Gärtnern

Ein Garten macht richtig Spaß {erstes Fazit im Selbstversorgergarten}

07/18/2014

Erdbeeren_klein

Es ist Juli. Ich bin mitten in der Gartenarbeit und ja, es ist ganz viel Arbeit. Hätte ich nicht gedacht. Trotzdem hab ich Lust auf ein kleines Zwischenfazit und hier sind meine Erkenntnisse aus den ersten Gartenmonaten:

Zu zweit (oder zu dritt oder…) gärtnert es sich besser als allein

gartenfazit1

Ich kann nicht behaupten, dass ich jetzt eine riesige Gemüseernte nach der anderen einfahre, im Gegenteil, eigentlich könnte es für die ganze Arbeit schon ein bisschen mehr sein, aber selbst mein einziges Beet, die vielen kleinen Töpfe und die vereinzelten Beerensträucher wollen betreut, gegossen, von Schädlingen befreit und schließlich abgeerntet werden und was geerntet wird, muss auch verbraucht oder weiterverarbeitet werden. Da ist es schon wirklich nützlich, Hilfe zu haben. Derzeit warten die Ribiseln immer noch darauf geerntet zu werden, aber ich weiß noch gar nicht, was ich danach mit ihnen tun soll (einmal hab ich bisher Kuchen gemacht).

Ribisel_klein

Andere essen auch gerne Gemüse

Säen, wachsen, pflücken, essen. So irgendwie hatte ich mir das mit dem Gärtnern vorgestellt. Und ja, das mit dem Essen stimmt auch, das Problem ist nur, nicht ich esse das Gemüse, sondern allerhand Tiere vergreifen sich schon vor der Ernte an den Pflanzen. Das hat mir schon einige Nerven und Zeit für die Herstellung und Verteilung von Brennnesseljauche gekostet.

bioinfo_morgen (2 von 9)

Gärtnern kostet Geld (bis man es richtig kann.)

Bisher habe ich wahrscheinlich doch noch mehr kaufen müssen, als ich mir durch Eigenanbau ersparen konnte. Angefangen von Erde, Saatgut über Nützlinge (Florfliegenlarven gegen Läuse), konnte ich vieles noch nicht selbst herstellen oder herbeischaffen. Das ändert sich hoffentlich mit mehr Erfahrung.

Marillenpflücker

Ein Garten macht richtig Spaß (egal wie groß er ist)

Auch wenn es viel Arbeit ist und es auch zahlreiche Rückschläge gibt, ich bin so gerne im Garten und arbeite dort und die Kinder natürlich auch. Das Glückskind hat immer etwas zu tun und auch das Glücksbaby hat im Garten schon viel zu entdecken und für mich ist es ein feiner (wenn auch gelegentlich anstrengender) Ausgleich. Naturkinder werden wir als Stadtfamilie zwar keine mehr, aber nichtsdestotrotz „we love green stuff“.

Und außerdem ist so ein Garten wirklich voller Wunder.

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Apropos kleiner Garten, ich mache mit meinem Gartenprojekt beim bioinfo-Urban Gardening -Wettbewerb mit. Eine Freundin, die fleißig meinen Blog liest, hat mich darauf aufmerksam gemacht (Danke!!) und ich bin tatsächlich unter die zehn FinalistInnen gekommen. Eine der anderen FinalistInnen hat sich auf ihrem winzigen Balkon fast schon einen richtigen Garten eingerichtet.

Ein kleines Porträit von mir und unserem Garten gibt es im Rahmen des Wettbewerbs hier. Ich freue mich natürlich auch über Unterstützung beim Wettbewerb. Wenn ihr wollt, könnt ihr mir helfen, indem ihr auf der Facebookseite von bioinfo.at mein Bild liked und dadurch für mich stimmt. Schon vorab Danke!

Gartenfazit3

So das wars erstmal und inzwischen gärtnere ich fleißig weiter, in der Hoffnung, dass mein Garten irgendwann doch aussieht wie zum Beispiel der von Soulemama.

bioinfo_morgen (5 von 9)

Liebe Grüße

vom Fräulein

 

 

 

8 Comments

  • Reply Isabel 07/19/2014 at 11:27

    Liebes Fräulein im Glück, ein toller Beitrag und die Fotos sind auch super gelungen. Macht gleich Lust auf Gartenzeit. Muss mich nur leider mit einem kleinen Balkon begnügen, da Stadtwohnung. Nichtsdestotrotz wächst darauf auch allerhand Obst und Gemüse, sowie Blumen für Bienen, Schmetterlinge und Co. Übrigens, das Buch ist heute sicher bei mir eingetrudelt. Ich bedanke mich noch einmal und wünsche dir und deiner Familie ein schönes, sonniges Wochenende. Liebe Grüße, Isabel.

    • Reply Fräulein im Glück 07/22/2014 at 08:23

      Liebe Isabel,
      fein, tut mir leid, dass es so lange gedauert hat. Man kann ja auch Balkone zu richtigen Gärten machen. Ich hab ja eigentlich gar nichts, der Garten gehört meinen Eltern, aber wir nutzen ihn fleißig 🙂

  • Reply Claudia 07/19/2014 at 12:11

    So ein eigener Garten ist schon was Schönes, jedes Jahr aufs Neue ist es spannend, welche Pflanzen gut gedeihen und welche nicht so begeistert von den jeweiligen Witterungsverhältnissen sind. Die ersten Gartenjahre sind die Schwersten, da hatte ich auch mit so manchen Problemchen zu kämpfen. 😉
    Aber man lernt mit jeden Jahr dazu, sammelt mehr Material zum Gärtnern und perfektioniert seine Fähigkeiten. Alleine die Arbeit in der frischen Luft bei sonnigen Wetter ist ja eine Freude, vor allem wenn man sonst eher einer sitzenden Arbeit nachgeht. Und außerdem schmecken die Früchte und das Gemüse aus dem eigenen Garten ja doch immer am Besten, da hat sich die Mühe dann auch gelohnt. 🙂
    Hübsche Bilder übrigens, deine Kleine ist total süß!
    Liebe Grüße, Claudia

    • Reply Fräulein im Glück 07/22/2014 at 08:24

      Liebe Claudia,
      danke! Ich hoffe, auch dass es jedes Jahr besser klappen wird. Hab jetzt schon einiges dazu gelernt.
      Liebe Grüße
      vom Fräulein

  • Reply Maria 07/20/2014 at 06:39

    Wir waren gestern auch wieder im Garten der Schwiegereltern und haben geholfen. Ich habe das Erbsenbeet abgeerntet und 2 Stunden damit verbracht, bis ich alle Erbsenstauden entfernt hatte, die Erbsenschoten abgenommen und dann auch ausgelöst habe. Das ist nur der letzte Arbeitsschritt gewesen. Davor lagen noch viele weitere. So viel Arbeit und herausgekommen ist nicht einmal 1 Kilogramm ausgelöste Erbsen.

    Ein Griff ins Tiefkühlfach und ich habe in nicht einmal einer Minute 1 Kilogramm Erbsen.

    Vergleichen darf man nicht.

    ABER – ich ess die Liebe und die Zuwendung mit, mit der die Erbsen in unserem Garten gepflanzt wurden. Und ich esse das gute Gefühl mit, das Gemüse selbst angebaut und geerntet zu haben.

    Das kann man nicht mit Geld bezahlen.

    Das Bild von Deiner Kleinen von vorne in der Wiese liegend – ich habe mich verliebt! Sensationell!!!

    lg
    Maria

    • Reply Fräulein im Glück 07/22/2014 at 08:25

      Liebe Maria,

      danke! und stimmt! wenn ich in mein Tiefkühlfach greife, bin ich weniger stolz auf mich, als wenn ich meine Erbsen (bzw. hier Bohnen) hoffentlich bald in Händen halte 🙂

      Liebe Grüße!

  • Reply Leni 07/20/2014 at 22:44

    Da kann ich Maria nur recht geben ♥
    Wir haben unseren Garten letztes Jahr und dieses Jahr um viele Gemüsebeete erweitert, so dass auch meine drei Kinder jeweils ein eigenes Beet haben. Es ist erstaunlich was sich alles zum Gemüse ziehen umwandeln läßt.
    Auf Deine Aprikosen bin ich neidisch 😉
    Liebe Grüße
    Leni

    • Reply Fräulein im Glück 07/22/2014 at 08:27

      Liebe Leni, es sieht ja aus, als hättet ihr echt viel Platz! Super! Hier haben die Kids (Glückskind & Glückscousine) Töpfe bekommen, aber sag niemals nie – vielleicht werdens auch mal Beete.
      Die Marillen haben auch sooo gut geschmeckt, waren aber schnell weg – leider.
      Liebe Grüße
      vom Fräulein

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