Minimalismus Nachhaltigkeit

#KonsumAuszeit – Sparen bei Lebensmitteln

11/03/2015

konsumauszeit (1 von 1)

Apfelmädchen & Sadfsh nehmen sich eine #Konsumauszeit. Das finde ich gut, das könnten wir alle mal brauchen. Ein ganzes Monat kein Geld ausgeben, lieber schauen, was man schon daheim hat, nichts Neues anschaffen, dafür tauschen oder reparieren.

Inzwischen bin ich eh nicht mehr die große Einkäuferin. Ich kaufe so gut wie nie Kleidung, lasse Lieblingsteile reparieren. Früher habe ich massenweise Bücher gekauft, heute zahle ich bescheidene Verzugsgebühren in der Bibliothek und halte mein Bücherregal schlank (hat aber noch viel Potenzial ;-)). Wo ich ein echtes Problem habe: Kurse, Online-Kurse, Fortbildungen, ich möchte sie am liebsten alle machen. Ich gebe dafür viel Geld aus. Und gehe nach dem 3. Mal (oft) nicht mehr hin. Eine andere „Problemzone“ sind Flohmärkte: Ach, ist eh schon gebraucht, also bitte zehn davon.

Und dann gibt es da noch eine ganz große Baustelle in meiner Küche: Mein Nahrungsmittelkaufverhalten. Ich will zwar weniger verschwenden, was mir bei Gemüse und Obst auch recht gut gelingt, aber ich kaufe mich durch Sojaflocken, gepuffte Reiswaren, gepoppten Amarant und brauche dieses Zeug nie. NIE.

Bereits im Oktober hatte ich die „Living Well – Spending Zero“– (gut leben – nichts ausgeben) Challenge per Email abonniert und seit einigen Tagen versuche ich jetzt rund 30 Tage absolut nichts auszugeben.

Nichts?!?!? Auch nicht für Essen? Ja genau. Vor allem nicht für Essen. Ich habe jetzt nicht extravolle Lagerräume mit Vorräten, aber ich habe auch einiges daheim und das will ich endlich verbrauchen. Außerdem möchte ich von meinen eigenartigen Impulsen wegkommen, dass ich im Supermarkt dauernd das Gefühl habe, ich hätte „nichts“ zu essen daheim und dann unnötige Spontankäufe mache, meistens von Süßkram oder Ungesundem, die überhaupt nicht notwendig wären. Zu Hause vergammelt derweil mein Essen im Kühlschrank.

Vom „Nichts“ nehme ich aber frisches Obst, Gemüse, Brot und Milchprodukte aus. Ich möchte ja nicht bei der Qualität des Essens einsparen, sondern bei der (Geld-) Verschwendung und da gibt es zumindest in unserem Haushalt trotz bester Vorsätze ganz viel zu tun.

Und was hat das alles für einen Sinn?

Einen Monat nichts auszugeben klang auch für mich am Anfang total verrückt, aber es bringt was, nämlich:

  • Einen Überblick über die eigenen Finanzen
    Wo geht mein Geld eigentlich wirklich hin?
  • Einen Überblick über den eigenen Besitz
    Was habe ich eigentlich schon zu Hause, muss ich wirklich extra wieder etwas anschaffen? Was brauche ich wirklich?
  • Einen Überblick über die eigenen (schlechten) Gewohnheiten
    Brauche ich das wirklich auch noch? Kaufe ich dauernd auf die Hand irgendwo etwas unterwegs und schmeiße dafür meine Aufstriche aus dem Kühlschrank und meine Brotreste weg?
  • Einen Schub neuer Kreativität
    Was lässt sich alles mit dem Zusammenstellen, was man schon zu Hause hat. Ein neues kreatives Gericht? Aber es gilt nicht nur für das Essen: Für Halloween haben wir zum Beispiel die Kostüme selbst gebastelt und haben aus einem alten Marienkäferkostüm ein Fledermauskostüm für den Kleinen gemacht. Dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.
  • und vielleicht ein bisschen Grundvertrauen,
    dass es sich auch mit ein bisschen weniger gut Leben lässt.

Eine schöne #Konsumauszeit wünsch ich euch.

PS
Karmindra hat die „Living Well – Spending Zero“ -Challenge im letzten Monat gemacht und hat darüber hier gebloggt.

9 Comments

  • Reply Gabi 11/03/2015 at 17:04

    Hallo Fräulein im Glück…welch ein Glück, dass ich deinen Beitrag gelesen habe….so bin ich zum Apfelmädchen gekommen und habe mich auf der Stelle entschlossen bei der Kosumauszeit mitzumachen.

    Wie du – 30 Tage NICHTS auszugeben, das finde ich sehr, sehr mutig! Ich bin wirklich gespannt, was du berichtest!
    Ganz liebe Grüße und viel Erfolg :o) beim Verzichten
    Gabi

    • Reply Fräulein im Glück 11/05/2015 at 08:45

      Oh das ist fein, hab gleich bei dir drauf geschaut, was du dir vorgenommen hast. Ich wünsch uns beiden viel Erfolg 😀 noch bin ich sehr motiviert, bleibt hoffentlich so – aber es ist ja auch erst der 5. 😉

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Konsumauszeit im November | liebevoller leben 11/04/2015 at 12:28

    […] die Regeln ihren Lebensumständen entsprechend. Mama denkt rage bastelt trotzdem Adventskalendar, Fräulein im Glück Birgit konzentriert sich auf Vorräte, und Sabrina von Holzhütteneinblicke macht sogar für […]

  • Reply DreiPunkteWerk 11/04/2015 at 18:43

    Ach, das find ich ja interessant 🙂 Ich fahre gerade ein ähnliches Programm und leere den Gefrierschrank, weil in zwei Wochen der Bauer mit dem frischen Achtel Rind kommt… Ein guter Anlass, um auch die übrigen Vorräte zu verringern.
    Viel Erfolg,
    Kathrin

    • Reply Fräulein im Glück 11/05/2015 at 08:46

      Liebe Kathrin,

      ich glaube es schadet nicht, wenn man von Zeit zu Zeit solche Pläne hat. Ich bin immer ganz geknickt, wenn wieder was schlecht wird, nur weil ich glaube „nichts“ zu essen daheim zu haben…

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Maria 11/06/2015 at 14:55

    Hallo Birgit!

    Ich kaufe auch seit einiger Zeit nicht einmal mehr Lebensmittel. Alles, was ich brauche, habe ich oder bekomme ich über foodsharing. Außerdem wollen die Vorräte aus dem Sommer auch gegessen werden.

    Drück Dir die Daumen und wünsche Dir viel Spaß!

    lg
    Maria

    • Reply Fräulein im Glück 11/07/2015 at 21:39

      Liebe Maria,
      vielen Dank. Bisher klappt es ganz gut 🙂 Deinen Lebensstil bewundere ich eh total. Ich wünschte das würde sich mehr als gängig durchsetzen, aber wer weiß, ist ja das meiste nur eine Frage der Einstellung oder der Bequemlichkeit und wenn die oft überwunden ist, dann geht es eh wie von selbst.
      Liebe Grüße,
      Birgit

  • Reply Annie 11/24/2015 at 18:58

    toll! ich glaub, ich könnte mich locker 2-3 wochen nur von meinem zeug im gefrierschrank ernähren. er ist rießig und ich habe alles mögliche eingefroren.
    sollte ich vielleicht wirklich mal tun!

  • Reply Wie man seine Vorräte aufbraucht und ein Fazit zur #KonsumAuszeit - Fräulein im Glück 01/05/2016 at 21:32

    […] ist internationaler „Kauf-nix-Tag“, perfekte Gelegenheit, für ein kleines Resümee zu meiner Konsumauszeit im November. Mein Ziel war es, mir bewusst zu machen, wofür ich mein Geld eigentlich ausgebe, vor […]

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