Familie Minimalismus Weniger ist mehr

6 Gründe einmal richtig zu entrümpeln {Weniger ist mehr}

03/29/2014

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Zeit wird’s. Frühling ist. Ein Frühlingsputz steht an und diesmal wird im Hause Glück richtig entrümpelt. Weniger ist das neue sexy und ich verstehe bei zwei Kindern auch warum. Es häuft sich so viel Zeug an, dass gar kein Platz bleibt, alles zu verwenden.

Dabei sind wir im Hause Glück ja noch moderat bestückt. Der Glücksmann ist mit sehr bescheidenem Besitz quasi von Natur aus Minimalist und ich bin in den letzten Jahren fünf Mal umgezogen und habe jedes Mal kräftig ausgemistet, um nicht so viel mitschleppen zu müssen.

Trotzdem, ich konnte mich von vielem nicht trennen, kaufe immer wieder Dinge, die ich doch nicht benötige. Was ich an „lebenswichtigen“ Gegenständen von einer Wohnung in die andere gezerrt habe, um sie nie mehr eines Blickes zu würdigen – ich meine, ich besitze eine Melodica, ein Relikt auch welchem Jahrzehnt? Ich kann sie nicht einmal spielen.

Und ich habe jetzt zwei Kinder.

Kinder bedeuten wirklich viel zusätzlichen Kram. Babykleidung, Kinderwagen, Tragetücher, Fläschchen, Hochstühle und Spielzeug – S P I E L Z E U G. Unmengen, zu jedem Anlass von jedem Verwandten. Und es wird noch mehr kommen, denn das Glücksbaby wird alles haben wollen, was der Große hat und dann? Ich würde gerne noch länger in der Glückswohnung wohnen und nicht in ein Warenlager umziehen müssen.

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NEIN, Danke! Wir brauchen das nicht auch noch.

So viel Zeug braucht niemand, ich nicht, die Kinder nicht.

Deswegen weg damit.

Weniger Zeug ist weniger Chaos.

Was bringt es noch?

  1. mehr Platz (ich ziehe sicher nicht in eine größere Wohnung um noch mehr freien Platz mit Sachen zu verstellen)
  2. mehr Geld (ich gebe mein Geld lieber für Reisen und schöne Erlebnisse aus und da braucht man als Familie eh Einiges)
  3. mehr Ordnung (man sollte es kaum glauben, aber gerade kleine Kinder lieben Ordnung und Routine. Gibt es zu viel, können sie sich nicht mehr gut orientieren und auch das Wegräumen fällt schwerer)
  4. weniger Chaos (siehe Punkt 3)
  5. weniger Konsumwahn (Dinge haben ihren Wert und das muss ich mir immer wieder in Erinnerung rufen und möchte ich auch an meine Kinder weitergeben, ist aber schwierig in unserer Wegwerfgesellschaft)
  6. mehr Selbsterkenntnis. Brauche ich das Zeug wirklich, um zu leben? Bin ich dadurch wirklich schöner, glücklicher, liebenswerter? Und was gebe ich damit eigentlich an meine Kinder weiter?

Übrigens ist Minimalismus gerade im Trend

Hier gibts einige Mütter, die sich mit dem „weniger ist mehr“ beschäftigen:

Mamadenkt

wert-voll

Minimalismus mit Familie

Im englischsprachigen Raum ist the minimalist mom  sehr bekannt.

 

Alles Liebe,

das Fräulein

21 Comments

  • Reply Andrea 03/30/2014 at 21:16

    Liebes Fräulein,

    genau mit solchen Sachen beschäftige ich mich auch, obwohl das Runzelfüßchen ja noch total klein ist. Und ich stelle immer wieder fest: Es ist sooo schwer sich daran zu halten. Aber es gibt Tage wie heute, wo die Sonne scheint, ich mit meinem Mann und meiner Schwester ein Eis essen gehe und wir die gemeinsame Zeit im Park genießen. So ganz ohne Geld aber mit netten Gesprächen und einem Lächeln auf den Lippen.

    Liebe Grüße,

    Andrea

    • Reply Fräulein im Glück 03/31/2014 at 11:31

      Liebe Andrea,

      ich höre das schon von vielen, wir sind nicht die einzigen.

      Bin schon gespannt, was ich in 10 Jahren dazu sagen werde 😉

      Alles Liebe,

      das Fräulein

  • Reply Nina 03/31/2014 at 09:07

    Hallo Fräulein,
    danke für die Erwähnung.
    Ja, zu viel Kram erschlägt die ganze Familie. Sei es das Spielzeug der Kinder, was sich natürlich meistens in der ganzen Wohnung verteilt, die Hobbyutensilien der Eltern oder aber auch einfach nur Überflüssiges, was im Laufe der Zeit so ins Haus kommt.
    Wir wohnen zurzeit noch zu viert in einer 2-Raum-Wohnung. Gerade da macht es sich bemerkbar, wenn man zu viel hat. Die Frage, was Kinder brauchen und was nicht, stelle ich mir auch gerade. Meine Kinder sind noch nicht sehr groß. Ich könnte also einfach ein paar Dinge wegnehmen. Und doch schiebe ich dieses Vorhaben immer vor mir her. Das Gefühl, den Kindern etwas schlechtes zu tun, ist dabei da. Obwohl zu viel Spielzeug auch nur hinderlich beim Spielen ist.
    Ich werde das Thema demnächst auch in meinem Blog angehen. Viel Erfolg bei deiner Aktion.
    Liebsten Gruß
    Nina

    • Reply Fräulein im Glück 03/31/2014 at 11:29

      Hallo Nina,
      du hast recht, es ist schwierig, deswegen geht es auch hier nur Schritt für Schritt. Ich denke es wird den Kindern nicht schaden, Konsumkritisch aufzuwachsen, im Gegenteil für mich ist es richtig schwer über das Kaufen und Besitzen nachzudenken, weil es für mich (ja wirklich auch gottseisgedankt) einfach so selbstverständlich ist, seit meiner Kindheit und wir waren drei Kinder und haben sicher auch nicht alle bekommen, aber eben vieles.

      Ich bin gespannt von deinen Erfahrungen zu lesen und freue mich über Austausch.

      Alles Liebe,

      das Fräulein

  • Reply Minimotte 03/31/2014 at 18:52

    Die Motte ist jetzt 3,5 Jahre alt. Kürzlich habe ich „Frühjahrsputz“ in ihrem Zimmer gemacht, weil einfach kein Platz mehr war! Bei dem Haufen, der auf dem Dachboden gelandet ist, hätte man denken können, dass ich einen ganzen Kindergarten zu Hause habe. Die meisten Dinge bekommt sie von Familie und Freunden geschenkt. Eigentlich müsste ich gar nichts mehr kaufen zu Festtagen 🙂

    Liebe Grüße

    • Reply Nina 03/31/2014 at 20:27

      Vor dem Problem mit den Verwandten und Freunden steh ich auch. Aber es hat schon abgenommen. Kleine Wohnung ist immer ein gutes Argument. Die Kinder haben ja noch kein eigenes Zimmer.
      Ein toller Tipp: Ich hab bei den Kindergeburtstagen Verwandte mit Kindern gebeten, dass die Kleinen sich von ihren eigenen Sachen Dinge aussuchen, mit denen sie selbst nicht mehr spielen und die sie an meine Kinder weiterverschenken wollen. Ich denke, damit helfe ich anderen Eltern und die Kinder erfahren, was sie eigentlich nutzen. Und in Zukunft kann ich das vielleicht auch so machen.

      • Reply Fräulein im Glück 04/01/2014 at 11:05

        Liebe Nina,

        ich bereite gerade einen sehr ähnlichen Beitrag vor, indem ich die Tipps dazu sammle. Der ist gut, auf den bin ich noch nicht gekommen. Hast du lust dazu gemeinsam einen Beitrag zu schreiben?

        Alles Liebe,

        das Fräulein

        • Reply Nina 04/01/2014 at 11:41

          Sehr gern, liebes Fräulein. So kann ich mir auch schon mal Gedanken machen. Denn das Thema ist mir auch wichtig. Ich schicke dir eine E-Mail.
          Liebsten Gruß
          Nina

    • Reply Fräulein im Glück 04/02/2014 at 10:21

      Bei uns ist es/war es ähnlich! Wie viel (unnötiges) Zeug häuft man dann wohl in einem ganzen Leben an?

  • Reply Fräulein im Glück 03/31/2014 at 19:46

    Ja stimmt, am schwierigsten ist es ja auch der Verwandtschaft zu sagen, dass wenig Geschenke reichen 😉

    Schönen Blog hast du!

    Liebe Grüße,

    das Fräulein

  • Reply 14 einfache Spielideen für den Sommer | Fräulein im Glück 07/22/2014 at 20:37

    […] mit Kind. Viel tun, werkeln, spielen, Spaß haben, aber bitte einfach, schnell und ohne extra Anschaffungen, für einen entspannten […]

  • Reply Ina 03/01/2015 at 15:52

    Hallo! Was ein toller Artikel! Vielen Dank für die hilfreichen Tipps! Wir haben in unserem Zimmer so einen massiven und riesigen Schrank von http://www.allnatura.at stehen. Leider ist dieser von oben bis unten mit Spielzeug gefüllt und wir haben schon längst den Überblick verloren. Ab heute möchte ich auch nach dem Motto ´weniger ist mehr´leben und werde direkt mit dem Ausmisten anfangen!
    Danke!
    Liebe Grüße, Ina

  • Reply Ein ganz normaler Tag {12 von 12 im Jänner} - Fräulein im Glück 01/07/2016 at 12:12

    […] auch schon wieder wach, er lässt mich nicht an den Computer, also hab ich weiter ein bisschen entrümpelt, bin seit dem Wochenende wieder voll motiviert. Das Kinderzimmer sieht auch heute noch richtig […]

  • Reply Teenagerkonsum: Wünsche ernst nehmen, Gewünschtes vorleben {Interview mit Wer ist eigentlich dran mit Katzenklo?} - Fräulein im Glück 01/07/2016 at 15:27

    […] möchte gerne mehr von Weniger. Meine Kinder vielleicht nicht. Mit kleinen Kindern ist das noch nicht wirklich ein Problem, da […]

  • Reply Warum ist Muttersein nicht genug? - Fräulein im Glück 01/07/2016 at 15:50

    […] habe zwei kleine Kinder und ich liebe bloggen, außerdem finde ich meine Entrümpelideen super und ich versuche mich wahnsinnig gerne als Gärtnerin und fotografieren möchte ich lernen […]

  • Reply Raus aus dem Chaos {Den Alltag mit Kind vereinfachen #1} - Fräulein im Glück 01/07/2016 at 16:08

    […] möchte mich wieder mehr aufs Entrümpeln und Vereinfachen konzentrieren, ich hatte ein bisschen die Lust verloren, weil ich wiedermal alles auf einmal wollte […]

  • Reply Wäschekorbtechnik und ganz kleine Schritte {den Alltag vereinfachen} - Fräulein im Glück 01/11/2016 at 09:47

    […] das Problem des „einfachzuvielZeughabens“. Da ich derzeit einfach keinen Nerv für größere Entrümpelungsversuche habe, bin ich derzeit damit zufrieden täglich einen Gegenstand wegzugeben. Dazu gibt es in der […]

  • Reply Eis am Stiel selber machen (ganz einfach und ohne extra etwas anzuschaffen) - Fräulein im Glück 06/13/2016 at 09:15

    […] Eismaschine zu anstrengend. Extra etwas anschaffen, wollte ich nicht. Nicht nur, dass ich generell weniger anschaffen möchte, ich liebe auch Ideen, bei denen man Dinge umfunktionieren oder upcyclen kann und das ohne […]

  • Reply Enrico 10/10/2016 at 12:40

    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich finde auch, dass es enorm wichtig ist regelmäßig aufzuräumen. Umso besser klappt es dann beim Wiederfinden von Dingen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Enrico

  • Reply Schwalenberg 11/07/2016 at 12:54

    Hi!

    Ich bin selbstständig mit einem Entrümpelungsservice. Daher weiß ich was es bedeutet alleine zu entrümpeln.
    Respekt dafür!!! Denn aller Anfang ist schwer.

    Wenn mann einen Container bestellt, wird es meißt teuer da man alles hinein wirft und es dann als Restmüll deklariert wird.
    Schränke, Laminat und alles was sonst noch aus Holz besteht sollte getrennt entsorgt werden.
    Im Notfall in einen 2. Container.
    Die Entsorgung von Müll bei Containern wird immer nach dem Gewicht berechnet und eine Tonne Holz ist um zwei drittel günstiger als Restmüll.
    Anziehsachen können in einen Wertstoffcontainer genau wie Papier und Glas.
    Hausflohmarkt, Ebay, momox geht auch, aber brauch leider meist sehr viel Zeit und Nerven.

    Wenn man ein Haus oder eine Wohnung leer machen muß, weil ein Angehöriger verstorben ist, so ist es meißt auch besser eine Entrümpelungfirma zu beauftragen. Da diese nicht emotional mit dem Objekt verbunden sind.

    Liebe Grüße
    Schwalenberg
    http://hannover-entruempelung.de/

  • Reply Ausmisten und Chaos beseitigen - so findest du deine Motivation - Fräulein im Glück 01/30/2017 at 12:19

    […] sich auszahlt zu entrümpeln, auszumisten und motivieren wir uns, indem wir uns ein Ziel setzten. Gründe, um einmal richtig zu entrümpeln, um das Familienleben von Zeug zu befreien, gibt es genug, Stadtmama hat hier über ihre Gründe […]

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