Familie

Buchweizenkuchen mit Kirschen – süß und trotzdem ohne Industriezucker

06/08/2017

Buchweizenkuchen mit Kirschen - süß und trotzdem ohne Industriezucker - zuckerfrei - glutenfrei - Kirschkuchen - Fräulein im Glück der nachhaltige Mamablog

 

Ich liebe Kirschen. Die Farbe, der Geschmack, für mich einfach das beste einheimische Obst überhaupt. Schon als Kind habe ich sie in allen Formen geliebt. Roh natürlich, aber auch als Kompott oder mein absoluter Liebling: ein Schokokirsch-Kuchen, den meine Eltern in ihrer Greißlerei verkauften.

Schon seit einiger Zeit koche ich immer wieder gerne aus Kochbüchern der 5-Elemente-Küche. Die Gerichte sind oft einfach, schmackhaft und sehr bekömmlich. Dazu habe ich Anfang des Jahres eine zuckerfrei Challenge gemacht. Ich habe Zucker fast vollständig vom Speiseplan gestrichen und habe mich damit richtig gut gefühlt. Leider wurde ich recht rasch wieder rückfällig, also versuche ich zumindest im Selbstgebackenen immer noch Industriezucker zu reduzieren.
Durch eines meiner Lieblingskochbücher von Suppito kam ich dann auf die Idee gesunde Kuchen aus Buchweizen als Jause zu backen und in Kombination mit meinen Schoko-Kirschkuchen-Kindheitsträumen entstand folgendes zuckerfreie Rezept:

Buchweizenkuchen mit Kirschen - süß und trotzdem ohne Industriezucker - zuckerfrei - glutenfrei - Kirschkuchen - Fräulein im Glück der nachhaltige Mamablog

Kirschkuchen mit Buchweizen aber ohne Zucker

Zubereitungszeit ca. 20 Minuten, Backzeit ca. 30 Minuten

Zutaten:

4 Bio-Eier
200g Buchweizenmehl
3 Esslöffel geriebene Haselnüsse
150ml Kokosöl (Kokosöl ist bei Zimmertemperatur fest, wird aber flüssig, wenn es ins warme Wasserbad gestellt wird)
150ml (leicht süß) bis 200ml (normal süß) Reissirup
200ml Wasser
1 fein geriebener und geschälter Apfel
1 Teelöffel Weinstein-Backpulver
2-3 Esslöffel Kakao
etwas geriebene Bio-Zitronenschale
1 zerdrückte Banane
1 Prise Salz
300 g Kirschen (oder wer mag, gerne ein bisschen mehr)

Zubereitung:

Eier in Eiweiß und Eigelb trennen. Eiweiß beiseite stellen und restliche Zutaten (außer Kirschen und Salz) zu einer homogenen Masse verrühren. Danach Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee schlagen, auf die Masse geben und mit einem Kochlöffel unterheben. Die Masse in die Form geben. Danach die Kirschen halbieren, entkernen und auf den Teig setzen. (der Teig ist recht flüssig, daher gehen die Kirschen unter)

Bei 180 Grad Umluft ca. 30 Minuten im Ofen backen.

Der Kuchen ist zuckerfrei, aber Reissirup und Früchte geben ihm trotzdem einen feinen süßen Geschmack. Dank Buchweizen ist er auch glutenfrei. Ich bin inzwischen großer Fan von Buchweizen. Ich finde er schmeckt unauffälliger als so manches Vollkornmehl und der nussige Geschmack passt gut zu Kuchen oder Palatschinken. Außerdem ist eine  gesunde aber schmackhafte Abwechslung zum Standard-Kipferl & Co immer ganz fein.

Buchweizenkuchen mit Kirschen - süß und trotzdem ohne Industriezucker - zuckerfrei - glutenfrei - Kirschkuchen - Fräulein im Glück der nachhaltige Mamablog

Ich backe den Teig zwar hie und da in einer Muffinform, da der Kuchen so schon perfekt fürs Mitnehmen portioniert ist. Die Teigmenge ergibt aber 14-15 Muffins (die Standard-Muffinform ist auf 12 Muffins ausgerichtet), also empfehle ich eine normale Kuchenform.

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Kleine Anmerkung

Das Rezept fällt sicher nicht in die Kategorie „günstig“. Kokosöl und Reissirup haben ihren Preis (Statt Kokosöl kann man auch Rapsöl nehmen). Dafür darf man den Kuchen ohne schlechtes Gewissen essen und auch seinen Kindern kredenzen. Und Fruchtriegel, Quetschie und Co sind ja in Wirklichkeit auch nicht gerade billig.

Der Kuchen ist auf jeden Fall weniger süß als ein klassischer Schokokuchen, trotzdem lieben ihn meine zwei Jungs, besonders der Große. Das freut mich sehr, denn er ist schrecklich wählerisch und würde am liebsten ausschließlich Eis und  Gummibärli essen. Dass er den Kuchen mag, ist also das größte Kompliment (wobei er die Kirschen rausfischt).

 

Buchweizenkuchen mit Kirschen - süß und trotzdem ohne Industriezucker - zuckerfrei - glutenfrei - Kirschkuchen - Fräulein im Glück der nachhaltige Mamablog

Habt ihr auch gesunden Alternativen zu Süßkram, die trotzdem lecker schmecken? Ich bin immer auf der Suche.

Liebe Grüße,

Birgit

Für später pinnen:

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5 Comments

  • Reply Shrimpmama von shrimpskrams 06/09/2017 at 09:49

    Ein schöner Beitrag und ein leckeres Rezept🤤Steht schon auf meiner to do Liste.
    Dank!
    Lg Ines

    • Reply Birgit 06/10/2017 at 19:16

      Liebe Ines,
      freut mich 🙂
      Liebe GRüße,

      Birgit

  • Reply Lily 06/09/2017 at 19:44

    Sehr lecker und das mit Zuckerreduktion finde ich Klasse <3. Meine Mum nimmt immer Kokosblütenzucker, Banane ist aber auch immer eine tolle Alternative <3 <3 !

  • Reply Nanne 06/10/2017 at 11:00

    Liebe Birgit,
    wie du weißt, schätze ich deinen Blog sehr – aber zuckerfrei und 250 ml Reissirup!?! Schade, dass ist doch echt nicht zuckerfrei…

    Zu Hintergrundinformationen empfehle ich:
    https://utopia.de/ratgeber/zuckerersatz/
    Außerdem habe ich letztens noch einen Artikel dazu gelesen, dass Kokosblütenzucker keineswegs gesünder oder wertvoller ist, es ist einzig einem gutem Marketing zu verdanken, dass der so gut gekauft und genutzt wird. Das mit dem angeblichen niedrigen glykämischen Index passiert auf einer nicht ausreichend wissenschaftlich fundierten Studie.

    Und unser normaler Zucker, ja, der viele negative Eigenschaften hat, ist schließlich zunächst auch erstmal ein ganz natürliches Produkt – die Zuckerrübe. Die ist immerhin regional und verbraucht nicht so viel Wasser wie Reis beim Anbau… Entfernte Verwandtschaft von mir hat die früher auf ihren Feldern angebaut, ich glaube, wir haben dazu irgendwie den Bezug verloren – Zucker ist jetzt einfach immer pauschal böse. aber sinnvoll ist das Konsumieren von Zuckeralternativen auch nicht.

    Ich glaube ganz fest, aufs Maß kommt es an.
    Hoffe, du verstehst mich nicht falsch, aber ich mag das einfach nicht unkommentiert lassen. Mag dich und deinen Blog sehr gerne! Weiterhin!
    Liebe Grüße

    • Reply Birgit 06/10/2017 at 19:16

      Liebe Nanne,

      danke für deinen Kommentar. Ich nehme ihn gleich zum Anlass den Artikel Bezeichnungsmäßig noch einmal zu überarbeiten. Also Prinzipiell ist das ja ein Artikel den ich für Kids, cooks & composts geschrieben habe, leider habe ich ja keine Zeit mehr für den ERnährungs/Gartenblog aber dort haben Daija und ich so viel über #zuckerfrei geschrieben, dass es leicht war mit Verlinkungen alle BEgrifflichkeiten zu klären. Zuckerfrei heißt ja nicht ohne Zucker sondern ohne Industriezucker aber du hast absolut recht hier ist es ziemlich irreführend. Und im Ursprungsrezept waren es auch nur 150g Reissirup aber alle die den Kuchen gekostet haben fanden ihn eindeutig zu wenig süß (weil unsere Geschmacksnerven ja schon völlig verroht sind).
      Zum Thema was ist Zucker. Also ja Zucker ist Zucker aber auch wieder nicht. Der „Bösewicht“ ist ja der Fruchtzucker und der ist halt drinnen egal ob es weißer Zucker, Brauner Zucker oder was weiß ich für Zucker ist. In Agavensirup z.B. ist sogar noch mehr Zucker drinnen. Noch dazu ist der Industriezucker auch hochgradig verarbeitet. Das trifft auf Reissirup auch zu aber wenigstens hat er 0% Fruchtzucker (genauso wie STevia aber das schmeckt mir nicht und Traubenzucker – damit kann ich nicht backen) Natürlich ist es am allerbesten ausgewogen an Zucker ran zu gehen, dann ist es sicher absolut und völlig egal welchen Zucker man nimmt. Das Problem ist, Zucker macht süchtig und mit ausgewogen ist nichts, außer man ist total diszipliniert (bin ich leider überhaupt nicht) und ich bin der Meinung bevor man sich jetzt 200g Zucker reinstellt sollte man lieber eine Alternative suchen. Ideal wäre wieder zu einer ursprünglichen Ernährung zurückzufinden, bei der man vielleicht auch wieder eine natürliche Süße z.b. von Rüben schätzen lernt. Aber ich kann nur sagen ich hatte Anfang des Jahres den 3. oder 4. Anlauf und jetzt bin ich wieder am Anfang und ich war echt schon konsequent weg und trotzdem klappt es nicht. Natürlich ist so ein Kuchen auch in Maßen zu genießen, aber ich denke immer noch besser, als ein Fertigprodukt mit Palmöl und Glukosesirup.
      Außerdem schmeckt er echt super gut 🙂

      Liebe Grüße,
      Birgit

      PS und zum Thema Nachhaltigkeit von Reissirup, da hast du natürlich auch recht. Aber was wäre eine lokale fruchtzuckerärmere Alternative? Da fällt mir leider nur Honig ein und den sollte man eigentlich nicht hoch erhitzen. Müsste ich mal testen.

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