Achtsamkeit Allgemein

Ein neues Logo und wollen dürfen, was man will

08/03/2014

Header_Beitrag

In letzter Zeit hab ich mich ja öfter beschwert, dass mir alles zuviel wird. Da sollte ich natürlich darüber nachdenken, wie ich meine Lage verbessern könnte, wie ich in mein tägliches Chaos mit zwei Kleinkindern ein bisschen Ordnung rein bringe.

Ich komme immer wieder darauf zurück, dass ich mich in meinem Leben auf das Wesentliche konzentrieren sollte und den Rest weglassen.

Aber was ist eigentlich das Wesentliche?

Und was ist der Rest?

Eine Freundin hat vorgeschlagen, ich solle doch erst mal das Bloggen sein lassen, ist ja auch ein ziemlicher Zeitfresser. Ich könne ja in einem halben Jahr wieder anfangen. Quasi schreiben, ich mach mal Blogpause.

Sie hat recht, das könnte ich.

Vielleicht sollte ich das auch.

Aber irgendwie will ich nicht.

Ich habe dann neulich ein neues Logo bzw. einen neuen Header für meinen Blog gemacht. Seitdem ich hier im Jänner auf meiner eigenen Seite online gegangen bin, hatte ich schon einige unterschiedliche Varianten. Aber diesmal, diesmal passts. Ich bin ich echt zufrieden.

Es ist mit der Schrift irgendwie persönlicher und außerdem einfacher, ohne viel Schnickschnack. Na gut, paar Blümchen, aber auch das ist persönlich, immerhin bin ich inzwischen ja richtig gartenbegeistert.

Das Logo zu machen, hat mir richtig viel Spaß gemacht. Außerdem hab ich mich seit meinen ersten Logoversuchen weiterentwickelt (finde ich), im Stil und mit meinen Bildbearbeitungskenntnissen.

Das macht mich echt zufrieden.

Überhaupt bloggen macht mich zufrieden. Es hilft mir, meine wichtigen Themen im Leben ein bisschen zu strukturieren, ich bekomme durch eure Kommentare auf eine wunderbare Art der Wertschätzung und Unterstützung (vielen Dank!!) und außerdem lerne ich viel dazu und bin kreativer als je zuvor.

Warum also aufgeben?

In einem meiner Lieblingsratgeber, „Enjoy your life“, gibt es ein Kapitel „Verdrängte Wünsche“ darin beschreibt Martha Beck, dass wir von Kindheit an „durch eine Kombination aus Beobachtung, Ratschlägen und Schmerzhaften Erfahrungen [lernen], dass es erschreckend gefährlich ist, etwas zu wollen.“ Spätestens als Jugendliche finden wir dauernd Argumente dafür „warum ich nicht wollen darf, was ich will“

„Zu wollen was ich will, ist der pure Egoismus“*

Damit mach ich jetzt Schluss. Ich darf wollen, was ich will.

Auch wenn ich erst noch genau rausfinden muss, was ich will.

Und bis dahin werde ich weiter bloggen, denn ich hab so im Gefühl, seitdem ich blogge, dass zumindest die Richtung stimmt.

Alles Liebe,

das Fräulein

P.S. Übrigens mein Logo besteht aus ein paar sehr netten Freebies die ihr bei creature comforts hier und hier findet.

P.P.S. Noch ein kleiner Lesetipp zum Thema das Familienleben entschleunigen.

P.P.P.S. Und hier noch die Evolution meiner Header. Den ersten fand ich eigentlich auch schon ganz gut. Was sagt ihr?

cropped-Blogheader_final.jpg

cropped-Header_Blog_Blumen4.png

cropped-Header_einfach-glücklich.jpg

cropped-header_Juli_2.jpg

 

 

*Martha Beck, enjoy your life. S60f.

 

 

 

 

 

18 Comments

  • Reply Dina 08/03/2014 at 20:25

    Mit dem Bloggen pausieren? Nein, auf gar keinen Fall!

    Im Ernst, es gibt doch diesen Spruch: „Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?“ Mir hilft das Bloggen ungemein dabei, mich zu fokussieren, wenn ich erst einmal schreibe. Zeitfressend ist bei mir eher das vorher rumsurfen, weil ich mir das eigentliche Schreiben manchmal nicht goenne (falls das Sinn macht).

    Also lieber weiterschreiben. Und: schoener neuer Header :-).

    • Reply Fräulein im Glück 08/06/2014 at 19:34

      Liebe Dina,

      macht total Sinn. Ich verplämpere auch soviel Zeit im Netz (wo wir wieder wären, wo wir immer sind ;-))
      Das Schreiben ansich ist da das geringste Problem, aber mit Schreiben, Fotos, vielleicht Recherche, Online-stellen gehen schwupps paar Stunden rum.

  • Reply Maria 08/04/2014 at 06:11

    Mir gefällt Dein neuer Header auch sehr gut, eine winzig kleine Anregung: „Fräulein im Glück“ könnte einen Hauch „dicker“ sein.

    Und ja, es ist total wichtig, außerhalb vom Mutter.sein etwas zu haben, was einen persönlich erfüllt. Wenn das für Dich das Bloggen ist, gib es auf keinen Fall auf.

    lg
    Maria

    • Reply Fräulein im Glück 08/06/2014 at 19:35

      Danke Maria,
      im Moment ist bloggen für mich wirklich ein bissl so ein Draht zur „Außenwelt“ bzw. zur Welt der Erwachsenen. Wobei ich dafür ja weniger Zeit hab als mir lieb ist.

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Franka 08/04/2014 at 07:20

    Wenn das Bloggen der kreative Ausgleich ist und dazu dient, sich über dieses und jenes klar zu werden, wenn es Spaß macht, warum dann aufgeben oder ‚Pause machen‘ (sagt eine, die gerade Pause macht, weil sie mit anderem beschäftigt ist).
    Es ist so eine Sache mit dem Wollen. Man muss herausfinden, was man selbst wirklich will (und nicht was man wollen soll) und dann muss man es tun. Ich glaube fast, ersteres ist schwieriger. Und das ist auch noch so, wenn man älter ist 😉
    Liebe Grüße,
    Franka

    • Reply Fräulein im Glück 08/06/2014 at 19:37

      Liebe Franka,

      ja, für mich ist es manchmal wirklich total schwer rauszufinden was ich wirklich will, oder besser gesagt, ich will immer so viel, dass ich nicht genau weiß, was ich jetzt wirklich will oder „brauche“.

      Seltsam 🙂

      Liebe Grüße,

      Birgit

  • Reply Tanja Heller 08/04/2014 at 08:35

    Ja, die Subline ist zu dominant. Oder die Headline zu schwach. Da ist ein Ungleichgewicht. Optisch. Bis zum kleinen „g“ von der Headline, würde die Subline reichen. Außerdem bist du eine Frau. Kein Fräulein. Das klingt für mich so vorsichtig. Du bist doch die Macherin des Glücks. Schaffst es dir selbst, so schön, wie du lebst. Und der Blog ist doch echt gut.

    Bloggen ist bestimmt was, was nur dir gehört. Mit kleinen Kindern tut dir das bestimmt gut. Weil man da ja kaum was nur für sich hat. Kommt alles wieder, wenn sie größer werden. Ich hätte mir damals so Blogs gewünscht. Ich kannte noch nicht mal andere (interessante) Mütter, weil ich so jung war. Gut, ich hab dafür auch nicht meine Zeit im Internet vertrödelt wie heute. Irgendwann hast du vielleicht von dir aus keine Lust mehr zum Bloggen. Das sieht man ja an vielen Blogs. Bis dahin würde ich einfach die Zeit genießen.

    Überzogene Perfektionsansprüche ans Muttersein lese ich manchmal bei dir raus. Die kenne ich auch noch von mir aus der Zeit und finde das heute schade. Hätte gar nicht sein müssen. Kind ist sehr gelungen. Wäre es ohne mein Leistungsdenken sicher auch.

    • Reply Fräulein im Glück 08/06/2014 at 19:51

      Liebe Tanja,
      danke für deine vielen Tipps. Das Logo werd ich noch verbessern und ja, mit dem Namen des Blogs bin ich auch nicht mehr so zufrieden. Eigentlich eh seltsam wie ich auf „Fräulein“ gekommen bin, weil ich ja eigentlich Geschlechtergeschichte studiert habe…Aber jetzt fände ich es schade, ihn zu ändern, muss ich mir noch überlegen.

      Und den Satz: „Kind ist sehr gelungen“, find ich super schön, muss ich lächeln und lass ich mal wirken.

      Danke und liebe Grüße!

  • Reply Judith 08/04/2014 at 08:37

    Ich weiß ja, wie sehr du an deinem Blog hängst – also nein, es kann nicht DIE Lösung sein damit aufzuhören oder zu pausieren. Und weil ich selbst blogge, weiß ich um den Ausgleich, den das persönlich schafft. Auch wenn man sich dafür manchmal „abstrudeln“ muß, um eine Minute zu finden, seine Gedanken niederzuschreiben …

    Obwohl ich natürich auch keine Lösung habe, sonst könnte ich mich selbst kurieren. Zwei kleine Kinder plus Arbeit plus alles andere runderum sind halt einfach sehr anstrengend und es treibt uns an unsere Grenzen. Falls du ein Mittel dagegen entdeckt, das hilft und natürlich rasch umsetzbar ist, bitte um Info – ich könnte es auch brauchen. Aber ohne viel Aufwand natürlich, weil so viel Zeit hat man dann nicht *g* …

    Was mir beim ersten Kind vor zwei Jahren auch ein bisschen geholfen hat war Sport als Ausgleich. Aber da braucht man halt auch jemanden, der auf die Kleinen schaut :/

    Das neue Logo ist übrigens sehr schön. Obwohl mir das letzt auch sehr gut gefallen hat, wie du weißt 😉

    Übrigens finde ich es inmmer sehr schwer zwischen dem zu unterscheiden was andere wollen was ich will und dem was ich wirklich will. Komisch, aber man ist dann oft so rücksichtsvoll obwohl man es gar nicht sein sollte. Hab vor kurzem einen Artikel dazu gelese in irgendeiner Zeitschrift und man braucht es ja echt unter die Nase gerieben, damit man es auch tut: Man soll auch mal egoistisch sein und nur das tun was man wirklich selbst will …

    Alles liebe und Daumen sind gedrück!
    Judith

    • Reply Fräulein im Glück 08/06/2014 at 19:57

      Danke Judith.
      Wir sind „Leidensgenossinnen“ ich weiß 🙂

      Hätte mir auch nicht gedacht, dass es mal schwer ist „egoistisch“ zu sein, aber im Leben lernt man wohl nie aus.

      Liebe Grüße und ich hoffe bis bald!

  • Reply Nanne 08/04/2014 at 15:38

    Wir lieben Frauen (oder Fräulein) sind ja leider oft auch sehr stark so erzogen worden, die Wünsche und Interessen anderer zu berücksichtigen und uns selbst eher zurück zu nehmen.

    Mich freut es sehr, dass du weiter bloggst! Mir gefällt dein Blog sehr gut. Habe noch keine Kinder und interessiere mich aber für das Leben mit ihnen. Auch die Thematik Ansprüche und Achtsamkeit finde ich spannend. Ich bring mich selbst immer wieder in kleine Erschöpfungen, weil ich nur langsam besser auf mich achte. Und es gibt so vieles, was ich will, aber ich habe nicht unbedingt die Zeit und die Kraft dazu.

    Ich bin auch ein Jahr lang mit der Frage herumgegangen: Was ist das Wesentliche für mich?
    Mir hat geholfen, dass ich erstmal alle möglichen Aufgaben gestrichen habe, bei denen ich mir nicht sicher war. Ich habe grundsätzlich meine Termine reduziert. Das hat mir unglaublich viel geholfen, allerdings war es auch keine leichte Entscheidung. Viel mir nicht einfach, war irgendwann einfach notwendig.

    lg Nanne

    • Reply Fräulein im Glück 08/06/2014 at 20:06

      Liebe Nanne,

      ich bin froh dass du mitliest, ich freu mich immer über deine Kommentare und deine Anregungen! Eben, ich bin da auch recht schlecht bei den Entscheidungen, was eigentlich weglassen, aber ich merke auch, dass es schon ein bisschen besser ist (ein ganz kleines bisschen :-))

      Liebe Grüße!

  • Reply Frieda 08/04/2014 at 19:35

    Liebes Fräulein im Glück,

    ich kann mir vorstellen, dass das Bloggen hilft, den Kopf zu befreien oder zumindest zu entlasten. Von Sorgen, Gedanken, Sackgassen.
    Schreiben hilft immer. Finde ich.

    Vielleicht versuchst du anzunehmen, dass dein Leben im Moment einfach so ist. Vielleicht ist es in deiner derzeitigen Situation einfach nicht möglich, Ordnung in dein Leben zu bringen. Kleine Kinder brauchen viel Aufmerksamkeit, lassen wenig Luft, Selbstpflege zu betreiben. Dinge, die sonst möglich waren, auch noch mit einem Kind, müssen dann einfach liegen bleiben.
    Ich lerne gerade erst jetzt, das anzunehmen. Meine Herzbuben sind 5 und 3.
    Ich mache mir mittlerweile eine Liste mit Dingen, die ich erledigen muss/will. Was ich gemacht habe, streiche ich durch. Ich sehe den Fortschritt und dass Vieles, was meinen Kopf sehr voll macht, schnell erledigt und abgehakt ist. Kinderarzt anrufen, Geschenke besorgen, zur Bibliothek gehen, Fotobücher für die Herzbuben machen, laufen gehen, Schwimmkurs buchen …
    Dinge, die ich gerne mal machen würde, aber länger dauern (z.B. die Fotobücher), schreibe ich auf eine separate Seite. Ich kann dann auch ganz gut sehen, was JETZT wichtig ist und was warten kann.
    Ich habe zeitweise meine Verabredungen auf ein Mindestmaß reduziert, weil ich mit den Buben so viele notwendige Termine hatte. Je weniger Termine, desto besser für mich. Das habe ich ganz deutlich gemerkt. Termine, die jetzt wichtig sind (Zahnarzt, Vorsorgen) mache ich unbedingt, der Rest kann warten. Durchatmen. Dann lieber die gewonnene Zeit auch mal schön verbringen, mit stricken, lesen oder in deinem Fall bloggen. Nimm dir das nicht, ich kann mir nicht vorstellen, dass es dir ohne besser ginge.

    Halt durch, es wird besser,
    liebe Grüße,
    Frieda

  • Reply Katrin 08/04/2014 at 21:38

    Wenn Du Dich nach einer Pause fühlst: Mach sie!
    Wenn Du Dich NICHT nach einer Pause fühlst: Mach sie nicht, sondern suche weiter, wo es hakt. Irgendwas ist ja immer, ich kenn das…

    Dein neues Logo gefällt mir übrigens ausnehmend gut – sehr passend, wenn ich das so sagen darf! 🙂
    Liebe Grüße
    Katrin

    • Reply Fräulein im Glück 08/06/2014 at 20:15

      Danke Katrin. Schön dass es dir auch gefällt! Freut mich echt!
      Und ich suche weiter, irgendwann kommt sie schon, die Erleuchtung 😉

      Liebe Grüße.

      Birgit

  • Reply Miss Herzfrisch 08/05/2014 at 06:58

    Liebes Fräulein im Glück,
    ich freue mich sehr das ich deinen Blog bei Sonja entdeckt habe…und bin froh das du entschieden hast weiterzubloggen. Ich lese jetzt mal weiter, es gibt ja noch so viele interessante Artikel bei dir.
    Zu wollen, was man will, kann nicht falsch sein, nur weil man uns begebracht hat, das Egoismus nicht gut ist. Aber nur wenn wir gut zu uns sind, können wir auch gut zu anderen sein…
    Herzliche Grüße und einen schönen Tag
    Sabine

  • Reply Fräulein im Glück 08/06/2014 at 20:16

    Liebe Sabine,

    freut mich dass du da bist! Du hast ja auch einen super schönen Blog!

    Und das hast du sehr schön gesagt: „nur wenn wir gut zu uns sind, können wir auch gut zu anderen sein…“

    Liebe Grüße,
    Birgit

  • Reply Tanja Heller 08/12/2014 at 14:58

    Hallo Fräulein,

    ich lerne ganz viel beim Lesen deines Blogs. Du hast mich motiviert, was aus dem Garten zu machen, mehr zu trinken und die Haare sind auch wieder ein gutes Stück kürzer. Seit ich gärtnere, freu ich mich über Regen! Ändert also auch die Perspektive!

    Danke dafür!

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