absagen und hatte vielleicht zu manchen Dingen keine Kraft. Aber dafür gab’s auf einmal ein Miteinander in einer neuen Qualität. Einmal sich selbst keinen Druck machen. Herrlich. Zeit haben fürs Beisammensein. Einfach nur gemeinsam auskurieren. Mehr nicht. Mehr braucht es nicht. Gut ist es. Die Welt dreht sich auch so weiter.

Ich habe auch viel geschlafen, jaaaa genau, ausgeruht, gemeinsam mit dem Kleinen, der wirklich ganz arg krank war. Hin und wieder hab ich ferngesehen. Darunter eine wirklich gute Doku, die ich euch ans Herz legen möchte und die ihr online nachschauen könnt:

„Die Revolution der Selbstlosen“

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Es geht ums Miteinander, es geht um Empathie, es geht um Achtsamkeit, es geht auch darum wie wir unsere Kinder stärken können und wie wir vielleicht so den Grundstein für eine bessere Welt legen können. Anschauen. Unbedingt. Sehr sehenswert.

Hier geht es zur Doku.

Und sonst? Haben wir halt gemacht was so ging. Zum Beispiel „Kasperltheater“ mit Stofftieren. Hinter dem Sofa, versteht sich.

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Der Große war im Zeichenfieber (neben dem Sofa):

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Der Kleine musste erst mal Antibiotika nehmen, weil kein Hausmittelchen mehr genutzt hat. We in Bildern_Achtsamkeit (7 von 12)

Dann konnte auch der Kleine wieder spielen (beim Sofa ;-)).

Meditieren mit Kindern

Trotz Kopfschmerzen, hab ich versucht ein Buch zu lesen (am Sofa) mit Meditationsübungen für Eltern und Kinder („Stillsitzen wie ein Frosch“) – darüber werde ich bald mal berichten, denn die Übungen gefallen mir (und auch dem Großen) sehr gut und kommen mir aus dem MBSR-Kurs für Erwachsene schon sehr bekannt vor.

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und irgendwann konnten die Kids auch wieder Rambazamba machen, inklusive Streiterei am Schluss, versteht sich 😉

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Gestern konnte ich dann zum ersten Mal wieder was für’s Bloggen machen, nämlich ein Rezept für eine Rote-Rüben-Suppe fotografieren, das ihr auf kids, cooks & composts findet.

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Die Alltagsarbeit, wie zum Beispiel die Wäsche, musste warten. Aber das macht mir nichts mehr aus. Im Gegenteil 🙂

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Ganz nebenbei war das nun gleich unser Wochenende in Bildern und auf diesem Wege wünsche ich euch gleich einen schönen Start in die Woche.

Liebe Grüße,

Birgit

PS Ich verlinke auch gleich mit Marias Linkparty zum Thema Achtsamkeit.

 

10 Comments

  • Reply Nanne 02/29/2016 at 13:59

    Liebe Birgit, bei mir funktioniert der Link zur Doku leider nicht. LG Nadine

    • Reply Birgit 02/29/2016 at 20:01

      Liebe Nadine,

      danke für den Hinweis. Jetzt klappt es.

      Liebe Grüße,
      Birgit

  • Reply Nanne 02/29/2016 at 20:56

    Danke!

  • Reply Mia 03/01/2016 at 20:40

    Liebe Birgit!
    Ich danke Dir sehr für diesen Beitrag. Ich habe mir die Arte Doku gerade angesehen und habe noch Tränen in den Augen. Zum einen habe ich mich gerade an einen Traum von mir erinnert, indem wir im Westen von Buddhisten lernen und altruistischer werden. Das schien in diesem Film auf einmal möglich. Zum anderen hatte ich seit einem halben Jahr endlich die Zeit Meditation zu lernen, habe regelmäßig Joga und Achtsamkeit geübt. Ich kann so vieles bestätigen. Man wird in der Tat milder, ruhiger und fröhlicher. Meine Kinder sind 5 und 3 und ich will nun auch ihnen ein wenig davon beibringen.
    Vielen, vielen Dank
    Mia

    • Reply Birgit 03/02/2016 at 08:49

      Liebe Mia,

      das freut mich sehr. Ich fand die Doku echt gut, interessant und auf der anderen Seite gibt sie echt Hoffnung, dass die Welt eine Gute ist 🙂
      Ich hatte letzte Woche ein ganz einschneidendes Erlebnis beim schauen eines Interviews mit Katie Byron über Elternsein. Darüber werde ich bestimmt in der nächsten Zeit schreiben. Seitdem ist es bei uns echt unheimlich friedlich (im Vergleich ;-)), ich kann es kaum glauben.
      Ich mache jetzt auch mit den Kindern selbst Übungen, für den kleinen (2) ist es noch ein bisschen zu schwer, aber der Große übt schon ein bisschen mit mir und stellt sehr viele Fragen zu seinen Gedanken und Gefühlen, find ich super spannend und schön.

      Liebe Grüße,
      Birgit

      • Reply Mia 03/02/2016 at 11:33

        Hallo Birgit! Ich bin über Ina Rudolf zu Byron Katie und The Work gekommen. Das ist auch erst ein paar Monate her. Sie hat zwei Bücher geschrieben die ich nur empfehlen kann
        Das hat mein Denken so verändert. Negative Glaubenssatz lösen sich auf. Man sieht den positiven Anteil einer Sache. Außerdem habe ich erkannt das Sorgen nichts bringen. Ärger schadet nur einem selbst. Das entlastet. Ich bin sehr gespannt auf Deinen Blog dazu. Liebe Grüße Mia

  • Reply Maria 03/03/2016 at 10:14

    Hallo Birgit!

    Zuerst einmal gute Besserung! Ich hoffe, es geht Dir bald wieder gut.

    Ist sicher nicht einfach 2 so quirligen Kindern die Sache mit dem Meditieren und der Achtsamkeit näher zu bringen.

    Danke fürs Verlinken zu meiner Linkparty!

    lg
    Maria

  • Reply Wie du es schaffst, dass deine Kinder alles liebend gerne probieren {achtsam essen für Kinder} - Fräulein im Glück 03/16/2016 at 11:17

    […] besser zu konzentrieren und fangen an mehr Mitgefühl für andere zu zeigen (interessant dazu diese Arte-Dokumentation). Außerdem hilft es auch meiner Praxis weiter, wenn ich meine Kinder mit einbinde. Ich versuche […]

  • Reply s. 07/20/2016 at 15:36

    hallo, fräuleinIMglück …
    1. DANKE für das froschbuch!!! das sollte man auch vielen erwachsenen in die hand drücken,
    so einfach und eingängig ist es (und es ist eine schöne kurzbeschreibung über achtsamkeit drin) …
    und vielleicht geht es auch anderen wie mir – ich glaube, meine inneres kind wird davon (mit-)angesprochen,
    so ging es mir auch letztes jahr mit (vor allem der cd) „achtsamkeit mit kindern“ von thich nhat hanh …
    unser roter lebensfaden ist ein buddhistisch-achtsamer, und minimalismus bewegt mich auch –
    all das aber viel zu oft weit mehr in der theorie als in der praxis …
    womit ich zu 2. komme …
    ich pack das nicht! wie/wann machst du das alles, was hier sichtbar wird???
    und zu guter letzt 3. … deine bilder …
    du hast den blick, und das gewisse etwas in der darstellung –
    wollte ich dir nur sagen, weil das unterscheidet dich
    von vielen anderen bildermacherInnen …
    herzliche grüsse aus dem elternland, s.

    • Reply Birgit 07/20/2016 at 19:05

      Vielen, vielen Dank liebe S. so nette Kommentare bekomme ich selten. Ich freue mich grad richtig 🙂
      und zur Theorie, keine Angst, bei uns klappt auch nicht immer alles, ich schreibe halt hier über die Dinge, die gut laufen, die ich weiter geben kann. Aber die vielen Sachen, die nicht funktionieren oder dass alles eigentlich eine stetige Arbeit ist und ein Herumprobieren, das schreibe ich zwar oft, aber steht halt nicht im Vordergrund 😉

      Alles Liebe,
      Birgit

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