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Foodfotografie für Blogger *innen – Tipps, Tricks und ein perfekter Nachmittag

02/01/2015

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Ich schwanke immer noch, was mich im Moment eigentlich thematisch am Blog so recht interessiert. Jedenfalls mit dabei ist fotografieren! Und so hab ich gestern einen Foodfotografie-Workshop bei Eva von Foodtastic besucht. Sie hat von Anfang an versprochen, dass wir am Ende solche Fotos wie sie machen werden, und sie hatte recht.

Ich habe ein paar Tipps und Tricks des gestrigen Nachmittags zusammengeschrieben, vielleicht sind sie ja für euch interessant, denn ich denke vieles davon kann man auf jede Art der Fotografie umlegen und man braucht auch nicht immer eine Spiegelreflex, um den einen oder anderen Trick umzusetzen und so bessere Bilder zu schießen.

 Versuch verschiedene Blickwinkel

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Einfach mal von allen Seiten fotografieren. Von oben, von links, von rechts, nahe ran, weit weg, alles drauf, oder nur einige Details, ein unerwarteter Blickwinkel macht jedes Bild interessanter.

Styling ist alles

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Foodtastic Eva hat uns ihre Tricks verraten

Gestern hab ich’s echt verstanden: Wer sein Bild gut herrichtet, das Essen (oder was auch immer) schön drapiert, hat schon so gut wie gewonnen. Dazu gehört entsprechender Untergrund (Holz, Papier, Stoff..) und auch ein dezenter (texturierter) Hintergrund (keine Störfaktoren).

Erzähl eine Geschichte

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Zum Styling gehört es auch, damit eine kleine Geschichte zu erzählen, vielleicht hat schon jemand vom Kuchen abgebissen? Oder man hat ein Geschenk bekommen und sieht noch die Verpackung und Bänder im Bild? Bevor wir fotografieren, sollten wir uns die Frage stellen: Was ist die Geschichte hinter dem Bild und wie muss ich es aufbauen, damit jede/r diese Geschichte auch lesen kann.

Vorher & nachher / Kontraste & Bildpaare

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Kontrast plus vorher/nachher

Kontraste sind in der Fotografie immer gut. Schwarz/weiß oder groß/klein es gibt wahrscheinlich unendliche Möglichkeiten. Entweder finden sich Kontraste direkt im Bild oder man stellt zwei konträre Bildpaare nebeneinander. Dafür passt auch gut ein „vorher/nachher“-Vergleich. Zuerst ist der Kuchen noch ganz und dann ist er schon angebissen. Mhhh köstlich.

Tageslicht reicht völlig aus

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Susi ist die geborene Foodstylistin 🙂

Alle Fotos, die wir gestern geschossen haben, haben wir mit Tageslicht geschossen. Ran ans Fenster. Am Besten das Licht von der Seite und auf der anderen Seite ein Reflektor. Scheint die Sonne zu stark, einfach einen dünnen Vorhang davor und voilá schmeichelweiches Licht und ein schöneres Bild.

Üben, üben & üben

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Eva von Individualisten.at übt fleißig

Wie überall gilt leider, üben, üben, üben. Ich arbeite dran, aber für mein erstes Mal Foodfotografie bin ich schon echt zufrieden mit dem Ergebnis. (außer dass die Fotos beim Hochladen ins WordPress jetzt immer so unscharf werden?!?)

Die Mädels auf den Fotos sind übrigens Eva vom wunderbaren Foodtastic-Blog, die den Workshop geleitet hat, Susi, die hier immer wieder Gastbeiträge schreibt und Eva vom Foodblog Individualisten.at, ihren Blog will ich euch wärmstens empfehlen, beschäftigt sie sich doch intensiv mit bewusster Ernährung und bewusstem Leben.

Danke Mädels, es war ein super Nachmittag!

Liebe Grüße,

Birgit

 

16 Comments

  • Reply Andrea 02/02/2015 at 08:24

    An so einem Kurs würde ich auch mal gerne teilnehmen. Was man da für einfache Tricks lernt! Danke, für die, die du für uns aufgeschrieben hast.
    Hab eine schöne Woche,

    Andrea

    • Reply Fräulein im Glück 02/02/2015 at 21:55

      Liebe Andrea,

      Danke! ja, hat sich finde ich echt ausgezahlt. Mal sehen, ob ich alles umsetzen kann oder ob ich es mangels Übung, gleich wieder alles vergesse 😉

      Dir auch eine schöne Woche,

      lg Birgit

  • Reply Maria 02/02/2015 at 08:38

    Hallo Birgit!

    Danke für den inspirierenden Beitrag übers fotografieren. Hat mich sehr angeregt, auch einmal über die „Fotolinie“ auf meinem Blog nachzudenken.

    Bezüglich Deiner Frage zur Unschärfe der Fotos – ich hoffe es ist ok, wenn ich offen sage was mir dazu einfällt.

    Soweit ich das am Bild erkennen konnte habe ich den Einderuck, dass Du nicht auf das richtige Objekt scharf gestellt hast. Mir kommt vor, dass Ihr sehr viel Zeit in das „designen“ von Fotos aber nicht in die Technik investiert habt.

    In erster Linie musst Du Dir vor dem Foto überlegen, was und wie viel auf dem Foto scharf zu sehen sein soll. Danach wird die Blende ausgewählt. ( Zur Blende gäbe es extra noch ganz viel zu sagen)

    Üblicherweise verwendet man die Automatikfunktion zum Scharfstellen. Bei einer guten Kamera sieht man, worauf gerade scharf gestellt wird. Wenn das nicht dem Wunsch entspricht, muss das korrigiert werden, manuell oder halbautomatisch.

    Auf dem 1. Bild ist das Tablett scharf und dadurch der Kuchen leicht verschwommen.

    Auch beim 2. Bild ist genau der gleiche Fehler passiert (außer es war Absicht, dann nehme ich alles zurück) Ich hätte z.B. beim 2. Bild auf die Oberfläche vom Kuchen scharf gestellt (nicht auf die Kirschen), versuchsweise ein 2. Bild mit Schärfe auf Kirschen gemacht und mich danach entschieden.

    Beim 3 Bild ist die gepunktete Schürze scharf. Ein häufiger Fehler bei Automatik wenn Objekte im Vordergrund und im Hintergrund sind – die Kamera stellt auf das scharf, was in der Mitte vom Foto zu sehen ist. Manuelle Korrektur ist erforderlich. Wohin willst Du den Fokus legen? Auf die Person, die den Kuchen hält? Auf den Kuchen? Das was in den Fokus gerückt werden soll wird scharf gestellt (das ist wohl nicht die gepunktete Schürze)

    Beim Bild daneben gilt meiner Meinung nach das selbe – worauf willst Du den Fokus richten? Ich denke auf den Löffel und den Bissen, dann muss darauf scharf gestellt werden.

    Auch das nächste Bild ist eher unklar fokussiert. Ich finde ja, dass es eine schöne Stimmung hat, dieses leicht verwaschene von der langen Belichtung ohne Blitz. Es hängt halt immer auch davon ab, was man ausdrücken will.

    Ich hoffe, ich bin Dir nicht zu nahe getreten mit meinem Kommentar, hätte es auch nie in der Form geschrieben, wenn Du nicht extra danach gefragt hättest.

    Ich maße mir auch nicht an Fotoprofi zu sein, vielen werden die Bilder auf meinem Blog gar nicht gefallen, weil sie total minimalistisch und gar nicht „designt“ sind. Es hängt immer davon ab, was man zeigen will – mir geht es auf meinem Blog immer um das „Objekt“ pur, dass man so viel wie möglich im Detail erkennen kann. Alles rund herum stört mich, daher wähle ich einen neutralen Hintergrund und spiele nicht mit der Schärfe sondern zeige pur und nüchtern.

    Das hat zugegeben keinen ästhetischen Wert aber einen informativen und unterstreicht die informative Linie auf meinem Blog. Ich will keine Stimmung einfangen.

    Du siehst, in erster Linie muss man wohl überlegen, was möchte ich erreichen mit meinen Bildern, was will ich wie zeigen.

    Natürlich gefallen mir diese wunderschön gestalteten Bilder sehr gut. Aber oft fehlt mir im Text eine Information, die ich im Bild suche und in dieser Art von Bildern manchmal nicht finden kann.

    Das bezieht sich natürlich auf Anleitungen. Bei Bildern, die die Stimmung von einem Text ergänzen sollen ist das wieder etwas anderes.

    Ich merke gerade, ich schreibe viel zu viel.

    liebe Grüße
    Maria

    • Reply Nanne 02/02/2015 at 19:41

      Hallo Maria,

      ich wusste das noch gar nicht, und habe jetzt echt was gelernt. Werde da bei meinen Fotos auch vermehrt drauf achten. Deswegen macht es dann auch Sinn manchmal manuell was einzustellen.

      Liebe Grüße
      Nadine

    • Reply Fräulein im Glück 02/02/2015 at 22:07

      Liebe Maria,

      nein, nein, du bist mir überhaupt nicht zu nahe getreten. Vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar 🙂 Ich freu mich immer wenn ich noch etwas dazu lernen kann und in Sachen Fotografie stehe ich noch ganz am Anfang, da bin ich für jeden Tipp wirklich sehr dankbar.

      Du hast ja auch wirklich recht, an den Fokus habe ich nicht wirklich bewusst gedacht, also ca. schon natürlich, aber beim hier Blende rumdrehen, da Zeit umstellen, geht so manches dann doch unter, das muss ich einfach dann noch üben. Außerdem hab ich sehr viel mit einer sehr kleinen Blendenzahl gearbeitet (auch nicht immer gescheit) und dadurch fällt das natürlich sehr stark auf, wenn man nicht ganz exakt fokussiert (wie ich ;-))

      Trotzdem die Fotos sehen ein bisschen anders (ich meine besser ;-)) aus, wenn ich sie im Bildbearbeitungsprogramm vor mir habe. Nach dem hochladen ins WordPress werden sie gesamt unschärfer und ich weiß nicht woran es liegt. Mal sehen, eventuell werde ich sie nicht so stark verkleinern, aber das sollte eigentlich nichts ausmachen, war ja früher auch kein Problem…ich weiß nicht.

      Und bezüglich Text/Bildschere die du angesprochen hast, ist es nicht immer so einfach. Natürlich müsste ich mit passenden Beispielen meinen Text ergänzen, aber oft mache ich die Bilder vorher und danach fällt mir ein Text dazu ein (wie bei dem Workshop) und dann habe ich nicht für alles Beispiele und fremde Fotos wollte ich dann auch nicht raussuchen. Aber stimmt, für den/die Leser*in ist das vielleicht verwirrend, muss ich auch mal dran arbeiten 🙂

      Ansonsten finde ich, dass es sehr wohl mininmalistische & funktionelle Fotos gibt die einen hohen ästhetischen Wert haben, aber das muss man auch mal können und wissen, wie es geht und wahrscheinlich braucht man auch ganz viel Fotoerfahrung. Sonst würde es die Profession des/der Fotograf*in wahrscheinlich nicht geben 🙂

      Vielen Dank aber auf jeden Fall, mich freut es sehr, dass ich auf diese Art noch einmal über alles nachdenken kann.

      Liebe Grüße,

      Birgit

      • Reply Dina 02/03/2015 at 19:54

        Das Problem mit der Unschaerfe in wordpress habe ich auch (also – gleiche Aufloesung wie vor einigen Wochen, jetzt aber schummeriges Bild). Falls Du rausfindest, woran es liegt, lass es mich wissen.
        Ich mag schoene Bilder auf Blogs, egal on sie zum Text passen oder nicht. Vielen Dank fuer die Tipps!

  • Reply Eva 02/02/2015 at 11:02

    Toller Beitrag, tolle Fotos und überhaupt toll! 🙂 War ein lustiger Nachmittag mit euch! Und viel gelernt haben wir auch. Was will man mehr! Liebste Grüße, Eva

    • Reply Fräulein im Glück 02/02/2015 at 22:09

      Liebe Eva,

      ja voll. Schade dass du nicht in Wien wohnst, sonst könnten wir einen Blogger*innen-Fotostammtisch gründen und manches wäre wahrscheinlich im Team leichter zu fotografieren.

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Elisa 02/02/2015 at 18:23

    Hallo Birgit,

    vielen Dank für den Artikel und die tollen Tipps.
    Vor allem mit dem Licht ist das bei uns nicht immer so einfach, die Sache mit dem Reflektor finde ich genial.

    Ich freue mich, dass ich deine Website gefunden habe und werde mir gleich noch alles ansehen.

    Alles Liebe
    Elisa

    • Reply Fräulein im Glück 02/02/2015 at 22:10

      Liebe Elisa,

      vielen Dank. Ich hab auch gleich bei dir reingeschaut, du hast auch einen sehr feinen Blog!

      Ich war auch überrascht mit welchen kleinen Tricks man schon sehr viel erreichen kann. Mal sehen, ob ich es außerhalb des Kurses dann immer so umsetzen kann 😉

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Nanne 02/02/2015 at 19:41

    Liebe Birgit,

    bekomme ich jetzt ein Stück Kuchen? Danke für den tollen Beitrag und mir gefallen die Fotos.

    Liebe Grüße
    Nanne

    • Reply Fräulein im Glück 02/02/2015 at 22:11

      Liebe Nanne,

      Danke, der Kuchen ist leider schon weg, aber wer weiß beim nächsten Minimalismus-Treffen… 😉

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Katrin 02/05/2015 at 10:17

    Du wirst wohl noch zum Foto-Blogger? 🙂
    Schöne Bilder hast Du da gezaubert, ich freue mich schon auf mehr davon!
    Etwas irritiert hat mich aber die Einleitung… Du bist Dir unsicher, was Dich am Blog interessiert? Deine Einträge wirken immer sehr souverän und überlegt, so, als hättest Du Dich (bzw. Deinen Blog) gefunden.
    Aber gegen Themaerweiterung und Blicke über den Tellerrand spricht ja nichts – ich bin gespannt!
    Liebe Grüße
    Katrin

    • Reply Fräulein im Glück 02/09/2015 at 19:52

      Liebe Katrin,

      schön von dir zu lesen 🙂

      Weißt eh wie das fotografieren süchtig macht 😉 und du weißt sicher auch, dass man mit seinem Blog auch mal höhen und tiefen und planlosigkeiten durchlebt…

      Ich lass mich mal selbst von mir überraschen 🙂

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Christof von Einfach bewusst 02/06/2015 at 11:55

    Finde ich ja lustig, dass Du Dich mit dem Thema beschäftigst, wo Du doch bisher noch kaum Rezepte veröffentlicht hast 😉

    Das wird sich nun ja ändern, oder. Ich hoffe, es sind auch vegane Köstlichkeiten dabei!

    Deine Tipps habe ich genau studiert. Ich werde versuchen bei meinem nächsten Rezept, das ich in den nächsten Tagen online stellen möchte, drauf zu achten! Danke dafür!

    Viele Grüße aus Franken

    Christof

  • Reply Fräulein im Glück 02/09/2015 at 19:53

    Lieber Christof,

    hab schon bei dir nachgelesen, wieder ein super schmackhaftes Rezept.

    Die Fotos sind auch super farbenfroh 🙂

    Danke dir und ja ich habe rezeptpläne, mal sehen wie es mit der Umsetzung steht 😉

    Liebe Grüße,

    Birgit

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