Minimalismus Weniger ist mehr

Der legosteinige Weg zu weniger Spielzeug {inklusive Kinderzimmerführung }

06/30/2014

Kinderzimmer(1 von 6)

Ich wollte heute eigentlich eine kleine virtuelle Gartenführung machen, weil ich von meinem Garten so begeistert bin, aber wetterbedingt fällt die heute aus und es gibt stattdessen eine Kinderzimmerführung.

Überhaupt ist das Thema Reduktion/Minimalismus im Kinderzimmer in letzter Zeit ein bisschen weniger geworden (das Zeug dagegen mehr). Familie Glück ist jetzt auch mehr draußen, im Garten versteht sich, und um ehrlich zu sein, ist „Vereinfachen“ auch ganz schön viel Arbeit, nicht nur das Entrümpeln im praktischen Sinne, sondern auch die guten alten Gewohnheiten zu ändern. Für mich ist es zum Beispiel immer noch sehr schwer zu akzeptieren, dass eigentlich ein Stück genug ist (verrückt, oder?). Wozu braucht das Glückskind 10 blaue Autos?  Wozu benötige ich 3 Paar Sportschuhe?

Entrümpeln und Vereinfachen ist auch viel Kopfarbeit und die dauert halt ein bisschen, zumindest bei mir. Vonallemzuviel gab neulich den Tipp (neben vielen anderen) „gelassener“ zu werden. Das versuche ich jetzt, auch wenn gelassen bei mir dann oft „fauler“ heißt.

Hereinspaziert ins noch immer nicht reduzierte Kinderzimmer

Nun gut, obwohl ich hart dran arbeite, hat das Wort „wenig“ oder gar „Minimalismus“ mit unserem Kinderzimmer (noch) nichts zu tun.

Aber kommt bitte trotzdem rein, ich habe extra aufgeräumt: Willkommen in unserem Kinderzimmer. Bitte nimm Platz.

Kinderzimmer_collage

Das ist der ZeichenMalBastelWasserspieleKnetmasseStempel-Tisch.

Die wichtigsten Sachen sind hier in diesen Regalen zu finden (ich sehe gerade das Kinderzimmer ist zum Großteil vom Möbelschweden designt, aber zumindest das Meiste nicht neu gekauft – bis auf die Körbe).

Kinderzimmer (3 von 6)

Mein Ziel ist es, dass die Kinder nur so viel besitzen, dass alles seinen Platz hat. Es soll keine „heimatlosen“ Gegenstände geben. Übernehmen die „Heimatlosen“, müssen wir aussortieren. Wenn man wirklich darauf achtet, man hat wahnsinnig viel Ramsch, der nirgends hingehört. Derzeit gibt es noch eine Ramschkiste, aber – und das ist ein erster Erfolg – sie ist nur sehr klein (früher viel größer).

Kinderzimmer (2 von 6)

Etappenziel: Mehr raus als rein

Die wirklich schwerste Aufgabe ist es, nichts mehr ins Haus kommen zu lassen. Es geht einfach nicht.
Apfelmädchen hat dazu geschrieben:

„Was bringt all das Ausmisten, sich trennen und loslassen, wenn durch die selbe (Haus)Tür ständig neue Gegenstände in dein Zuhause hereinkommen?“

Kleines Fazit des letzten Monats für das Kinderzimmer, trotz bester Vorsätze: Zwei Plastik-Tiere & ein kleines Auto. Wenn man überlegt, dass so ein Plastikspielzeug hunderte Jahre und mehr braucht, um zu „verrotten“ und ein Kind manchmal nur 5 Minuten beschäftigt…

Ein gute „Strafarbeit“ ist da die 1 rein – 1 raus Regel, für etwas Neues muss was Altes weg (besser wäre 1 rein – 2 raus). Nur leider ist das Glückskind selten kooperativ, was das hergeben von alten Sachen angeht, wobei, es bessert sich langsam.

Die nächsten Schritte

Vor der nächsten Kinderzimmersortierrunde werde ich das Glückskind und sein Verhältnis zu seinen Sachen wieder intensiver beobachten:

  • Womit spielt er, wie oft?
  • Gibt es Dinge, die nicht mehr altersgerecht sind und/oder es auch nicht mehr werden?
  • Braucht er wirklich mehrere davon? (von den Dinos stellt er zum Beispiel alle in einer Reihe auf, aber Autos haben wir so viele, die Reihe würde durch die ganze Wohnung führen)
  • Gibt es Spielzeug, das beschädigt ist? Reparieren ja oder nein? Nein, dann weg damit.

Ich hoffe es hat euch bei uns gefallen, ihr seid jederzeit wieder herzlich eingeladen.

Liebe Grüße

vom Fräulein

 

PS Mamadenkt hat bereits vor einiger Zeit durch ihre reduzierte Wohnung geführt unter anderem auch durch das Kinderzimmer.

PPS Kinderkleidung wird mal ein Extrathema sein.

 

 

 

 

 

4 Comments

  • Reply Tafjora, eine deutsche Familie in Frankreich 06/30/2014 at 17:46

    Das gefällt mir gut in Eurem Kinderzimmer. Und nur noch eine Ramschkiste ist ein toller Erfolg. Ich hab letzten Monat auch mal wieder entrümpelt. Wahnsinn, wir wohnen grad mal 2 Jahre hier und hatten beim Umzug wg Platzmangel schon ordentlich entrümpelt. Unglaublich was sich wieder angesammelt hatte und ich finde es immer noch zu viel. Toll finde ich daher Deinen Vorsatz, dass nur soviel da ist was auch einen Platz hat. Aber wie Du eben geschrieben hast, das braucht Zeit. Und kaum bin ich irgendwo fertig kann man schon wieder von vorne anfangen. Mein Löwenjunge ist grad im Tüftel-Alter und „halt Mama, das kann ich noch gebrauchen!“….

    P.S. aber auf Deine Gartenführung bin ich auch schon gespannt, nicht vergessen!!!!
    Liebe Grüße aus Frankreich!
    Tanja

    • Reply Fräulein im Glück 07/01/2014 at 08:34

      Liebe Tanja,

      ja stimmt, es braucht Zeit und ist vielleicht ein lebenslanges Vorhaben 🙂

      Auf die Gartenführung freu ich mich auch schon und heute ist eh wieder schönes Wetter.

      Liebe Grüße aus Österreich!

  • Reply Tanja Heller 07/01/2014 at 10:23

    Hallo liebes Fräulein,

    sehr schöne Bilder. Wo gibt’s denn diese tollen Körbe mit rot?

    Diese offenen Regale hatte ich auch mal. Oje, sind die hier schnell zu gestaubt. Täglich? Ordnung hab ich erst, seit ich zu’ne Systeme hab. Ja, ausmisten ist voll die Arbeit (endlich schreibt es mal jemand) und mit Kindern zeitweise ein schwieriges Unterfangen. War bei uns auch so. Jetzt ist sie groß und sichert ihre Sachen beim Papa. Was mir sehr entgegen kommt. Dann ist meine Wohnung schön leer. 🙂

    Plastikfrei(er) zu leben ist mir persönlich gerade sehr wichtig. Das ist ein Projekt, ich weiß. Aber lohnt sich. Dann bin ich mal gespannt auf euren Garten. Auch da hab ich alles reduziert. War uns nur lästig. Hatte keiner mehr Lust drauf. Mit Kleinkind hab ich das gerne gemacht. Sie hat jetzt andere Interessen. Shoppen. z. B.

    Viel Spaß euch beim Weiterreduzieren oder neu anhäufen. 🙂 Das mit dem von-draußen-reinkommen und nichts-mehr-ins-Haus-kommen-lassen, mache ich derzeit wirklich: Papier gleich in die Tonne unten und aus Plastik wird alles in Glas umgefüllt. Für was Neues geht was Altes, sofern noch was da ist. Man gewöhnt sich dran. Ich hab ja sonst keine Hobbies. Mit kleinen Kindern bestimmt eine Herausforderung.

    Liebste Grüße,
    Tanja

  • Reply Anni 06/12/2015 at 05:57

    Ohhh, an der „1-rein-1-raus-Methode“ muss ich noch laaaange arbeiten. Ich bin von Haus aus leider Jäger und Sammler aus großer Leidenschaft (und wie es im Wort schon drin steckt… Leiden… schafft). Ich selbst tue mich unglaublich schwer damit, mich von Sachen zu trennen. Aber wenn ich es dann nach mehreren Anläufen endlich wieder einmal geschafft habe, fühle ich mich sehr befreit.

    Im Kinderzimmer türmen sich bei uns Beeeeeerge an Sachen und der Schüler mag sich auch von so vielem nicht trennen. Ich versuche daher, vor allem an mir zu arbeiten und ein gutes Vorbild zu sein, dass man nicht alles haben muss, nicht alles braucht und dass es gut tut, mehr freien Raum zu haben, dass man sich damit viel freier fühlt.

    Auch hier: es wird! Langsam. Aber stetig.

    In diesem Sinne auf gutes Auf- und Ausräumen!!

    Anni

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